Work, work, work, work, work… 💪🏼

Soo, Tag zwei in Tam Coc. 🙂 Am Morgen nach unserem nächtlichen Chaos-Trip öffneten wir unsere Bungalow-Tür und machten erstmal große Augen. Ah, so sieht das hier mit Tageslicht aus. Gut, dass unser Resort direkt an einen Berg angebaut ist und wir den gestern gar nicht erspäht haben. 😀 Perfektes Surrounding, um erstmal eine Rumde auf der Veranda zu chillen und Kraft für unsere Fahrradtour zu sammeln. Die war tagfüllend und hat sich aber mal wieder mega gelohnt. Wenn schon der Weg zum Ziel vor der Haustür in einer Foto-Session nach der nächsten endet. Schön, schön, schön.



Über die Reisfelder ging’s zum Bird Valley, das wir zufällig auf irgendeiner local Karte gefunden haben. Und das hat sich als absoluter Volltreffer erwiesen. Richtig leer, nur Vietnamesen am Start und mega viel zu entdecken. Von Vogelbeobachtung bis Höhlenexpedition – alles dabei. 


Da nirgendwo Guides oder Aufpasser existierten, schalteten wir sofort wieder in den Explorer-Modus. Als Beweis hier eine kleine Auswahl von Thomys in Aktion. Besonders gut: die wilden Pferde mit blauen creepy Augen und der Höhlenpass über Bambussprossen im Wasser.



Unsere nächste wirsche Interaktion mit Einheimischen ließ auch nicht lange auf sich warten. Ein Mann winkt uns am offiziellen Ende eines Wegs ran. „more, more, come.“ Auf nem Schild steht fett: Prohibited, private Area. Hm, na gut nur mal n Blick riskieren. xD Und anstatt, dass da im Vogelreservat jetzt das heftigste Quietgebiet ist, grillen Jugendliche zu Gabba-Mucke einen Hahn. Herrlich. Ka, ob der Typ uns das zeigen wollte. Mehr gab’s jedenfalls nicht zu sehen.


Umso mehr dann auf dem Rückweg zu Tam Coc. Schnell noch alle Emergiereserven aktiviert und an eine weitere Höhle angesteuert. Um die Ecke gebogen. Oh no, 440 Stufen rauf zum Eingang aber nun gut. Wenn schon Beine-Po-Programm, dann richtig. Auch hier wieder kein Guide, aber Hauptsache asiatische Klim-BIM-Mucke am Nazi-Buddha-Altar. ich hoffe, man erkennt’s auf dem Foto. 😂😂😂 



Zum Abschied aus der Gegend wartete on top noch eine mega coole Pagode, bevor wir uns zurück in den Bus nach Hanoi frachteten. Tür geht auf, wer kommt raus. Unser ungewollter, verpeilter Guide Mike vom Vortrag. Wurd natürlich erstmal hart abgefeiert mit ner Highfive. 😄 Und er ließ uns nicht los. Selbst nachdem wir ausgestiegen waren und Richtung Hotel und Nightmarket wanderten, lief er uns wieder übern Weg. Wuuuaaaay! xD In der Stadt war noch mal richtig was los. Jeden Fr, Sa und So ist die Stadt abends im Aus ahmezustand. Straßensperren, Nachtmarkt, unprofessionelle Auftritte, tanzende Menschen und verrückter Kinderstuff überall rund um den Hoan Kiem See. Einfach so, weil Wochenende ist. Finalement haben wir dann auch endlich ein Bun cha Restaurant gefunden. Angeblich mega die Spezialität in Hanoi. Was war’s letztendlich. FRIKADELLEN MIT BRENNESSELN. Ouh Mann, da isses wieder. 😄


Unser Luxury Van zur Halong Bucht Cruise, in dem ich hier fleißig tippe, is gleich schon am Ziel. Auf dem Wasser haben wir dann wohl, wie schon bei Facebook angedroht, kein Internet. Daher wünschen wir euch allen einen meeega guten Rutsch ins neue Jahr! Wir melden uns dann wieder, wenn wir am 2. wieder Stränden. 😊👋🏻

 

Ouh Mann©, sagt der Abenteurer xD

Menschen, die uns zuletzt häufiger über den Weg gelaufen sind, werden es kennen. Maddin G.s Ausruf der missglückten Aktionen: „Ouh Mann!“ Nur so zum Spaß und zur Anpassung an den asiatischen Singsang haben wir es, seitdem wir hier sind, in diverse Tonlagen und Variationen überführt. Bitter nötig: Denn zum Start unserer Tam Coc Tour widerfuhr uns erstmal ein klassischer Fail. 😀 

Eine gefühlte Ewigkeit haben wir die Tour-Frau belabert, uns nur einen reinen Bustransfer zu buchen, ohne Tour mit Stops in einer alten Kaiserstadt, Lunch und sonstigen Klamauk. Schließlich wollten wir in recht kurzer Zeit per Bike alles auf eigene Faust erkunden. Was passiert am nächsten Morgen? Wir stehen knapp 1:20h an unserem Hotel und warten auf den Bus, der uns abholen soll. xD Weils natürlich bei jedem Mal nachfragen nur noch „only 5 minutes“ dauert. Dödööö. Als wir die Ticketfrau ein letztes Mal aufspüren, wuchtelt sie wild mit dem Handy rum, rennt los und sagt, wir sollen ihr folgen. Wir wie zwei Packesel mit unseren 4 Taschen samt Reishut aufem Kopf hinterher, mitten durch den Morgenverkehr. Der Grund: Der Bus ist so groß, dass er erstmal stecken geblieben ist. 😂 Kaum wird unser Gepäck im schon anrollenden Bus verstaut ist unsere Ticketfrau weg. Ab jetzt ist Guide Mike unser Mann. Der is so 18-20 und kann leider kein Wort englisch, gibt seine Tour aber selbstverständlich offiziell auf englisch. 😂😂😂 Die Ironie: Sein Kauderwelsch reicht dazu aus, um eines sofort klarzustellen. Wir fahren nich direkt nach Tam Coc, sondern machen alle Stops dieser Welt, angefangen mit einer 20 Min Pause nach 15 Minuten Fährt nach 1,5 h Verspätung. Machte Sinn. Aber! Wir haben das beste draus gemacht, alles mitgenommen, was ging, uns dann abgeseilt und uns wo ganz anders Fahrräder geliehen als geplant. Gepäck erstmal in nem Backpackerhostel gelassen. Erster eigener Stopp der Sleeping Dragon Mountain mit 450 fiesen Stufen. Beste Entscheidung! 


Danach ging’s auf Bootstour mit einer Mega verrückten Vietnamesin, die uns 6km mit ihren Beinen übers Wasser gerudert hat. Respekto Patronum! 

Hammer Tour, va. traumhaft mit Sonnenuntergang.. aber Moment. Sonnenuntergang? Wir müssen doch noch 4 km mit unserer Eselsladung zu unserem Ultra abgelegenen Resort in den Rice Fields radeln. Hupala xD Omi, hier hast du deinen ersten Eklat. Wir, nur mit deiner mal eben zur Fahrradlampe umfunktionierten Taschenlampe und meiner knallorange Farbenen Jacke (kaum naiv 😃) bewaffnet, gegen die komplette Dunkelheit. Und es lief soo sooo gut. Bis zu den letzten 300 m. Wir haben uns totgesucht xD Schilder zu nix zu gebrauchen. Und dann siehst du ständig mitten in den Reisfeldern was leuchten, aber keinen blassenSchimmer, wie du hinkommst zu der verkackten Insel. Iwann haben wir die Faxen dicke, wir halten am Kabuff eines Einheimischen und fragen mit Händen und Füßen, nach bis Hotel, sleep. XD Und der Opi versteht uns auch noch und weiß wo es is, danke Gott. Hmmmm… schade nur, dass wir kein  Wort seiner Wegbeschreibung verstehen 😂. Thomas hat die rettende Idee, er zeigt aufs Moped des Opis und Haut rein: „Show please!“ xD Der Opi sagt ja, holt sich zwar noch von seiner Frau einen Stoß in die Rippen ab, als er fragt, ob uns das auch n Dollar wert sei. Gekauft, komm Schwing die Hufe lieber Opi. Zack, Omi auch aufgesattelt. Wir machen einen Ausflug 😄 Und keine 5 min später sind wir tatsächlich in unserem traumhaft schönen Hotel. Da sind wir dann auch nach nem leckeren Essen und ner erlösenden Dusche ins Bett gefallen und haben uns abgefeiert, wie wir diesen ganzen Wust heute gemeistert haben. 


Tag zwei aus Tam Coc muss ich euch bis morgen vorenthalten. Nur so viel sei gesagt, es war wunderschön und zur Beruhigung der Nerven deutlich ruhiger… 😀

Na, mein Täubchen?!

Huuuuui, was ein zweiter Tag in Hanoi. Gestern haben wir ordentlich Kilometer gemacht und uns kulinarisch richtig was getraut. Schön blamiert hab ich mich gleich mal beim Frühstück, als ich locker aus der Hüfte erstmal drei Hauptgänge geordert habe. Ich mein, Tao meinte ja, wir können aus der Karte bestellen, was wir wollen. Seinem Gesicht nach zu urteilen, hatte er allerdings mit etwas mehr Zurückhaltung gerechnet. Whoops! xD Thomas‘ dezente traditionelle Pho Bo Suppe war natürlich deutlich besser, als all der Kram, den ich Fresskuh so vernichtet habe, aber hey, machst nix… 😅

In unserem aprés-12-Stunden-Schlaf-Kopp haben wir uns einiges auf die To Do Liste geschrieben, also ging’s nach der Fressorgie direkt raus in die Sonne zum Hoan Kiem See und anschließend zum Literaturtempel in Konfuzius-Style. Ach, wat war das scheee da. Mehr als gut fanden wir die Gaben- bzw. Geschenke-Auswahl für die Personas in den Tempeln. Von Obst über Chips bis Wodka haben wir alles gesehen. 😀 Für coole Motive sorgten auch ein paar Mädels, die ihren Abschluss iwie gerade damit abfeierten, einen Typen mit Schuhen zu bedrohen. Warum auch nicht?! xD Die Party haben wir mal schön gecrasht.




Unseren kleinen Ausflug ins französische Viertel Skippen wir mal. Da gab’s nur Prada und ne verrückte Rentner-Gang in Ritschkas zu sehen. Richtig spannend wurd’s erst bei unserer Walking Tour durchs Old Quarter, in dem jede Straße ein Thema oder sagen wir altes Handwerk zelebriert. Von der Schmied- bis zur Strohmattenstraße war alles mit dabei. Für mein Ich-guck-gern-in-Gassen-und-offene-Türen-rein-Syndrom gab’s folglich eine Meeenge Stoff. Für die Einheimischen aber anscheinend auch. Eine vietnamesische Omi fand Thomas‘ hellen Dreitagebart so ulkig, dass sie mir mit fettem Grinsen im Gesicht (natürlich 99% zahnfrei 😂) erstmal per Geh-Stock einen mitgab und sich gekugelt hat. Nach dem Motto: Wie lässt du den denn rumlaufen?! xD Als Gegenleistung für den Dizz hat sie reizend für uns posiert. Und was macht man als 90-jährige Omi anschließend als erstes? Ja sichi, schön die Fotos auf dem Display auschecken, ob man auch beauty getroffen wurde und den hier machen 👌🏼. Zu geil 😄 Ach ja, und! Wir haben eine Neuerscheinung in meiner Lieblingsrubrik „Was kann ich alles auf einem Roller tragen?“ Dieses Mal mit dabei: die XXL-Dunstabzugshaube. xD




Alles schön und gut. Das Highlight des Tages haben wir uns aber natürlich, vorbildlich dramaturgisch aufbereitet, für den Schluss aufgehoben. Unsere Fest-Mahlzeit! Denn: Für unsere Streetfood-Tour am Abend gab es nur drei Vorgaben: offene Garküche auf dem Boden, rappelvolle Kinderplastikstühle und dicke Einheimischenquote. Erster Treffer, och joa, die braten da irgend ein geiles Fleisch, sieht aus wie Geflügel, auf dem Grill. Das nehmen wir. Bestellung hat zwar ca. 30 Anläufe gebraucht, weil der Typ einfach nicht wusste, was wir von uns wollten und wir irgendwann nur noch mit unseren imaginären Flügeln wedelten und auf einen Teller am Nachbartisch zeigten xDDD Aber immerhin mit Erfolg. 


Tjaaa… Nachher fanden wir dann per Translator auch endlich raus, was wir da eigentlich geknabbert haben: Tauben. 😃 Sätze wie „Hmm, die Wirbelsäule schmeckt am Besten“ und „Hast du das Viech grad mit Kopf, also Gehirn und Schnabel gegessen?????“ Bekamen da irgendwie noch mal eine ganz andere Präsenz 😂 Aber wie bleiben dabei: Es war sau lecker und wir haben die Ratten der Lüfte 1a verdaut, ohne einen Muchs. xD

Als Thomas anschließend noch in Form von einem Berg gefüllter Teig-Bällchen seinen ersten glorreichen Verhandlungserfolg gegen eine Vietnamesin hart feierte, wir den  lächerlichen“Kebab King“ entdeckten, uns für 6 dollar in einem fetten Spa 40 Minuten die Füße massieren ließen und dann noch mit voll netten ethnischen Minderheits Virtnamesen aus dem Norden versackten, kam nur noch ein dicker Haken an den Tag. :)) 


Anton, Anton, Anton, Anton! 😆🙌🏼

Ihr Lieben, es geht wieder los. xD Unsere Vietnam-Reise ist kaum gestartet, schon drängen sich Vorkomnisse feinster Unterhaltung auf. Akt 1: Der Flug mit Aeroflot über Moskau. Als wir unsere russischen Tavarischs an einem einzigen lausigen kleinen Schalter in der wirklich aller hintersten Ecke am Düsseldorfer Flughafen aufspürten, war das Vertrauen zugegebener Weise noch nicht allzu ausgeprägt. Daran konnte auch der ausgeschilderte Slogan „Die hohe Kunst des Fliegens“ nichts ändern. Komisch! 😀 Onkel Igors Auftritt auf dem Sitzplatz neben mir tat sein übriges: Schöne Plauze aus der RUSSIA-Jogginghose, ne Parfüm-Wolke, die mir die Nasenschleimheit wegbrennt. Herrlich asozial. Aber es stellt sich schnell heraus: Igor ist eigentlich ganz lieb, die Beinfreiheit für Thomas‘ Go-Go-Gadgetto-Beine paradiesisch und die Besatzung voll engagiert. Allen voran der Hangover-Anton, der anscheinend völlig fertig mit der Welt war. Sein freundlicher Robo-Überlebens-Mode hat vor allem Thomas den ganzen Flug so erfreut, dass er sich zu unserem Liebling gemausert hat. Das Ergebnis: Anton aus Tirol Anfeuerungs-Chöre. Besser hätte es stimmungsmäßig echt nicht laufen können. 

In Moskau ging’s nach stilechter Stärkung bei Burger King und irrer Euro zu Dollar Tauschaktion mit einem deutschen Backpacker, der zufällig noch Geld übrig hatte und uns fluchen hörte, weil die Schalterfrau natürlich nur Rubel von uns wollte, weiter nach Hanoi. Gut, es wurd noch kurz die Startbahn 2 Stunden enteist, aber kein Problem dank fetter Mediathek und unserer neuen Lieblingsserie Stranger Things.

Angekommen in Hanoi denken wir uns: Minibus oder Taxi in die Stadt nehmen kann doch jeder, ab in den Local Bus für 9000 Dong xDD. Und auch wenn’s uns gut ne Stunde gekostet hat, diese vertanzte Nr 17 zu finden, es lohnte. Als einzige Touristen saßen wir zwischen Omis mit Löffeln (?? :D), Schulkindern und der paffenden Busfahrer-Gang und gondelten von einem kleinen Kaff ins andere. Mehr Vietnam geht nicht. 


Richtig cool auch der Empfang in unserem Hotel. Wir kommen rein – „Hello, your must be Sarah. Welcome, welcome!“Zack, Rucksäcke für einen abgenommen. „Heavy, Heavy!“ 😀 Obst, irgendeinen nicht näher zu definierenden Snack und Fruchtsäfte, Tee, Limo und Wasser gibt’s rund um die Uhr umsonst. Lässt sich aushalten!

Nach nem kleinen Erholungssnooze ging’s dann auch direkt ins Getümmel durch die Alststadt und zum Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Und das ist der richtige Wahnsinn, an den man sich aber super schnell gewöhnt. Es gibt praktisch keine Bürgersteige. Das Stück, das es gibt, ist mit Scootern, Verkaufsgütern auf Decken und Kinder-Plastikstühen zum gemütlichen Zusammensitzen der Einheimischen zugestellt. Also läuft man praktisch die ganze Zeit auf der Straße und weicht Rollern aus 😂😂😂 Und die transportieren echt die verrücktesten Sachen damit xD Hier ein paar Impressionis.  

Mein Favorite sind ganz klar die zwei menschengroße Super-Vasen. XD Das Verrückte ist auch: Ich hab noch nie so eine wilde, kleinteilige Stadt gesehen. Jedes Haus ist mega schmal und dafür praktisch nach hintem gebaut. Jeder scheint iwie selbstständig mit seinem 4 qm Laden. Und neben dem übelsten Upfuck-Schuppen oder einer verfaulten Gasse blitzen super schöne Lädchen, mit Bäumen durchwachsene Straßen oder sonstige Schmuckstücke auf. Daher nehmen wir uns morgen noch mal Zeit, das Old Quarter samt Streetfood durchzuwälzen. Es riecht hier an jeder Ecke soo gut. Jetzt schick ich euch aber erst mal mit ein paar gesammelten Werken in dieNacht und sag bis Morgen 🙂