Die Ziellinie ist abgesoffen

Freunde der heiteren Blogobservation, es ist soweit. Unsere Mission ist completed. Einen hab ich noch für euch, denn Miami hat uns zum Abschied noch mal richtig hart genatzt und den Tsunami ausgepackt. Meine Top 5 des Schreckens: Metroausfall in der Sintflut, 50 Dollar Taxifahrt, el Aids-Spielplatz des Jahres neben der Müllverbrennungsanlage, eine Unterstellaktion neben Pennern und last but not least… das 8 Liter Eismonster aus dem Metromover. XDDD

   

 
Doch es gab auch Lichtblicke… zB. Thomas Präsentation zeitgenössischer Regenmode. 😀 Machste nix, wenn deine Herren-Regenjacke im Koffer bei der Hotelrezeptionistin chillt. Zudem haben wir’s dann irgendwie noch ins Hippsterviertel Wynwood geschafft. Die Streetart ließ sich sehen, wenn auch im super Regen weniger gut fotografieren.  

 

Tja, jetzt sitzen wir in der Lobby und warten auf unser Airport-Shuttle. Also halten wir inne und resümieren ein wenig. Wäre ja langweilig, so ein Abschlussbericht ohne Statistik. 😉

 

Vertilgte Burger: 13

Verbrauste Auto-Meilen: 1.700

Gesichtete B’s auf Scootern: 10

Gelaufene Schritte: 999.999.999.999

Resultierende Blasen: 3

Aufgebrauchte* Sonnencremes: 3

Gesprächspartner, die behaupten, sie hätten deutsche oder polnische Verwandtschaft: 8

Unauffällig abgewendete Gespräche mit durchgeknallten Psychos:  11

What-The-Fuck-Augenkontakt-Momente bei TV-Werbungen: mind. 30

Strategische Kofferumpackungen von Sari: 4

Geschossene Fotos: 1.500 – 2.000

*wahlweise auch verschwundene/verlorene

 

 

 

 

Läuft bei uns <:o)

Hui, so schnell verfliegt also eine Woche auf dem Meer. Wahnsinn, dass es jetzt Richtung Heimat geht. Wahnsinn aber auch, was wir in den paar Tagen alles gesehen haben: Höhlen, Regenwald, Traumstrände… Bei der Siegerehrung besteht dennoch knallharter Konsenz. Die Thomy-Sari-Trophy geht an St. John, ein kleines Inselchen der Virgin Islands. Angelegt hatten wir beim großen Nachbarn, St. Thomas – auf eigene Faust (und eigene Verantwortung in Sachen Ship Time / Local Time 😀 ) ging’s per Speedboat-Ferry und Safari-Taxi zur Trunk Bay. Schon auf dem Weg dahin, sprangen uns bald die Augen raus. Wen wundert’s, dass 3/4 der Insel aus geschütztem National Park bestehen? Schnell noch für ganze 3 Dollar ne Schorchel-Ausrüstung gegrabbelt, ab rein ins Vergnügen – zu Kugelfischen, Riesenrochen und Zebrafischen, wie sich herausstellte. 

   

    
 
  

 In San Juan (Puerto Rico) bekamen unsere Bikinis und Badehosen dann mal eine Auszeit. Stattdessen waren lächerlicher Adventure-Look und gaaaaanz viel Mückenspray gefragt. Stopp 1 hieß nämlich Cueva Ventana, die ihrem Namen alle Ehre machte. Hat man sich einmal an den Fledermausknubbeln (oben links) vorbeigeschlichen, ohne angekackt zu werden, sowie die mutierten Spinnen und Tausendfüßler hinter sich gelassen, gibt’s zur Belohnung ein bombastisches Panorama mit Woohoo-Feeling. Anschließend brausten wir mit Mietwagen souverän durch den tropischen Regenwald. Beste 2h-Restverwertung aller Zeiten, sag ich mal.

  

    
Ausnahmsweise klatsch ich entgegen meiner Natur noch ein großes Einzelfoto hintendran. Das hat sich Old San Juans Schokoseite bei der Ausfahrt wirklich verdient.  

  
  
Grand Turk – unsere letzte Station – war dagegen echt n Slum. Nur Bruchbuden und eine Hauptstadt, die aussah wie der Flohmarkt vor der eigenen Haustür. 😀 Aber völlig Wumpe. Den Strandspaziergang mit galaktischer Muscheausbeute und das Hängenbleiben in einer local Rum-Bruchbude werden wir wohl nie vergessen. Für nen Zehner pro Person hat uns die Insel-Mama wie Könige mit Kokos Rum abgefüllt. Wir kamen munter aufs Schiff zurück, das kann ich euch sagen xD Huuuuuiiiii. Herrlich war auch ein Typ an der Bar, der sich ständig für 10.000 Dollar im Monat verkaufen wollte. Das war vll. ein verrückter Haufen Einheimischer – und wir mittendrin. Einziger Riss in meinem Herzen: Ich musste mein Baby zurücklassen, weil es unter Artenschutz steht und ich es nich durch den Zoll gekriegt hätte. Das Souvenir hätt sich echt sehen lassen. Thomas beschwichtigte mich nachher damit, dass das ja eh nur ne Klomuschel geworden wär 😀 :D. Nailed it. 

  
Abseits der Trips haben wir auch von Deck nur Erfolge zu vermelden. Thomas hat am Pokertisch praktisch unsere Getränke-Rechnung wieder eingefahren. Der arme Atritis Johnny (oder wie man das auch immer schreibt) musste dran glauben. Er wollte aber auch einfach nich aufgeben, der arme. Jeden Abend als wir vorbeigingen hing er am Tisch und starrte in sein Glas. Auuua. Fresstechnisch haben wir uns auf das Level Burrito zum Frühstück, Burger zum Mittag und Schnecken plus Hummer zum Abend hochgearbeitet. XD Aber das Fitnessstudio mit TV-Integration im Stepper hat geklärt. Wie wir von dem Fressniveau jetzt wieder runter kommen wollen… Ich weiß es nich 😀 Heute tingeln wir jedenfalls noch mal durch Miami und versuchen einen Chipotle abzugreifen – morgen geht’s dann tatsächlich nach Hause. Trotz Abschiedsschmerz freuen wir uns mega auf euch. :-*

Dicke Beyoncés auf Scootern

Daumen hoch! Diese Schiffreise ist herrlich – und so unfassbar amüsant. Allein das Publikum bietet so viel Gaff- und Gesprächspotential. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vom Cowboyhut-Guy mit weißem Suit und türkisen Croco-Stiefeln plus Sheriffmarke bis zum Rihanna-Double ist alles dabei. Mein absolutes Highlight bleiben aber ganz klar die „Big Mamas“: schwarze Talk-to-the-Hand-Ladies vom Kaliber 6000. Da liegen beim Frühstück gern mal 4 Leberkäse Doppeldecker auf dem Tablett, liebevoll ergänzt durch 5 Gläser O-Saft, die von rechts nach links abgearbeitet werden. Wieso auch nicht? Sonst müsste man sich ja wieder auf seinen Übergewichts-Scooter schwingen und zum 3 m entfernten Buffet cruisen. XDd Und das ist kein Einzelfall. Voll oft flitzt ein drolliges Exemplar um die Ecke, über das Pooldeck oder den Dancefloor. Meistens auch noch fabulös mit Glitzer-Accessoires. 😀

   Aber ich muss meine Zunge hüten, denn auf diesem Schiff ist jeder ein potentieller Future-Scooter. Der Grund: ein 24/7 gratis Burger Joint zum Niederknien. Mhhhh… oder grad doch lieber Tacco, Burrito, Pizza, Softeis? Aaargh. Aber ich sag euch, so trashig das mittags von statten geht, umso schicker läuft der Hase abends. Restaurant mit Flip Flop Verbot, Gerichten à la carte und Stuhlzurechtrückerinnen, die ich irgendwie jedes Mal ausblende und ignorier. Bisher haben wir dabei ausnahmslos erfolgreich inhaliert: Lachsfilet, Kaninchen, Lamm – und das alles vom Feinsten. Da ham se uns echt im Sack. Da heut eleganter Abend war, gab’s stilecht sogar einen Cocktail zum Essen. Huuuuui. 

    

Jeden Tag feier ich anschließend beim Nach-Hause-Kommen unser neues Kabinentier. Heute – unter Einfluss des besagten Rasperry Mojitos – hab ich das dem Housekeeper auf dem Flur mal dezent weitergegeben. Ich glaube mit den Worten: „This Ape… thank you, I Party hard“ xDD Ich mein hallo, wie cool ist der Orang Utan bitte?! 😀

    
Weg von den Quatschthemen gibt’s auch seriöses Doku-Material. Abschließend will ich euch nämlich die Bilder unseres ersten Tagesausflugs nicht vorenthalten. Also Stop mit Soft News und Vorhang auf für die Half Moon Cay. Kann so weiter gehen.