Letzte Bonbons der Landratten

Juhu, heute geht’s aufs Schiff! Tröööööööt 🙂 Um uns optimal auf das Lotterleben vorzubereiten, haben wir die letzten Tage sicherheitshalber schon mal maximal gechillt. Nix Sightseeing, nix Hostel oder Motelhopping. Strand und Hotel-Pool-Oase war angesagt. Aktivste Handlung: Entlangschlendern der Promenade und naschen in Form von Lobsterroll, Fudge und Sangria.

  
Insidertipp: Vergesst den Sonnenuntergang von Key West – die Hauptattraktion der Insel ist Tiffy, unsere Hotel-Mami. Die war der absolute Knaller! XD Mal abgesehen davon, dass sie einem jeden Wunsch im Handumdrehen erfüllt, macht sie jedes Aufeinandertreffen zu einem Event. Wie so’ne Art toughe Voodoo-Barfrau 😀 Wir hatten so viel Spaß. Am Tag der Abreise hat sie uns auch einfach die Rezeption überlassen, weil ich was drucken musste und Thomas, ihr Sweet German Engineer, das WLAN zu reparieren versuchte. Herrliche Szenen spielten sich ab, die damit endeten, dass Tiffy uns fett knuddelte und „Oh my god, my Little Babies are leaving!“ durch die Lobby rief. Das war mal echt ein Aufenthalt. 

  
Auch in Miami muss von einem Hotel-Knaller berichtet werden. Hach, ich kann mich jetzt noch bepinkeln vor Lachen. 😀 Ausgangslage war die: Ich hab Thomas zum Master eine Nacht im fetten Hotel organisiert. Er wusste nix Genaues und ich hab die Lage herrlich naiv unterschätzt. Wir fahren vor (mit unserer kleinen Hyundai Schüssel). Erste Reaktion: ääääääh. 😀 Wir stehen zwischen Ferrari und Porsche, vor Kopf die Yachtparkplätze mit so heftigen Geräten. Hahahaaha. 6 Concierges wirbeln herum – einer rennt auf uns zu. Scheibe runter (von unserem völlig zugemüllten, sandigen Hyundai): „Hello, we want to check in!“ 😀 Mit einem Oh-mein-Gott-haben-die-sich-verlaufen-Stempel auf der Stirn weist er uns an, wo wir parken können. Schön. „Do you need help with the luggage?“ Na claro que si! Raus aus dem Auto, Danny will take care of everything Ms. Sotsche – und zack, schneller als wir gucken können ist unser Auto-Schlüssel weg. Ok, das Parkproblem bzw. Parkhausabfahren hat sich damit erledigt. Kashing! xD Ganz „souverän“ folge ich Lobbyboy Danny in Flipflops und ausgewaschenem Tanktop aufs Zimmer und drück ihm „ganz lässig“ beim Gehen einen Schein in die Hand. „So macht man das doch, oder?“ 😀 Lachen wir uns danach kaputt, daran denkend, dass sich irgendson Hans grad in unsere super Müllschleuder setzt. XD Aber egal, all der Scham war es Wert. Das Zimmer und vor allem der Ausblick war dann so wie erwartet: schick, aber noch von dieser Welt. 

  
Am Abend gings dann noch nach Little Havana, Atmosphäre auf der Straße abgreifen. Atmosphärisch wurde es allerdings schon im gratis Nahverkehr. Ich sag nur: Wenn ein Penner den anderen Penner nach Change fragt, dann weißt du, du bist im Metromover. XDDD Auf der Straße und vor allem in der Promenadenmall setzte sich das Theater fort. Der eine schreit dich an, dass er dich kenne. Der andere erzählt dir was von Rommels Explosionen. Richtig Panoptikum. War schon immer so: Oh, wir müssen uns mit unserem Sub in die Nähe von Leuten setzen, oh oh… 😀 Aber bis auf Ohrenkrebs hatte es keine Auswirkungen. Im Gegensatz zu meinem neuen Mückenstich, den ich mit dem Titel „Finde den Fehler in Sachen Körperteilproportionen“ versehen möchte. 

  

Auf und ab, Hovercraft 8-)

Rrriiing – ausnahmsweise gab’s heut Mal wieder einen frühen Wecker. Mit Aussicht auf drei Stopps in den Everglades – eine unserer leichtesten Übungen. Drei Empanadas und eine Tanksfüllung später stehen wir schon vor Captain Bobby, unserem Airboat-Master. Blaue Latzhose, Zähne nahe der Anarchie, aber immer schön Vollgas und nen flotten Spruch für die aufgeregte Omi hinter uns auf den Lippen – wir hatten ihn sofort ins Herz geschlossen, den Bobby. 😀 Eine Stunde daddelten wir durch die Sümpfe. Mit im Angebot: Racoons, diverse exotische Vögel und natürlich auch ein Aligator. Neben den Rasereien durch die Wurzeltunnel der Bäume bleiben mein persönliches Highlight allerdings die super fancy Operator-Headsets. Die machten schon was her, erst recht bei Thomas in Kombi mit Sonnenbrille. 🙂 

  
Im Anschluss ging’s auf eigene Faus weiter. Loop Road heißt das Schmuckstück, das uns die besten Einblicke des Tages beschert. Auf 26 Meilen Schotterpiste im Reservat liegt hier mal n Aligator auf der Straße, balzt da mal ein Vogel herum… sogar ne Schlange wird Zack, mal eben aus dem Auto geknipst. Auch wenns keine Python geworden ist und Thomas den Rest des Tages jeden Baum vergeblich abgesucht hat, ob er nich noch ne coolere findet, bis ihm die Aufen wehtaten. XD Echt 1a der Trip: besser sollte nur noch der Anhiga Trail sein, ein Weg über Wasserstege. Floppte kaum, dass wir ausgerechnet für den Trail 20 Dollar Nationalpark-Gebühr latzen mussten und der mal end abstank. Aber Wayne, der Rest war ja feinstes Amüsement. Auch dank Moskito-Spray-Resten aus Argentinien sind sogar noch alle Gliedmaßen dran. 

  
Einen kleinen Nachtrag gibt’s noch zum Vortrag, da stand ja ursprünglich Miami South Beach auf dem Programm. Wir haben jedoch wieder so ne Schote gerissen, dass wir letztendlich erst bei Sonnenuntergang ankamen. 😀 Schuld ist: Chuck, unser Motel-Besitzer. Macht voll auf Homie, gibt uns einen Bomben-Tipp nach dem Motto „auf dem Weg nach Miami gibt’s den besten Strand überhaupt! Hier abfahren, da für 5 Dollar parken und dann n bissle runterlaufen, bis zum richtigen Beach.“ Jaaa… Haha. Wir wollten einfach nicht aufgeben und sind immer weitergelaufen, bis wir an dem glorreichen Beach waren: 3. Ganze. Stunden! XDd 

Dass der Strand dann hässlicher war als ALLE zuvor und wir am Ende ein Taxi nehmen mussten, um unsere ablaufende Parkuhr im Norden zu verlängern und uns dann dort noch mal wenigstens für eine Stunde hinzulegen, das dann aber abbrachen, weil der Wind einem nur Sand in die Visage blies, wir anschließend mit dem Auto zum hässlichen Strand in den Süden fuhren und dort neben nackten Opis ne Runde kniffelten, sei an dieser Stelle für einen kleinen Schumzler kurz erwähnt. 😀 Aber wunderhübsche Privatstrände mit Luxus-Apartments haben wir auf dem Weg gesehen. Wenn man ein paar Meter zu weit neben dem Wasser lief, hatte man aufgrund der Schilder zwar Angst, dass man mit ner Schroti abgeknallt wird, aber hey! XDD YOLO

  
Doch auch das Überstanden wir mit einem dicken Gelächter im Nachhinein. Und das Art Deco Viertel am Ocean Drive ist ja eh viel hübscher im Dunkeln, sag ich mal als alter GTA Vice City Profi 😉  Sogar das berühmte Versace-Haus, auf dessen Treppen Gianni Versace 1997 ermordet wurde, haben wir noch gefunden. Es läuft also prächtig. Morgen heißt es, ab nach Key West! 

  

Monsun tropicana

Ajajaj, was ein Hellride an den Everglades vorbei. Gut, dass wir unsere Pläne umgeschmissen haben – sonst wäre das da unten unsere Aussicht auf Aligatoren und Co. gewesen… XD Bei dem, was da an Wasser runterkam, hätten wir wahrscheinlich eher gleich ne Runde mit denen plantschen können. So haben wir uns tapfer mit Warnblinklicht auf dem Highway nach Fort Lauderale durchgeschlagen, wo uns erst mal blauer Himmel empfing. ERST MAL.


Denn kaum hatten wir unser Auto am Strand abgestellt, zog es sich zu. Very classy! xD Also aufgegeben und stattdessen eine Walking Tour an den Kanälen vorbei gemacht. Schließlich ist FL ja das „Venedig Floridas“. Nur mit dem Unterschied, dass hier an jedem Kanal eine Mansion – und va. eine Prachtyacht neben der anderen logiert. Sah alles echt schick aus, auch der berüchtigte Las Olas Flanierboulevard, bis: der nächste Wolkenbruch kam. Der nutste und so hart, dass wir uns irgendwann voll durchnässt, nach 2km und einem beinahe Hexenschuss wegen Überschwemmung in den Flip Flops 😀 in ein Taxi retteten. Der garstige Fahrer fuhr uns etwas widerwillig zurück zu unserem Auto am Strand, inkl. Baustelle und Brücken-aufgeh-Pause, nur um dann mit WLAN zu sehen, dass sich unser Motel genau an der Stelle befindet, wo wir aufgegeben haben und ins Taxi gestiegen sind. XDDD Schön, schön, schön. Immerhin kannten wir dann den Nachhauseweg aus dem Effeff.

Angekommen im Motel wollten wir uns nur umziehen und dann zur Mall fahren, um bei dem Regen Outlet-Shopping zu betreiben. Wir kommen raus aus dem Zimmer – strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Öh, Rückzug und schnell in die Badesuits werfen! XD Es zählt jede Minute – tatsächlich bekommen wir ne volle Stunde Strand bei Sonne! Juhuuuuu. 

  
Wir sind so euphorisch, dass wir uns entscheiden, abends schön essen zu gehen – und zwar im Sweet Nectar. Und das war die beeeste Entscheidung ever. Tapas, Sangria, Live-Gitarre und unfassbar gutes nachbestelltes Fleisch, das wir aus Futterneid noch nachbestellt haben xD Nahezu legendär auch die beiden Top-Fragen des Abends. A) Hat Sarah die Kellnerin nach 1,5 pitchern Sangria gerade ernsthaft gefragt, ob sie ihren (Mini-)Van wegstellen kann, anstatt den überdimensionalen Hobvercraft-Ventilator etwas von ihr weg zu richten. 😀 B) Spielt der Guitarren-Dude eine Version von „tschetschederetsche, tschetschederetsche“? Die Wette läuft… und wird am Ende des Abends natürlich nicht wie geplant anhand eines Abgleichs via youtube-Suchbegriff  „tschetschederetsche latino acoustic version“ aufgelöst. Wir werden es wohl nie erfahren. 😀 Wie auch immer. Gleich geht’s nach Miami –  bienvenidos a Miami!!   

Strand – Gewand – verrannt (©Thomas)

Nach einer epischen Runde „Herr der Ringe“ im US-Fernsehen ging’s  am Morgen danach gleich weiter auf unserer Route. Das erste Ziel:  Historic Ybor – ein kaum verrücktes kubanisches Viertel in Tampa. Besonders Preisen können wir den stadteigenen Walk of Fame mit kreativen Botschaften der Bürger. Aber auch die allgemein herrschende Chicken-Manie hat imponiert. 😀

 
Anschließend wurde es mit Clearwater, St. Pete und Naples strandig – auch wenn die Sonne mal so gar keinen Bock hatte. Da wir’s abgesehen vom Promenaden- und Pier-Hopping ruhig angingen, erspar ich euch ausnahmsweise mal die Details und lass die Bilder sprechen. Nur zu eurer Info: Gibt wetterbedingt ne kleine Planänderung. Morgen ist schon Fort Lauderdale dran – die Everglades durchsumpfen wir erst am Dienstag. 🙂 

   
   

10 Stunden Spaß und der Freefall-Tower xD

  Auch ohne Sonnenschein hat uns Florida doll empfangen. Zunächst mal in Gestalt des puerto ricanischen Hertz-Mitarbeiters, der uns erzählen will, dass ein Porsche Cayenne Upgrade doch genau das Richtige für uns sei – UND er Optimus Prime’s Part in den Universal Studios spreche. Ja nee, is klar Pedro. 😀 Kleinwagen vermieten kann er aber auch: Wir bekommen wie in Chile einen Hyundai Accent – mit Aux-Eingang, USB und gerade mal 800 Meilen weg. Läuft bei uns! ✅ Am Abend feiern wir unsere Motel-Premiere im Super 8. Gratis dabei: ein regelrechtes Wolken-Spektakel, ein Regenbogen und „Outlet-Stores“ (Träller-Stimme aus). Ok, gratis nehm ich in Hinblick auf Punkt drei zurück, aber super günstig waren die drei Bikini-Kombis allemal – und beeeaauty! Mit Thomas Shopping-Nase und 70% Discount – kein Problem! 🙂 

  
An Tag zwei steigt das Euphorie-Level um 8:50h ins unermessliche. Ich sitz im Universal Rock It Rollercoaster und werde den komplett senkrechten „Berg“ raufgezogen. Oben angekommen ertönt „Keep on rollin Baby –  put your hands up, put your hands up!“ – Limp Bizkit hab ich mir als Soundtrack zum Höllenritt ausgesucht. Und dann geht’s rund. Bäm, das nenn ich mal n Aufwärmprogramm. Bis zum Abend ziehen wir durch und nehmen alles in den zwei Parks mit, was einigermaßen aussieht. Unsere Highlights: eine übertrieben nasse Wildwasserbahn, lustige Fressbuden im Jurassic Park District und die Harry Potter Welt inklusive Zauberstäbe, Butterbier und Gleis 9 3/4. Die tödliche Hippogreif-Achterbahn, die man auch el Rücken-Destroyer hätte nennen können, sei davon mal ausgenommen. 😀 

   
   
Aber dann… xD Thomas hat sich trotz Mudder-ähnlichem-Anti-Bauchkribbel-und-Schleuder-Syndrom mit Spass durch den ganzen Park gekämpft und sitzt unten im Freefall-Tower. Froh, dass ich ihn dazu gebracht hab mitzukommen, strahle ich wie ein Honigkuchenpferd in meinem Sitz und gucke nach links, als wir echt heftig schnell nach oben geschossen werden. Und was ich da sehe! Sein Kopf: ein einziger purpurner Knubbel (sei mir nich bös :-*), seine Atmung: nicht vorhanden. Emotionale Verwirrung, die zweite. Es sieht ja schon lustig aus, aber Alter. Ich brüll ihn nur an: „Du musst atmen, Thomas du musst atmen!“ Das Runter, die eigentliche Krux, haben wir überhaupt nich mehr wahrgenommen. Unten angekommen lachen wir uns beide kaputt. Und dann sagt er einfach furztrocken: Kannst mir doch nich erzählen, dass das eine Form der Freude auslösen soll. XDD Damit war dann auch alles gesagt. 

  Eine 2h Fahrt nach Tampa besiegelte den coolen Tag, gleichzeitig aber auch den Untergang meiner Kniekehle/Oberrückwade. Denn frecherweise hat sich anscheinend eine mutierte Bernstein-Mücke aus dem Jurassic Park Discovery Centre ins Auto eingeschleust. Da ist sie, die dunkle Seite der Subtropen xD Passt aber optisch ganz gut zu meinem hyper eskalierenden Lippen-Herpes, den ich – praktisch mit Ansage – dem Hostel-Monster vom Mädelsklo zu verdanken habe. Argh. Naja, naja. Was heute noch in Tampa ging, erfahrt ihr morgen. Wir gehen nun pennen 😉 

Volle Hostel-Ladung

Und schwups… unsere Tage in Washington sind gezählt. Super Stadt wieder! Gefühlstechnisch sind viele Hochs und wenige, aber einprägsame Tiefs zu vermelden. Dreh- und Angelpunkt: unser Hostel. 1a Küchenausstattung, die zwangsweise in einem Whole-Foods-Einkauf und einer Kochsession endete, alles sauber, WLAN, kurz: perfekte Bedingungen. Wäre da nicht „La Toilette“ 😀 Beste Szene gleich am ersten Morgen. Thomas: „Oah, was ein Nuts mit diesen fetten Türspalten aufem Pott. Auch noch schön frontal, dass man sich gar nich beobachtet fühlt. Voll lurchig!!!“ XDDDD Fast Tränen gelacht. Mein böses Erwachen gibt’s den Tag drauf, als ich das Klo beim Zähneputzen mit der elektrischen Oral B im Maul gepardartig verlasse. Ich sag nur Bio-Hazard: Frauen sind solche Monster! Zum Ausspucken muss ich noch einmal zurück – fast mein Untergang. Mich schüttelt’s jetzt noch… 😀

 

Kurzer Schock: Ist unser Hostel eine Ruine? xD

 
Kommen wir aber zu den erfreulicheren Sujets: der Stadt an der frischen Luft. Vom Weißen Haus bis zum Lincoln Memorial nehmen wir alles mit, was geht. Besonders cool: Das kostenlose Air & Space Museum plus IMAX-Movie über Spaceshuttles und künftige Mars-Missionen und der Arlington National Cemetery. Krasse Memorials, das Grab vom unknown solider inklusive Militärszeremonie: über zwei Stunden waren wir allein auf dem Friedhof. 

   
   
Abgerundet haben wir unseren Trip in Georgetown. Mit einem eisernen mega Walk (allein der Rückweg von der letzten Station zum Hostel war knapp 20 Blocks weit xD) haben wir’s bis zur berüchtigten Uni geschafft und neben zig coolen Häusern und Straßen auch noch unseren ersten Five Guys Burger mit Bacon & Cheese ergattert. Ein Traum! Jetzt geht’s ab nach Florida in wärmere Gefilde. Wir freuen uns schon mega!

    

Ein ❤️ für Philly!

  Ooouw, Philadelphia ist sooo cool. Schade, dass wir schon wieder weiter hoppeln. Süße Straßen und Lädchen, goldenes Lichtflair – hier lässt’s sich echt aushalten. Auch in Sachen Gourmetrerei lässt man hier nix anbrennen. Von Pommes frittiert in Entenfett über Dry Aged T-Bone aus dem Schaufenster gibt’s eine Perversität neben der anderen. Im wahrsten Sinne des Wortes, schaut man sich die Ladendeko genauer an. xD 

 
  Den nächsten Volltreffer haben wir mit unserer Unterkunft gelandet, die – nichts gegen Gabes aufblasbaren Tigerkopf aus NY 😀 – echt was hermacht. Dusche funktioniert, Klima bekommt das Prädikat „nicht eskalierend“. Check. Sogar ein N64 versteckt sich in der Kommode. Da sind die 5 Sterne bei Airbnb reinste Formalität. Vom Apartment aus konnte dazu so ziemlich alles per Fuß erlatscht werden. Am Tag, am Abend – ne schöne Ecke gab’s in jeder Straße. 

  

Absolutes Highlight war aber natürlich der Ausflug zum NFL-Match. Wahnsinn, was die Amis da abfackeln!!! Das Tailgaten zum Vorglühen auf der Parkplatz-Area sprengt alle dagewesenen Rock-am-Ring-Grenzen. Tonnenweise Essen, XXL-Barbeques und richtig mühevoll hergerichtete Eagles-Trucks als Rudel-Basen so weit das Auge reicht. Wir stürzen uns morgens in die Crowd und kennen schon nach den ersten 50 Metern von der Bus-Halte Enricos halbe Lebensgeschichte. Er will uns Sandwiches, Bier und Tshirts klarmachen – aber erst ab 11am versteht sich. Vorher ist Alkohol-Ausgeb-Verbot. Dass unser Plan, später noch mal zurückzukommen natürlich fehlschlug und wir auf dem Rückweg nach dem Spiel in eine Seitengasse flüchten, um uns vor Rico zu verstecken, muss an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. xDDD

  
Am Stadion angekommen amüsieren wir uns prächtig darüber, dass sich  alle Vorurteile über Amis zu bestätigen scheinen. Der Gipfel der Lazyness: Die Rolltreppen zu den Oberrängen. Lohnt sich, dafür 10 Min anzustehen. xD Ebenfalls mit unter den Top 5 – der völlig überdrehte Animateur aka. Sicherheitsbeauftragte, der sich benimmt, als hätt der hart gekokst. :DDD Ein Bild für die Götter. Dass, der da nicht runtergeknallt ist, war noch das Verwunderlichste. 
Das Spiel selbst war auch echt Hammer. Spannend bis zum Schluss, dramatische Oh- und Ah-Momente plus Trashtalk auf der Tribüne – alles dabei. Gänsehaut gab’s gleich mal zum Auftakt – und wie: Erst Totenstille für Paris, dann die inbrünstig gesungene Nationalhymne und dann heftigste Jubelschreie, als der Stadion-Adler zu den letzten Tönen durchs Stadion gleitet. Amis, Meister der Inszenierung, denk ich mir und weiß nicht, ob ich gerade völlig aus dem Häuschen bin oder ob mir das viel zu cheesy ist. Ich bin offiziell emotional verwirrt. 😀

   
 
Der Tag endet perfekt – in der historischen Olde City. Denn wie es der Zufall will, steigen wir an einem Winter Wonderland Square aus, in dem gerade eine Lichtershow beginnt. Dazu gibt’s Glühwein, wenn auch ekelhaften. 😀  Im Bett sind wir uns einig: Wir können noch nicht los lassen! Also Zack: 6:30h, Wecker aktiviert! Denn da wäre ja noch eine kleine Sache zu erledigen – und sei es vor unserem Bus-Transfer nach Washington bepackt wie die Esel. XDD 

   
 

Winke, winke NYPD

Da isser schon: Unser letzter Tag in New York. Viel ist nicht mehr auf der Liste. Wir haben uns brav die Füße plattgelaufen, um nicht zu sagen Hornhaut erster Klasse kreiert. Naja, Sari jedenfalls. Thomas kann stolz auf seine wanderungsresistenten Hobbit-Füße sein. :DD Zur Feier des blauen Himmels gönnen wir uns doch noch das Empire State Building,  Latschen schön die High Line und noch mal schön die 5th Avenue runter. 

   

 Im Meatpacking District wurden wir verrückter Weise auf den letzten Metern noch Zeuge eines Drehs. Krasses Equipment wurde aufgefahren, aber da die nicht aus den Puschen kamen, haben wir zeitig die Kurve gekratzt. Schweren Herzens nehme ich auch Abschied von der NYPD. Dieses Wort finde ich nämlich so toll, dass ich jedes Mal, wenn ich ein Polizeiauto sehe (und das passiert alle halbe Stunde kann ich euch sagen xD) Thomas wild anyelle mit: „NYPD, drop your weapon!“ 😀 Der Satz wird bei Belieben auch je nach Situation angepasst, wenn Thomas irgendwas bestimmtes einmal kurz unterlassen soll. Herrlich 😀 Jetzt geht’s weiter nach Philly!!

  
 

Brooklyn’s Finest

  „The Bass, the Beat, the Melodie!“, hallt es über die Brooklyn Bridge, als wir angesichts der anstehenden Tagestour unserer Euphorie über die gute, alte Brooklyn Bounce Dynastie freien Lauf lassen. Dödödödö, dödödödö!!! … XD (Das wir wohl nur mein Bruder verstehen, aber sei’s drum. Vll freust du dich ja Thadhäus. :D) Angekommen auf der anderen Seite gibt’s erst mal ne schöne Ladung Regen, aber immerhin auch einen netten Ausblick auf Manhatten. Passt. Mit dem Charme eines Fischkutter-Seemanns gebe ich vor der Kamera alles. Schließlich ist schlechtes Wetter ja keine Ausrede für eine mickrige Fotoausbeute. Das Ergebnis seht ihr hier: 

 

Um das Foto-Niveau nach oben zu korrigieren, haben wir uns anschließend nach Williamsburg geschleppt – ein Stadtteil, der für seine Streetart berühmt ist. Nach kurzer Irrung in ein Ghetto, in dem wir nix an den Wänden finden, das oberhalb der Wattenscheider ACAB-Liga rangiert, findet Thomas die richtige Straßen. Merke: Williamsburg East <> Williamsburg West. Zwar auch übelste Abfuck-Garagen-Gegend, aber  eben immerhin bunt.  

  

 So und was macht man am Besten, wenn man ganz im Norden von Brooklyn ist? Srischtisch! Mit der Metro ganz in den Süden fahren  – ist doch klar. Dauert nur gefühlt 100 Stunden, aber wir haben ja gleich Missionen: 1. Nach dem berühmten Original Käsekuchen noch ne Pizza bei L&B essen und 2. Coney Island auschecken. 😀 Step 1 – Pizza: „Woher hattest du den Pizza-Tipp noch mal?“ … „Ah ja, und den Namen gibt’s aber auch wirklich, oder werden wir da gleich nur einkassiert und geraped?“ 😀 Berechtigte Frage muss man sagen. So richtig einladend sieht die Gegend nicht aus. Auch die beiläufige Ladenbesitzerin-Bemerkung über den gerade vor uns ablaufenden Gasbrand auf der Straße, nach dem Motto: „Och, ist das Ding nich gestern schon mal explodiert“ unterstreicht die Situation evtl. ganz subtil. 😀 😀 Egal. 

 Angekommen bei der tatsächlich existierenden Pizzeria sind wir erst mal kurzzeitig verwirrt. Es gibt Slices, XXL Cheese Pies und Siciliam Cheese Pies – aaachhhaaaa. Auch gut zu wissen: Slices werden in dem Laden grundsätzlich nich belegt, da viel zu aufwändig. Na gut, dann mal her mit dem Monster Cheese Pie + Salami und Woarst Topping! 😀 Am Ende muss man sagen: Alles richtig gemacht, war massivst. 
Ein Spaziergang durchs völlig runtergekommene Coney Island, weil gerade keine Jahrmarkt-Season zu sein scheint, erlöst uns von der fressbedingten Schnappatmung. 😀 Fasziniert von dem leuchtenden halb abgebauten Ding, dem Sandstrand und den Nachtanglern finishen wir unsere Tagestour  zufrieden bei Windstärke 10.

  

Fahrrad fahren leicht gemacht

Großes Kino an Tag deux! Unser Plan für den Central Park war so ausgefuchst… und brach dann total reudig wie ein Kartenhaus in sich zusammen. 😀 😀 Statt für 50 Dollar n offizielles CP-Fahrrad zu leihen, gab’s eins von Citibike. Kennt ihr vielleicht: 30 Minuten sind da eh immer umsonst, für ganze 24 h kostet der Spaß 9 Dollar. Boah sind wir schlau, denken wir – bis irgendwann der Groschen fällt, dass man in den 24h jedes Fahrrad trotzdem nur 30 Minuten lang benutzen darf! xD Nach wildem Hin und Her sowie Studieren der Station Map sagen wir: „Ach komm, drauf geschissen. Es gibt so viele Stationen, dann fahren wir halt immer und Stück und wechseln dann.“ Jaaaaaaaa… 

10 Minuten später kommen wir am Parkrand an und wechseln sicherheitshalber schon das erste Mal. Altes Fahrrad in die Dockstation – passt. Jetzt einfach bei nem neuen Fahrrad unseren Zugangs-Code eingeben und weiter geht’s? Weit gefehlt 😀 Lampe ist rot und es macht möööp. Hm. Na dann zum „Computer-Kiosk“, der digitalen Bedien-Säule, die sich natürlich am anderen Ende der Station befindet. Zack, hingelatscht. Sooooo. Dann stecken wir mal einfach unsere Visa noch mal rein und sehen was passiert. Nichts. Na gut, dann gehen wir noch mal auf Rent a Bike. Tatsächlich, wir können neue Räder ausleihen. Theoretisch jedenfalls. Denn zwischen dem Parken und dem Neu-Ausleihen müssen 2 Min vergehen. Ok. Kurz gewartet, dann kann’s ja jetzt losgehen. Doof nur, dass der Touch Screen kaputt ist und immer 1 Bike ausgewählt wird, wenn ich auf 2 drücke. 😀 Herrje, dann versuchen wir’s halt noch mal eins on top zu buchen. Geschafft, zweiter Code kommt. Tapsel tapsel zu den Fahrrädern. Thomas gibt seinen Code ein – Yay Fahrrad released. Ich gebe meinen ein – dödööö. No functioni. 😀 Thomas: „Ach du hast dich bestimmt nur vertippt.“ Leider nicht. „Uups, dann haben wir wohl mit der zweiten Anforderung die erste überschrieben.“ Kacke da ej! xD Also zurück zum Automaten und erstmal wieder die obligatorischen 2 Min warten…

Nach 10 Drückversuchen haben wir die Fehlfunktion ausgetrickst und die 2 getroffen. Zwei neue Codes, bitte sehr. Siegessicher drück ich auf Print und beenden. Aber er beendet nur. Unsere Codes sind weg, gemerkt haben wir uns die natürlich nich. Also noch mal zwei neue Bikes bestellt  – wir lernen ja dazu und wissen, dass wir die Bestellung überschreiben können 😀 💡 Und tatsächlich es kommen zwei neue Codes. Kurze Heartsttack als es bei mir wieder rot möööpt, aber Entwarnung: Dieses Mal wirklich nur vertippt. Schön – nach diesem blitzschnellen Boxenstopp kann’s weitergehen. Wir sind nahezu euphorisch und treten richtig in die Pedale. Was das auch immer bei meinen Fahrradskills bedeutet 😀 Nach wenigen Metern Stopp: Absteigen, im Park bitte schieben. Ahahahahaah, die wollen uns doch jetzt verarschen! 

Nach kurzer Recherche stellt sich heraus, dass man eine große Route  durch den Park fahren darf – die kleineren Wege zu den Attraktionen sag ich mal sind aber tabu. Da hat sich das Theater ja mal richtig gelohnt, denken wir uns, als wir die Fahrräder die Treppen zum Castle mit rotem Kopp hochschleppen, weil man die ja nicht abschließen kann und 1200 Dollar fällig werden, wenn die geklaut werden. XDD Zum Glück haben wir  Humor und uns herzlich kaputt gelacht. Fazit: Der Lachflash war es wert. Schöner Fahrrad-Ausflug, schön! 😀 Naja, an den Strawberry Fields haben wir uns dann vom Citibike getrennt und den Rest per Fuß gemacht.
   
 
Spektakulär – allerdings eher wegen der Aussicht – ging’s in Lower Manhatten weiter. Brooklyn Bridge, 9/11 Memorial, Freiheitsstatue – richtig die volle Sightseeing-Dröhnung gegeben. Und zum Abschluss sogar noch Roberts 1a Mexikaner-Tipp abgegriffen und Top of the Rock nachgeholt. Pörrfekt.