Vorsprung durch Technik

Ih bah. Gestern gab’s zum zweiten Mal in meiner 14-tägigen Karriere Kantinen-Essen. Eigentlich bin ich da ja super pflegeleicht, um nicht zu sagen „Gib her, ich ess das!“-mäßig unterwegs. Aber was die da als Zucchini-Medaillon verkaufen, ich hab keinen – blassen – Schimmer… 😀 Kredenzt wurden zwei ramponierte Klumpen, Kategorie „aber Hauptsache paniert“. Das Ganze schwimmend angerichtet in einer weiß-braune Soße, gebettet auf richtig schön durchweichtem Reis. Was soll ich sagen? Nächstes Mal wieder Pommes mit Bockwurst xD Egal – ein Glück, dass ich sonst immer was Leckeres, selbst Gekochtes mit habe. Und weil es sich gerade nahezu aufdrängt, möcht ich die Gelegenheit nutzen, euch mal einen kleinen Einblick in meine Essenslogistik zu geben. Das ist nämlich gar nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhört. Es gibt einen festen Ablauf, die Technik muss gelernt sein.


Schritt 1:
Man nehme das vorgekochte Essen und packe es zum Transport in einen von Bernds 1.-Weltkrieg-Töpfen. Selbstredend existiert zu keinem ein Deckel, aber bäm! – es gibt ja Alufolie. Ich weiß, was ihr denkt. Aaaaber. Warum meine Tupperdosen nicht hier sind und ich Bernds nicht benutze, möchte ich an dieser Stelle nicht ausführen =D

Schritt 2:
Man dack(e)le mit seinem Topf in der einen Hand und mit seiner Tragetüte in der anderen über den kompletten ZDF-Parkplatz. Die Blicke der Menschen sind normal, die gehören dazu. Jetzt kommt aber der erste Clou! Auf der Alufolie parkt mein Ausweis, der so riesig ist, dass er entweder erst gar nicht in die Hosentasche reingeht, oder aber nicht wieder rauskommt, wenn er einmal drin ist 😀 Aber so: Alles easy, eine kleine Handbewegung, ich bin durch die Schleuse, ganz ohne Verrenkung. Jaaaahaa, da guckt ihr Mädels was. So schnell kann sich das Blatt wenden xDD

Schritt 3:
Man stelle den Topf irgendwo in die Redaktion, wo ihn hoffentlich niemand umwemmst. Am besten noch, wo man ihn nicht vergisst. Das hab ich nämlich auch schon geschafft – und dann gar nix gegessen. Eher schlecht.

Schritt 4:
Jetzt kommt’s drauf an. Der streng einstudierte Aufwärmvorgang. Hier muss alles sitzen. Man fülle den Topfinhalt in einen tiefen Teller, stelle diesen in die Mikrowelle und nehme die Mikrowelle mit Hilfe einer NASA-reifen Tastenkombination in Betrieb. Die 3 Minuten werden kongenial mit einem Pipigang überbrückt. Wieder in der Küche angekommen, schnappe man sich den Kochtopf, nehme den brüllend heißen Teller mit einem der abgefuckten Handtücher schnell aus der Mikrowelle (aus hygienischen Vorkehrungen kein Kontakt über 3 Sekunden) und stelle ihn auf den Topf. Löffel rein. Tadaaaa! Jetzt trage man den den normal temperierten Topf mit dem 100 Grad heißen Teller entspannt an den Henkeln zu seinem Arbeitsplatz.

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Schritt 5:
Wenn man es jetzt nach dem Essen noch schafft, den Topf beim Zurückbringen des Tellers schnell zu spülen, wieder mitzunehmen und ihn dann am Ende des Tages nicht liegen zu lassen, hat man es geschafft und darf sich einen Fuchs nennen 😀


Ganz so toll kann es natürlich nicht immer laufen im Leben, hin und wieder winkt auch ein Rückschlag. Siehe heute. Da strenge ich mich ganze zwei Wochen an, keine Pickel und stattdessen einen strahlenden Teint zu kriegen – schließlich will ich die Kamera ja am Freitag bei der TV-Aufzeichnung verzaubern 😀 – geschieht das Unvorstellbare. Beim Versuch, mir die im Wind eskalierenden Haare aus dem Gesicht zu streichen… Krrrrrck! -.- Fingernagel schlitzt Nase auf. Es ist so traurig unspektakulär. xD Aber es blutet wie sau und ich weiß sofort, das gibt ne schöne Kruste im Visagenzentrum. Sauber, Sari 😀 Jahrzehnte lang Fingermägel wie n Monschischi und jetzt, wo sie gerade mal in der Sonne ein paar mm gewachsen sind und was hermachen, kommt sofort die Quittung. And I was like… :))

http://www.youtube.com/watch?v=aTkmIukBZQc

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Naja, ganz so schlimm ist es dann doch nicht – dann Sari halt kleiner Naseweis im Interview 😉 Aber war schon geil. Nach dem Schock redete ich mir ein: „Ach so sehr sieht man das bestimmt gar nicht. Ist jetzt nur, weil du’s weißt.“ 5 Minuten später Facetime. Erster Satz: „Was hast’n du da anner Nase???“ Schade xDDD

Menschen sind lustig.

Sooooooo, Akku wieder aufgeladen – los geht’s 🙂

Nach einem sau coolen Wochenende hieß es am Montag Weitermachen mit dem ganz normalen Wahnsinn. Außerdem: Plus 5 Grad Celsius, minus eine Schicht Wolken. Da poltert die interne Prollostimme doch mal freudig los: „Freeeeibaaaaaad!“ 😀

Und hier sollten sich gleich zwei Ereignisse herrlicher Natur zutragen. Highlight Nummer eins: Die Konversation unter der Dusche. Ihr müsst euch das so vorstellen. Eine Chicca und ihr tätowierter Macker stehen unter soner waschen-wir-vorm-Reingehen-erstmal-die-ganze-Rotze-ab-Brause, zwischen uns (das merken oder interessiert sie anscheinend nicht) nur eine kleine Hecke.

Madame prockelt an dem Drehknopf: „Häääääääääääääääääääääääää… Wie geht daaas?“

Er: „Booooaaaah, bist du Erbse oder was? Drehen!“

Zweiter Versuch: „Das weiß ich auch, ej. Aber wie?“

„Ja linksrum, wie jedes Ventil.“ Oh, das hätt ich ihm jetzt gar nicht zugetraut. xD Aber dank sei Gott dem Herrn, einen Satz später rückt der junge Mann mit den wohlgeformten Augenbrauen das Bild wieder gerade:

„Was, wieso wird das nicht wärmer?“ Schon verrückt, dass sone verkalkte 1-Euro-Dusche im Freien keinen Temperaturregler hat. 😀 😀

Bild© Virtual Nights

Und dann die Frau am Freibad-Kiosk xD , aber alles der Reihe nach… Ich gehe zur Theke und bestell bei einem alten Herrn eine Apfelschorle, was schon total der Akt ist, weil ich wie immer nur ein paar Münzen rauskramen und gucken kann, was wir denn da noch so haben. 😀 Noah, es fehlen 50 Cent. Nix da, ich hab Glück. Da ich „vertrauenswürdig aussehe“ werden mir die 50 Cent, die rein zufällig genau fürs Pfand berechnet werden, erlassen. Die Auflage: Auch wirklich vertrauenswürdig sein und die leere Flasche später zurückbringen. Aber hallo, nichts lieber als das. Der Deal steht.

Eine Stunde später heißt es für mich allerdings schon Sachen packen, die Flasche ist selbstverständlich noch halb voll. „Ach komm, war jetzt eh nicht so das Geschmackserlebnis, gibste die halt so zurück“, denk ich. Und während ich Martin Luther gleich zur Theke schreite, seh ich schon, dass mich diesmal eine verrückte Frau bedient. Die Haare stehen in alle Richtungen, nur nicht in die, wo sie hingehören. Ein türkises Schmetterlings-Achselshirt rundet den Look ab. Zack, geht die Odysee auch schon los: „Ja, hallo. Ich hab hier vorhin bei ihrem Kollegen eine Flasche Apfelschorle gekauft und versprochen, die zurückzugeben. Er hatte mir nämlich kein Pfand abgenommen. Ist zwar noch halb voll, aber passt schon.“ FotoEntsetzte Reaktion auf der Gegenseite: „Neeein, Mädsche! Da ist doch noch so viel drin. Das behältste mal schön.“ So weit kam ich mit, aber dann: „Ist doch auch alles richtig so, er hat dir doch kein Pfand berechnet. Dann kannste die Flasche später woanders abgeben und bekommst das.“ Ähm, ja eben, und ihr nicht 😀 Versteht se nicht. Auch nach zweimaligem Nachfragen erscheint ihr das Konstrukt nach wie vor logisch. Na gut, dann kann ich ihr auch nicht helfen. Vielleicht bring ich ja den Move und bring sie in zwei Tagen oder so zurück. Das fänd ich wiederum ganz gut xD

Die nächste Frau, die meinen Weg kreuzte, war nicht ganz so cool. Um nicht zu sagen, ich hätte sie erschlagen können 😀 War schon kaum grundlegend gehetzt, weil ich versucht hatte Sonne, Sport, WDR, Gutachten, Uni, Einkaufen, Kochen, Körperpflege und pünktliches beim ZDF-Ankommen in wenigen Stunden unter einen Hut zu bekommen. Da erwische ich ausgerechnet die lahmste und älteste Verkäuferin der REWE-Geschichte. So langsam verspielt der Laden echt meine Hochachtung 😀 Erstmal nimmt die jeden blöden Artikel hoch und dreht den so lange, bis sie den Strichcode mit ihrem grauen Starr ausgelotet hat. Dann jagt die den dreimal über den Scanner. Komisch, dass das nur bei ihr an der Kasse nicht klappt. Und huuuh, wenn’s ums Bezahlen geht – „daaa eeeeh wird’s GANZ kritisch….“, um es mal in alter Stromberg-Manier zu sagen. Die Frau vor mir muss ihre Karte noch mal aus ihrer 15 Liter fassenden Umhängetasche kramen, da unglücklicherweise der Unterschriftenabgleich glatt vergessen wurde. Skandal! Bei mir ging der Spaß früher los. Schon die Frage nach der Payback-Karte sollte mir zum Verhängnis werden. „Nein, hab ich nicht.“ – „Nein, keine Payback-Karte.“ – „Naaaahaaaaaaaain!!!!“ Beim dritten Mal kommt’s an. Brave Gertrud. 😀 Ich hab es fast geschafft, meine EC-Karte ist durch. Aber, aber… nicht so schnell! Auch ich habe kein Glück, statt PIN winkt die Unterschrift. Noooooo! Und als hätte ich es geahnt, reißt sie mir kurz bevor ich ansetzen kann, den Bon aus der Hand. Was ist denn jetzt schon wieder? xD

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Eine Kollegin brüllt durch den gesamten Laden, irgendwas stimme mit ihrer Kasse nicht. Die Gertrud solle ihr doch bitte mal eben ihre Personalnummer geben, damit Sie sich fremdeinloggen könne. AAAAAAAAAH! Wie können Sie denn gerade Gertrud so etwas fragen?  „123, nee 132, warte wie war das? Ich hab’s gleich Sybille.“ Ohne mich. Ich reiß ihr den Kassenbon aus der Hand, kritzel meinen Namen drauf und sag: „So! Sorry, aber ich muss los.“ Mit einem „Achja, Sie hatte ich jetzt ganz vergessen!“ trennten sich unsere Wege und mein einziger Gedanke während der gesamten Autofahrt: Bitte, so nehme doch jemand der Lady ihren Dienstausweis ab. Ernsthaft 😀 😀

Jetzt ist es auf einmal 12 Stunden später und ich hab eine krasse Schicht mit mächtig Aufruhr hinter mir. Deswegen gibt’s den zweiten Teil meines Comebacks erst morgen, schlaft gut 🙂

 

 

Don’t you know that you’re toxic?

Ja geil, die REWE-Salat-Bar hat mir gestern schön den Abend versaut, oder sagen wir es anders: meine Magenschleimhäute und mein Wärmeregulationszentrum völligst geraped. Da stellt man sich schon unüberlegterweise für nen Salat (! 😀 ) am Abend vor Feiertag 15 min an der Kasse an, fangen ne halbe Stunde später die Champignons in meinem Bauch an zu laufen. Sorry für das verstörende Bild, aber sie wollten natürlich auch nicht einfach den Hinterausgang nehmen, nein, Bernds Klo sollte richtig leiden *peinliches Schweigen* – und ich erst. Habt ihr schon mal von nem bisschen Grünzeug Fieber gekriegt und plötzlich alles doppelt gesehen? Richtig Körperapokalypse. Tja, ich hab’s überstanden und verweise auf die alte Binsenweisheit: „Wer Salat isst, den bestraft das Leben.“ xD Schwamm drüber…

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Der Ort des Grauens

Aber dann gab’s ein erquickendes nächtliches Telefonat um vier, der Himmel wurde blau – die Wende. Das Gesicht entknautschte sich schnell und selbst der Mortadella-Toastie blieb trotz kleinerer interner Aufstände im Körper. Succes! 😀 Einziger Wermutstropfen: Jegliche Körperstellung, Hebelvariation, T-Shirt-Behelfsmaßnahme und selbst der hinten-drauf-klopp-Move half nicht – mein neues Glas Heidefrühstück blieb zu. Keine Chance, ging einfach nicht auf! 😀 Ein Jammer, wo doch Thomy morgen kommt, der selbst Hundefutter ansprechender findet. Ich hätt’s ja gern vorab vernichtet, aber jetzt musst du’s wohl leider morgen aufmachen und eine fette Brise davon nehmen, hihi xDD

Bis zum Mittag Pflichtprogramm: Gutachten korrigiert, Unikram gemacht, gefacetimed, gespült. (Krass, schleicht sich doch glatt noch ne Alliteration in mein Werk hier =D ) Mitten im Trott erreicht mich eine herrliche Botschaft: Bernds Ex-Freundin schreibt, ihr sei „fad“ und sie wolle daher gern bei mir waschen, wenn das möglich sei. 😀 😀 😀 😀 Ja klaro, wenn man sonst nix zu tun hat..

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Vielleicht will sie ja auch ein Buch lesen, wo sie schon mal da ist. Ich hätte da eine Empfehlung. Das Fundstück des Tages – ein Epos, der so nur in Deutschland erscheinen kann.

Der Klappentext verspricht so einiges, da fall ich glatt vom Hocker xD : „Her mit der Mehrwalksteuer! (…) Achim Achilles hat den Wahnsinn von Anfang an durchschaut und sich den Kampf gegen das Walken auf die Fahnen geschrieben. In diesem aufrüttelnden Buch enthüllt er endlich die ganze Wahrheit über unfassbare Freizeitvergeudung, systematische Volksverdummung und ihre schrecklichen Folgen.“

Und bäm, zu guter Letzt blieb sogar noch ne Stunde Zeit bis Dienstbeginn. Wo verbringt man die am besten? Beim Arbeitgeber. Armer, schwarzer Kater… 😛

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Beep, Beep!

Sari working like a machine. 11 Stunden Akkord-Arbeit sind um. Mein Kopf raucht, gegen Ende der Schicht hab ich mit meinem Arbeitskollegen um die Wette wie ein Wolf geheult 😀 Es war echt Zeit zu gehen, der Zenit klar überschritten. 28 Videos während der Livestrecke: neuer Spitzenwert! Jetzt fall ich tot ins Bett, Zähneputzen ist grad echt das Höchste der Gefühle xD Aber Bock hat’s wieder mal gemacht. Bis morgen, dem Tag nach der Tiefenerholung über Nacht!

Ich und meine Küken :D

Yay, gestern ging’s auf die Piste – und das bescherte mir eine unfassbar gute Story 😀

Eigentlich war ich mit zwei Kollegen verabredet, die haben jedoch, wie es sich schon angedeutet hatte, einen Rückzieher gemacht. Was tun? Gehste einfach trotzdem mal ins „schon schön“ – da wird ja mit Sicherheit im Nebenraum auch das letzte WM-Spiel übertragen, gibt n Cocktail, passt. So die Theorie. Komm ich da an, keine Fußballübertragung. Nur Dancefloor – allerdings mit super Musik. Na gut, geben wir der Sache eine Chance. Langsam pirsch ich mich auf die Tanzfläche, guck mich um, kommt ein volltrunkener Trottel quer durch die Halle mit Gürteltasche und Deutschlandtrikot auf mich zugetorkel. Deeeh, Jackpot. Es folgt der beste Anmachspruch aller Zeiten: „Eeeej, sag mal… arbeitest du nicht bei REWE?“ 😀 😀 😀 Nee, eher nich so. Geh bitte weg, du bist gruselig. Und zack packt mich auf einmal eine Hand am Arm und zieht mich zur Seite. Wer zum Teufel? Entwarnung: Ein Mädel grinst mich an und bölkt: „Komm einfach zu uns, der ist ja echt ekelhaft! xD“

Drei Sätze später: „Du bist aber nett. Ich hab in 3 Minuten Geburtstag. Belib ma hier, du trinkst jetzt erstmal einen mit mir.“ Und zack, ich hatte ne neue Freundin xDDD Irgendwann frag ich sie, wie alt sie denn jetzt wäre – 18 … whaaat?! Ne stunde später fragt sie mich – 24 … whaaaat?! 😀 Wir tanzen und tanzen, sie hatte noch eine Freundin dabei, alles richtig lustig. Und dann seh ich mich plötzlich mit den Problemen einer 18-Jährigen konfrontiert. Sie müsse gleich gehen, weil sie nicht so lange ausbleiben dürfe. Papa sei da ein „ganz strenger“. Och nööööööö, jetzt ernsthaft? Der Twist in der Kurzfassung: Erst überred ich sie, dann ihren Papa bei Whatsapp – sie darf noch ne Stunde dranhängen 😀 Einzige Auflage: Mutti Sari bringt die Küken gut nach Hause, bis zum erfolgreichen Betreten Tür. Haha, man wird alt…

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Ich hab’s nich bereut, die Party war noch ein voller Erfolg. Ihr könnt euch ja sicher vorstellen, wie amüsant es werden kann, wenn nicht nur die Musik stimmt, sondern sich auch alle paar Minuten ein anderer bekloppter Deutschlandfan einen dämlichen Tanz-/Hüpf-oder Scheißmach-Move ausdenkt und den Rest des Clubs damit unterhält xD Zu gut.

Meine Top 3:

  • Der verrückte Chinese
    Ein etwa 30-jähriger Asiate mit Potthut, Rucksack und bizarr gebastelter Deutschlandfahne springt wie ein wild gewordener Floh zu „#thatPOWER“ von Will.I.Am und Justin Bieber umher. Alle 30 Sekunden brüllt er dabei, egal an welcher Stelle des Liedes wir uns gerade befinden, mit einer theatralischen Handbewegung „UUUUOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOH“, um noch mal zu verdeutlichen, dass er diesen Part von Justin Bieber in dem Lied ganz toll findet. Herrlich 😀

    Der 90er-Fraggle auf Red Bull
    Axelshirt, Schweißbänder und die berühmte von Gel ertränkte Igelfrisur. Ganze drei Stunden eine Bewegung: Man mache dieses Rock/Teufelszeichen mit den Händen, gehe immer wieder unrhythmisch und im übertriebenen Tempo in die Knie und wieder hoch, die Arme pumpen permanent nach vorne. Alternativ können die Arme auch mal nach oben zur Decke geführt werden.

    Die verrückte Russin
    Ein junges Mädel, vermutlich aus dem Osten, dosiert ihre Vorstellungen wohl bedacht. Jedes dritte Lied dreht sie sich über die gesamte Spieldauer nur im Kreis, guckt in die Luft und grinst dabei wie ein Honigkuchenpferd. Jeeeeedes Maaal! Ich mein – Respekt für die Schwindelfreiheit, aber was ist bitte los mit ihr?! 😀

Ja, Fazit des Abends: Viel Spaß, verrückte Leute, zwei coole Mädels kennen gelernt, ne Einladung für ihre nachträgliche Geburtstagsparty abgestaubt und das vollgemüllteste Waschbecken der Welt gesehen 🙂

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Hach. Ein Tag, so seicht…

Zwei Stunden gepennt, topfit aufgewacht. Überall Licht, es riecht nach Toast vom Nachbarn. Was kann an so einem Tag noch schiefgehen? Nicht viel, wie sich herausstellte. 😉 Schließlich stolperte ich sofort über diesen tollen Hut, mit dem man so richtig beknackt aussieht. Bernd, Bernd, Bernd, du alter Camper…. Das Fundstück Nr. 4! 😀

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Beim Verlassen der Haustür direkt Ereignisalarm 😀 Ich geh zu meinem Vehikel, parkt ein Auto mit offenem Kofferraum vor mir. Drin steht ein kleines Kind mit Windel, Mutter sitzt auf der Kante. Und aus diesem besagten Kofferraum schnappe ich dann folgenden Gesprächsfetzen auf: „Mamaaaaaaa guck maaaal, ich mach Pipi im Auto! Hihihihihihi.“ Und die Mutter prustet einfach nur mega los, guckt mich an und sagt: „Was mach ich nur mit diesem Kind?!“ Made my day xDDD

Nahtlos grandios ging’s im Auto weiter. Bei Sonne und möchte-gern-Cabrio-mode wird mit einem fetten Restgrinsen im Gesicht ausgerastet: „I GET NO DOUBT! (Wua-wua wua wua-wua-wua…) YOU’RE NEVER GONNA KEEP ME DOWN! I GET NO DOUBT!“ Plötzlich der Schock! Ähhh, hat der da nicht gerade eher „I GET KNOCKED OUT“ gesungen? Wie jetzt? Ein kurzer google-Ausflug gibt Aufschluss darüber, dass ich Trottel knapp 15 Jahre aus voller Kehle falsch mitgebölkt hab. Zu meiner Verteidigung: Das Phänomen scheint verbreitet zu sein – und zwar in so epidemischen Ausmaß, dass Songtext-Seiten in Klammern „I get no doubt“ hinter den richtigen Songnamen schreiben, damit die Leute den Song, den sie suchen, auch finden 😀

Wie dem auch sei. Kurze Zeit später war der Schock verarbeitet, es folgte der routinierte Freibadgang. Die Dame an der Kasse brüllt auch einfach inzwischen nur noch „GUDDE!!!“ und winkt freundlich, während ich im Vorbeigehen meine wohl vorbereiteten 1,50 (passend, ha!) auf die Theke werfe. Nice 😎 Beim Rausgehen sind wir schon beim „Bis morgen, oder?“ angekommen. Ja, warum denn eigentlich nicht – ich nehm sie beim Wort.

Auf dem Rückweg hatte ich dann meinen geistigen Tiefpunkt. Ich wunderte mich über ein bizarres Werbeschild vor einem Parkplatz. „BAR-ANKAUF“ stand drauf. Gehirn sagt: „Hmmm, das ist aber ganz schön speziell, gebrauchte Bars anzukaufen. Sowas haben die meisten doch gar nicht…“ 😀 Dann sieht das Gehirn ein Auto über dem Schriftzug und fragt: „Hääääh, was hat denn bitte ein Auto mit Bars zu tun?!“ Uhhh, ich sag euch: der Groschen viel lange… 😀  Vielleicht waren die zwei Stunden Schlaf doch nicht so gesund. 😉

Was macht man, wenn man im Tief steckt? Richtig, Energie tanken – also zum Beispiel was essen. Halb 1 verspätetes Frühstück bei Kebab Royal, läuft. 😀 Mal davon abgesehen, dass das Dönerfleisch extrem göttlich war, ein wirklich lohnenswerter Ausflug dank einem nonstop mich zutextenden Dönermann, der mich rundum über das Restaurant- und Clubprofil der Stadt Mainz informierte. Die ein oder andere Sache guck ich mir die Woche vielleicht mal an.

Während ich dann da saß und meinen Döner 20 Minuten lang versuchte, in meinen geschrumpften Magen zu pressen, verfolgte mich die nächste Werbung. Neue Capri-Sonnen-Kampagne. „Da geht die Sonne auf. Und zu.“ Ihr wisst schon, wiederverschließbar und so. Der Spruch ist ja ganz cool, aber dann richtig geile interne Reaktion: Welcher Wurm muss denn ne Capri Sonne zumachen? Die ist doch in drei Zügen weg! xD Ich sollte den Kontakt mit Werbung in jeglicher Form eventuell vorübergehend vermeiden. 😀 😀

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Eine Pokémon-Folge später kam ich total entspannt auf der Arbeit an, total entspannt ging ich 8,5 Stunden wieder raus. Keine Toten, kein Programmwust, kein Telefonterror. Haaaaah 🙂 Bei Argentinien – Bosnien Herzigowina müssen jetzt nur noch 4 Tore in der zweiten Halbzeit fallen, damit mein Tipp stimmt; dann geh ich ins Bett, ein bisschen Schlaf nachholen, damit euch  substanzlose Gedankenabschweifungen wie heute demnächst erspart bleiben.

Völlig Gaga alles

Wäashfasfjaslöjfalskfhasiufhafsh!!! 😀 Was ein komischer, ulkiger Tag! Dabei begann er so unauffällig. Aufgestanden, fleißig gewesen, geduscht, aufgeräumt, Essen für die Arbeit vorgekocht. Aber dann der Bruch: ein Dialog in der Apotheke von nebenan…

Seriöse Aporthekerin: „Guten Morgen! Wie kann ich helfen?“
Sari: „Hallo! Ich hätte gern Hametum-Salbe.“
Nicht mehr so seriöse Apothekerin: „Ach herrje, wo zwickt’s denn?! Wunde oder nervt ein Hämorrhoidchen…? *strahlendes Lächeln*
Sari: -.-

Auf der Arbeit sollte es ähnlich brenzlig zugehen, jedoch wesentlich humorloser. Da geht der Überlappungs-Schicht-Kollege ausnahmsweise ein einziges Mal zwei Stunden früher – natürlich genau 10 Minuten bevor hier die Kacke am Dampfen ist.  PISSSSSSS! XD Bildermenschen sind auch nicht da.

Die Chronologie:

  • 15:36 Uhr
    Mein Teletext-Programm spinnt völligst. Telefonat mit den Technikern zwecklos.
  • 15:38 Uhr
    Kohlschreiber verkackt den Einzug ins von uns übertragene Gerry Weber Open Finale, Nachricht muss her.
  • 15:40 Uhr
    Eilmeldung ++ Deutscher Vielseitigkeitsreiter tödlich verunglückt ++ Natürlich auch noch bei uns in der Sendung… :-/
  • 15:40 Uhr
    Anruf von 10 Leuten, die etwas wollen – u.a. der Chef – während man gerade improvisiert, um das Chaos zu beseitigen.
  • 16:00 Uhr
    DFB-PK fängt an.
  • 16:50 Uhr
    Die deutschen Handballer verpassen das WM-Ticket. Muss ich erwähnen, dass wir das übertragen haben?
  • 16:55 Uhr
    Buffon fällt aus, OMG!
  • 17:15 Uhr
    ++ DFB-PRÄSIDIUM FORDERT ZWANZIGER ZUM RÜCKTRITT AUF ++ Wieeeesoooooooooooooo?
  • 17:22 Uhr
    Der Kaiser darf weiter als WM-Experte im TV tätig sein. Huu, DA bin ich aber erleichtert, endlich mal ne gute Nachricht xD
  • 17:45 Uhr
    DFB-PK ist zu Ende. Was wurde da jetzt genau gesagt? Zwei Nachrichten müssen her.
  • 18.00 Uhr
    WM-Anpfiff: Spiel 1 von 4 am heutigen Tag…

Na wenigstens sitzt ich jetzt hier und kann sagen: „Ker, wat war dat aufregend!“ Macht ja auch schon n bisschen Bock, son vierstündiger Adrenalin-Kick, nich wahr.

Jetzt bin ich aber völlig platt und präsentiere euch lediglich noch das nächste Fundstück, welches abstruserweise irgendwie  auch meine heutige Gefühlswelt ein kleines bisschen widerspiegelt 😀 😀

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Kreativität ist gefragt

Nach der 1:5-Klatsche kommen mir jegliche Weltgeschehnisse relativ irrelevant vor, trotzdem kann man es ja mal versuchen.

Wie creme ich mir selbst den Rücken ein? Diese Frage wollte mir heute nicht mehr aus dem Kopf gehen, seit ich bemerkt hatte, dass ich genau ab der Höhe, wo meine Ärmchen nicht mehr wollen, aussehe wie Mr. Crabs xDD Abhilfe leistet das Internet, dachte ich. Also zack, „Recherche“ gestartet. Was für eine herrliche Entscheidung!

Erster Treffer (originaler Auszug): „Nehmen einen alten Gürtel, nicht zu breit, meiner ist etwa 4 cm breit, leg ihn vor dir auf den Waschtisch oder Badewannenrand, schmiere in der Mitte des Gürtels über eine Breite von ca. 30 cm ganz dick Bodylotion (musst es ausprobieren, es darf einfach nicht tropfen!). Aha.

Zweiter Treffer: Der befüllbare Sundo Homecare GmbH Lotion-Creamer. Sehr verlockend: „cremt und massiert zugleich“, heißt es.  Aber was, wenn dabei die Bräune abscharpt? Dieses Risiko kann ich einfach nicht eingehen! 😀
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Eher unspektakulär, für mich aber am vielversprechendsten – Treffer Nr.3: Sonnencreme auf einen langen Streifen Alufolie klatschen und dann wie mit einem Handtuch hin und her schubbeln. Ich werde dann morgen berichten, wie fett und unregelmäßig die Schicht ausfällt – und wie viel davon auf dem Boden landet. Ich bin gespannt.

 

Mal davon abgesehen, dass ich, wie bereits angedeutet, weiter fleißig an meiner Bräune und meinen Brustschwimmskills arbeitete, habe ich einen unschlagbaren Tzarziki und meine Liebe für einen DIN A2 Kritzelblock als Schreibtischunterlage entdeckt. Apropros entdecken: Das nächste Fundstück soll euch natürlich nicht vorenthalten werden: Also Vorhang auf für… tadaa!! Ein glitzerndes Pick Up im Brotkasten, das mal so richtig zum Knabbern einlädt 😀

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Auf der Arbeit war soweit alles wie gestern, nur werde ich jetzt nicht mehr Sarge, Sotschi oder Zoche-Woarst, sondern Sasa genannt. Das rührt daher, dass Hoffis kleine, blonde Tochter Sarah momentan nie schlafen gehen will, nachts Radau macht und immer laut „heeee, Sasa!!!“ ruft. Damit kann ich leben xD

Essenstechnisch ist auch alles im Lot, für die, die es interessiert 😀 Zum Frühstück gab’s heut – voll gut – Erdbeeren mit Milch. Mittags dann Pilzpfanne mit kleinen angebratenen Pellkartöffelchen, die so lecker waren, dass ich ausversehen meine Ration für abends gleich mitvernichtet habe. Hupala. Naja, dafür hat dann ein Salami-Brötchen, gespendet vom ZDF, hergehalten. War genug Butter drauf, um vorzüglich zu schmecken :)) Für Morgenfrüh ist schon fest die Schinkenwurst eingeplant, an der ich heute einfach nicht vorbei gehen konnte. Darauf freu ich mich schon jetzt…