Hach. Ein Tag, so seicht…

Zwei Stunden gepennt, topfit aufgewacht. Überall Licht, es riecht nach Toast vom Nachbarn. Was kann an so einem Tag noch schiefgehen? Nicht viel, wie sich herausstellte. 😉 Schließlich stolperte ich sofort über diesen tollen Hut, mit dem man so richtig beknackt aussieht. Bernd, Bernd, Bernd, du alter Camper…. Das Fundstück Nr. 4! 😀

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Beim Verlassen der Haustür direkt Ereignisalarm 😀 Ich geh zu meinem Vehikel, parkt ein Auto mit offenem Kofferraum vor mir. Drin steht ein kleines Kind mit Windel, Mutter sitzt auf der Kante. Und aus diesem besagten Kofferraum schnappe ich dann folgenden Gesprächsfetzen auf: „Mamaaaaaaa guck maaaal, ich mach Pipi im Auto! Hihihihihihi.“ Und die Mutter prustet einfach nur mega los, guckt mich an und sagt: „Was mach ich nur mit diesem Kind?!“ Made my day xDDD

Nahtlos grandios ging’s im Auto weiter. Bei Sonne und möchte-gern-Cabrio-mode wird mit einem fetten Restgrinsen im Gesicht ausgerastet: „I GET NO DOUBT! (Wua-wua wua wua-wua-wua…) YOU’RE NEVER GONNA KEEP ME DOWN! I GET NO DOUBT!“ Plötzlich der Schock! Ähhh, hat der da nicht gerade eher „I GET KNOCKED OUT“ gesungen? Wie jetzt? Ein kurzer google-Ausflug gibt Aufschluss darüber, dass ich Trottel knapp 15 Jahre aus voller Kehle falsch mitgebölkt hab. Zu meiner Verteidigung: Das Phänomen scheint verbreitet zu sein – und zwar in so epidemischen Ausmaß, dass Songtext-Seiten in Klammern „I get no doubt“ hinter den richtigen Songnamen schreiben, damit die Leute den Song, den sie suchen, auch finden 😀

Wie dem auch sei. Kurze Zeit später war der Schock verarbeitet, es folgte der routinierte Freibadgang. Die Dame an der Kasse brüllt auch einfach inzwischen nur noch „GUDDE!!!“ und winkt freundlich, während ich im Vorbeigehen meine wohl vorbereiteten 1,50 (passend, ha!) auf die Theke werfe. Nice 😎 Beim Rausgehen sind wir schon beim „Bis morgen, oder?“ angekommen. Ja, warum denn eigentlich nicht – ich nehm sie beim Wort.

Auf dem Rückweg hatte ich dann meinen geistigen Tiefpunkt. Ich wunderte mich über ein bizarres Werbeschild vor einem Parkplatz. „BAR-ANKAUF“ stand drauf. Gehirn sagt: „Hmmm, das ist aber ganz schön speziell, gebrauchte Bars anzukaufen. Sowas haben die meisten doch gar nicht…“ 😀 Dann sieht das Gehirn ein Auto über dem Schriftzug und fragt: „Hääääh, was hat denn bitte ein Auto mit Bars zu tun?!“ Uhhh, ich sag euch: der Groschen viel lange… 😀  Vielleicht waren die zwei Stunden Schlaf doch nicht so gesund. 😉

Was macht man, wenn man im Tief steckt? Richtig, Energie tanken – also zum Beispiel was essen. Halb 1 verspätetes Frühstück bei Kebab Royal, läuft. 😀 Mal davon abgesehen, dass das Dönerfleisch extrem göttlich war, ein wirklich lohnenswerter Ausflug dank einem nonstop mich zutextenden Dönermann, der mich rundum über das Restaurant- und Clubprofil der Stadt Mainz informierte. Die ein oder andere Sache guck ich mir die Woche vielleicht mal an.

Während ich dann da saß und meinen Döner 20 Minuten lang versuchte, in meinen geschrumpften Magen zu pressen, verfolgte mich die nächste Werbung. Neue Capri-Sonnen-Kampagne. „Da geht die Sonne auf. Und zu.“ Ihr wisst schon, wiederverschließbar und so. Der Spruch ist ja ganz cool, aber dann richtig geile interne Reaktion: Welcher Wurm muss denn ne Capri Sonne zumachen? Die ist doch in drei Zügen weg! xD Ich sollte den Kontakt mit Werbung in jeglicher Form eventuell vorübergehend vermeiden. 😀 😀

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Eine Pokémon-Folge später kam ich total entspannt auf der Arbeit an, total entspannt ging ich 8,5 Stunden wieder raus. Keine Toten, kein Programmwust, kein Telefonterror. Haaaaah 🙂 Bei Argentinien – Bosnien Herzigowina müssen jetzt nur noch 4 Tore in der zweiten Halbzeit fallen, damit mein Tipp stimmt; dann geh ich ins Bett, ein bisschen Schlaf nachholen, damit euch  substanzlose Gedankenabschweifungen wie heute demnächst erspart bleiben.

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