Cut!

Hallo liebe Leuts! Sorry. Ich weiß, ich hab mich vor dem großen Trip-Fazit gedrückt. Aber glaubt mir: Ich habe die Faulheit genossen! 😀 Nee, im Ernst. Es war erst echt chaotisch und dann plötzlich gefühlt schon wieder viel zu weit weg. Wer weiß, vielleicht liefere ich unseren Patagonien-Blitz-Besuch in einer ruhigen Stunde mal nach. Jetzt muss aber anderes besprochen werden, denn habe ich mich in ein neues Abenteuer gestürzt: München. 🙂

Seit Sonntag bin ich hier und kann sagen: Ich bin angekommen. Dabei prophezeite mir doch ein weiser Taxifahrer, der vermeintlich Philosophie studiert hat: „Also ich sag mal… chhhhhl *Klinni-Schmerz-Gedächtnis-Geräusch* … München ist schwer. 10, 15 Jahre brauchst du schon, bis du so langsam klar kommst, dich hier auch nur ansatzweise wohl fühlst. Bis du auch weißt, dass du als Wesen hier rein passt.“ Da mag wohl einer keine Haxen, Bier und Sauerkraut. 😀

SkyWie dem auch sei, mein neuer Job ist großartig. Ich verzichte an dieser Stelle – auch aus juristischer Ausgefuchsheit – auf Details. Döner-Teller für 3,10 inner Kantine und diese zwei herrlichen Fotos der kreativen Arbeitsumgebung müssen da mal ausreichen.  Für einen Brezel-Mitbring-Service hab ich mir sogar sofort eine Mitfahrgelegenheit beim Arbeitskollegen erbeutet. Mein Auto chillt jetzt auf dem nächstgelegenen kostenlosen Parkplatz – drei U-Bahn-Haltestellen von meiner Wohnung entfernt. 😀 Die ist allerdings auch n Knaller. Hab mich hier super ausgebreitet und Donnerstag erstmal das Revier markiert – mit 1a Steakgeruch, der selbst heut am Samstag noch nicht so richtig verfliegen will. Was will man mehr? Ich geb euch mal einen kleinen Einblick. Ein Highlight, auf das ich dabei explizit hinweisen möchte, ist mein exklusiver und sowas von nicht veganer Schmuckhalter. xD steinheilstr_kleinHier ist es zwar schön und gemütlich, draußen lässt es sich allerdings auch bestens leben. Meine bayerisch-christliche Taufe inklusive 2,5 Mass Bier hab ich schon hinter mir. Gestern Abend ging’s mit Steffi, die Thomas und ich vom Sonne-Mond-Sterne-Festival kennen, und ihrer Hood zum Starkbierfest. Vollständig akzeptiert werd ich von der Gemeinde aber erst, wenn ich zur nächsten Feierlichkeit in Dirndl erscheine. starkbierfest_collage_kleinAber das steht ja eh schon auf dem Zettel. Die Top-Erkenntnis des Abends sieht anders aus: Menschen, die um 14h anfangen, Starkbier zu trinken, schauen ziemlich lustig drein und reden quatsch. Wer hätte das gedacht?! :))) Mein Highlight: Die Diskussion, ob es sich bei dem Objekt der Begierde denn jetzt um ein Einhorn, um Pegasus oder doch um die auf der Hand liegenden Kombination – ein Pilgerhorn – handele. 😀

Obwohl ich recht fies aufgewacht bin, gab’s heute Morgen an meinem ersten freien Tag in München gleich eine nette Begrüßung. Dickster Sonnenschein vor meinem Fenster rief: „Holaaaaaaaa!“. Nach einem technischen Malheur, das mich vom Seriengucken abhielt, dacht ich mir deshalb: Och joa, nimmste das Angebot doch glatt mal an und startest eine übertriebene Sari-von-0-auf-100-Fahrrad-Tour mit Alex (mein Zwischen-Vermieter) Fahrrad. Bildschirmfoto 2015-03-07 um 09.11.34

Aber nix da, zu früh euphorisiert. Die harte Wahrheit per Whatsapp lautet: „Ich würd’s dir ja super gern leihen, aber da wirst du definitiv nicht hochkommen bzw. eher an der ersten Ampel umfallen.“ xDDD Naa guuuut. Dann geht’s halt nur 1,5h zu Fuß zum Seehaus im Englischen Garten ne heiße Schokolade trinken und danach erste Shopping-Luft schnuppern. Direkt am Eingang des Parks beste Szene überhaupt 😀 : IMG_9097 Ein Mann versucht sich hinter der Abgrenzung face-to-face mit den Gänsen zu unterhalten. Finden nur leider die Gänse nicht so cool. Pöbeln total rum, sodass der Held erstmal die Flucht ergreift. Hahahaha, herrlich… Äußerst erquickend war aber auch das erste Aufeinandertreffen mit der Schickeria. Sonnenbrille, Pelz, unfunktionale Gesichtsmuskeln: Stani. eg_collage_klein Nachdem ich dann am Marienplatz Zeuge vom „großen Glockenspiel“ um 12h wurde, hab ich mich erstmal um die wichtigen Dinge gekümmert. Im Touristik-Center bring ich die Dame hinterm Schalter mit meiner Bräuhaus-Guide-Anfrage zwar etwas ins Schwitzen, aber am Ende steht der Success. Mit solchen Grundlagen kann ich arbeiten. Im Gegensatz zu den ersten Klamotten, die ich so gesehen habe. An der Fensterpuppe richtig schnieke, an mir eher mit dem Charme eines Kartoffelsacks. Da… äh…. muss ich mich wohl noch ein bisschen reinfuchsen. 😀 Machte aber nix, mein guter Mittagssnack im Zeichen der Integration tröstete mich über die optische Schmach hinweg. Nom, nom, nom! nuernberger