Safety first

So wird man doch gerne geweckt. Tag 2 in Buenos Aires begrüßt uns um 5:30h – und das ohne Jetlag. In unseren Kokons haben wir 1a spartanisch auf nem freien Bett voller Farbkrümmel gepennt 😀 Allerdings wär ich gestern glaube ich auch auf einer Groß-Baustelle eingeratzt. Thomas, der Mathias und mich mehrmals sanft überzeugen musste, die Embryonalstellung auf dem Sofa zu verlassen, kann das sicher bestätigen.

Frohen Mutes ging’s direkt nach dem Frühstück in ein gediegenes Viertel. Die Erkenntnis des Morgens: Es ist nicht unbedingt safer, ein offizielles TAXI zu besteigen. Warum? Wir setzen uns hinten rein: Keine Anschaller (eigentlich überhaupt nicht der Rede wert, da Standard). Keine Kopfstützen auf der Rückbank (joaa). aber hmm: Irgendwas sieht doch komisch aus, oder? Hat die Rici vorne einfach auch keine Kopfstütze am Beifahrersitz… xD Das sieht bekloppt aus, sag ich euch. Die blinkende Motorleuchte und die komplett leere Tankanzeige rundeten das Bild ab. Hier wird die Verkehrstüchtigkeit gelebt. 

Einen Faible haben die Argentinier anscheinend auch dafür, super protzige Objekte zu bauen, um sie dann verrotten zu lassen. Gut für uns – denn das beschert uns ziemlich coole Fotos. Unsere heutige Ausbeute: der Friedhof der Reichen in Recoleta. 

 

 

Zu unserer Überraschung gibt’s aber auch total viele Grünflächen und schöne Parks. Nach längerem Märschen durch die Straßen, die in Ricis knallharter Jogging-Welt immer nur „ein paar Minuten dauern“ :D, belohnen wir uns hier und da mit einer kleinen Siesta. Wir sind schon Würstchen – das muss noch besser werden :)) Zur Stärkung gibt’s permanent irgendwelche mega leckeren Snacks. Hier kann man sich als Fleischfresser echt an jeder Straße austoben. Abends haben wir jetzt einmal gekocht und einmal im Restaurant gegessen – so oder so, rausgekommen sind natürlich Steaks. 😀 Aber was für Dinger! Riiiiichtig zart. Etwas unkonventionellere Fleisch-Ideen haben die Argentinier zwar auch im Petto. Gehirn und Dickdarm muss dann aber doch nich so sein… 


Zwei gute Stories gibt’s noch zum Thema Wein, das soll’s dann für heute gewesen sein 😉 Nr.1 – kaum peinliche Szene im Restaurant. 😀 Wir sind in nem richtigen Schicki-Micki Steakhouse (Don Julio) und bestellen die billigste Flasche Fusel-WEISS!-Wein, die wir erspähen können. Kommt der Ober an mit Weinhalterung, Kühlung, allem drum und dran, präsentiert Rici die Flasche und lässt sie vorkosten. Wie unangenehm 😀 Das Testurteil: süß, fruchtig und süffig. Genau unsere Liga, Herr Oberkellner… xD Zuhause haben wir das Ganze noch übertroffen und nen Wein für umgerechnet 1,20 € gekauft. Kommt zum Öffnen das extra mitgebrachte Taschenmesser zum Einsatz – whoops Korken zerfleddert und richtig in der Flasche am Abkrümmeln. Was macht Thomy? Holt n fettes Nudelsieb aus der Küche und schenkt uns gefiltert ein. Natürlich mit ner Glas-Tisch-Quote von 1:2 :DDD Aber hat dann wohl gemundet…

 

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