Paradies mit polnischen Kartoffelpuffern 😂🙌🏼

Ach Leute, es ist soweit. Wir sitzen am Flughafen und müssen byebye sagen. Nach 4 Tagen Erholung pur auf Kambodschas Trauminsel Koh Rhong Samloem hat es sich ausgeurlaubt. Aber was für ein Finale. Besser hätten wir’s mit unserem Mini Polen 5er Bungalow Resort nicht treffen können. Thomas Nachname hat uns in Kombination mit der prompten  polnischen Kartoffelpuffer-Bestellung ab Minute eins einen Platz im Herzen der Betreiber gesichert, sodass wir nicht einen Finger krümmen mussten. Privater 1,50m Power-Gepäckträger? Check. Frühstücksservice bis auf die Veranda? Oh ja. Weiter rumsonnen, obwohl wir schon längst ausgecheckt und eigentlich das Resort gewechselt hatten? Läuft 😀 So ließ es sich wirklich leben.  



Neben feinster Faulenzerei musste aber natürlich auch auf der einsamen Insel ein bisschen Aktioni her. Daher gab’s stand up paddeling, Hill Climbing in Flip Flops und einen Ausflug zum zwielichtigen Fischerdorf on top. Absolutes Highlight: Schwimmen im Dunkeln mit leuchtendem Plankton. Zumindest betrunken fühl es sich an, als schwimme man durch die Galaxie, hatte Artur vorab groß angekündigt. Und er hat nich zu viel versprochen, auch nüchtern kam’s einem wie nicht von dieser Welt vor. Leider entpuppten sich meine gefühlt oscarreifen Unterwassenaufnahmen mit der fast GoPro als völlig schwarze, unbrauchbare Clips. Aber egal, wir waren ja dabei…


In Sihanoukville gönnten wir uns gestern am letzten Abend noch mal richtig – mit lächerlichem Luxus-Tuktuk mit Autoanbau, Pappa-Pippo-Thunfisch-Pizza und Inglorious Basterds auf einem Rooftop. Schön mit unseren letzten Cents und zwei draftbeer den Eintritt zum Openair Kino erschlichen. Wir Pfennigfüchse 💪🏼 xDD Heut morgen sind wir um halb 8 noch mal schnell ins Meer am Otres Beach gehüpft und haben uns gerade vom Taxi-Fahrer anhören müssen, wie toll doch Andreas von Voice of Germany 2014 sei. 😂 Er ist wohl ein großer youtube Fan. Sachen gibt’s am Ende der Welt. Da wir gerade aufgerufen werden, breche ich mal ab. Ich bemühe mich, wie üblich einen kleinen Statistikeintrag nachzuschieben, um den Trip anständig zu reflektieren. Jetzt aber ab ins Flugzeug, bis ganz bald :))

Kniet nieder vor dem Tuktuk und flieht vor den Chinesen

Hui, was waren das für drei unvergessliche Tage in Kambodscha. Schieben wir vorneweg mal kurz die Lowlights, um dann nur noch zu schwärmen und ein spektakuläres Bilderfeuerwerk abzubrennen. 😀 Pünktlich zur Anreise wurd Thomas richtig schlimm erwischt und verbrachte so den ersten Tag mit 39,6 Grad Fieber im Bett – in bester Gesellschaft von Vomex, Paracetamol und Co. Von wegen alles Roger in Kambodscha. Zum Glück saßen wir aber immerhin im mit Abstand tollsten Hotel unserer Reise fest und bekamen unser Sorgenkind in nur 24h wieder auf Normaltemperatur und Normalklobesuchtaktung. Dem Cracker führenden Bruchbuden-Supermarkt am Fluss sei Dank. 


Daher stand am nächsten Tag dem geplanten Tempelhopping nix mehr im Wege. Statt Fahrrad mieteten wir uns einen Tuktuk-Chauffeur für den ganzen Tag. An jeder Station packte der dann einfach seine Hängematte aus und snoozte ne Runde ab, während wir stundenlang erkundeten – auch ne Art Sein Geld zu verdienen. xD Hach das war toll, besonders auch das Tanken aus Colaflaschen. Ich vermiss unser Gefährt mit den liebevoll geschneiderten lila Sitzbezügen schon jetzt.. Die aufmüpfigen Affen eher nicht so. 🙈



Und da ich euch jetzt nicht mit Geschwafel langweilen will, weil das dem Sujet einfach nicht gerecht werden würde, lass ich ab jetzt nur noch die Bilder sprechen. Nur eines noch zur Info: Solltet ihr jemals nach Angkor Wat & Co. fahren, fahrt die Loops so antizyklisch, wie es nur geht. Durch diesen Move hatten wir nur 2 mal chinesische Reisegruppen in 48 Stunden an der Backe. Die sind völlig Gaga, kackend frech und wälzen dich eiskalt übern Haufen. Wenn wir das bei jeder Station erlebt hätten, wär ich glaub ich handgreiflich geworden und festgenommen worden. XD Aber jetzt wie gesagt, schaltet euern inneren Zen ein, holt Hut und Peitsche raus oder pflechtet euch einen Lara Croft Zopf und genießt die Aussicht. 

TA PROHM




ANGKOR WAT



BAYON


PRE RUP & EAST MEBON


NEAK PON



TA SOM


PRE KHAN


Abgezischt im Mekong 🔺

Holaaa, kommen Sie näher. Keine Sorge. Heute gibt es keine weiteren Details zu meiner Verdauung, es gibt endlich wieder handfesten Gesprächsstoff! 😀 Das heiß erwartete Mekong Delta. Schon die Anreise war bühnenreif. 

Zum Auftakt wollt uns erstmal der Airport-Taxi-Fahrer übelst scamen und plötzlich nach dem Aussteigen deutlich mehr Kohle abgreifen als vereinbart. Taxometer sagt auf den Punkt 200.000, vor dem Einsteigen hieß es 200.000, also geben wir ihm 200.000 – und dennoch hüpft Nguyen wild um uns rum. „Nooooo, no good. One hour, busy, busy! Give Money! You no Go!“ Die Szene wird so schräg, dass die Polizisten am Bahnhof sich einmischen. Nach kurzem Check des Taxometers merken sie zum Glück, dass Nguyen nicht alle Latten am Zaun und nix gegen uns in der Hand hat. Trotz absoluter Sprachbarriere kriegen wir die Angelegenheit im Koop-Modus mit einem 40cent-Schein geregelt. Doch die Freude währte nur kurz.

Nguyen frisch überstanden, geht’s zum Busschalter. Da bekommen wir natürlich NICHT xD den Bus, den wir unbedingt mit drei Ausrufezeichen laut unserer Gastgeberin und Tourführerin nehmen sollen. Wir versuchen’s dreimal, aber die Frau am Schalter will uns einfach partout kein Futa-Bus-Ticket verkaufen. Ouh Mann! Ja dann gib her das andere Ticket da. Angeblich gleiche Abfahrtzeit, gleicher Ankunfts-Busbahnhof. Na gut, was willst machen. Was passiert? Wir finden uns 30 Minuten später in einem Bus voller jodelnder Vietnamesen wieder, dazu läuft ein Kung Fu Film mit zwei Tonspuren a 100db. 😂 Als wir dann noch dreimal anhielte und Verkäufer ganze Hemd-Pakete und die hässlichsten Halsketten, die ich jeeemals (@Kevin: auf einem Handtuch 😂) gesehen habe, an die Fahrgäste verschacherten, konnten wir nich mehr. Was ein Panoptikum xDD 

Nach 4,5h Fahrzeit (statt der versprochenen 3 natürlich) 😄 wurden wir völlig zerstört – wie könnte es anders sein – nicht von einem normalen Menschen in einem normalen Auto zu unserer Unterkunft gefahren, sondern von einem Jugendlichen mit disabledtem, komische Fragen stellendem Bruder in einem völlig heruntergekommenen Jeep. Noch schnell die zwielichtige Gasse, die zu schmal fürs Auto ist, passiert, stehen wir um kurz vor 12 vor einem fetten Gitter. Keine Klingel. Zaghaft wage ich mich ans Gitter. „Hello? … Xin Chaoooooo???“ 😂 Und nach 2, 3 Lockrufen tatsächlich eine Antwort aus dem Dunkeln. „Bon soir! Tu es Sarah?“ Oui oui Mama – und wie ich das bin. Hach schön ein Bett. Dann hieß es nur noch schnell schlafen, denn um 5 Uhr ging wieder der Wecker für unsere Tagestour mit Tochter Linh. 

Die war dann richtig cool drauf und stellte ihre Deutschskills erstmal mit Hinweis auf Thomas‘ Mini „Bierbauch“ aus Bavaia unter Beweis. Mal ne ganz charmante Asiatin. 😄 Nee war wirklich super und mega interessant, das Ganze mal von einer etwas politisch unkorrekten Sicht zu sehen. Linh besorgte den Jungs nämlich mal kurz Schlangen aufem Markt oder zeigte uns, wie Männer Hähne für illegale Kämpfe pflegen. Highlight für mich aber der Besuch bei einer stinknormalen Familie im Delta. Vor lauter Faszination und nettem Umgang hätt ich zwar fast mein Objektiv an die kleine verloren, aber nee nee. So schnell lass ich mir das nicht abluchsen. Schließlich lieferte uns der Mekong Haufenweise Motive an dem Tag. 



Nach ein bisschen Spaß auf Affenbrücken und dem Besuch eines schwimmenden Marktes haben wir es uns dann auch nicht nehmen lassen und abends gegen alle nö-haben-wir-grad-nich-Widerstände noch professionell zubereitete Schlange im „weltbekannten“ tripadvisor Lädchen probiert. 👌🏼😅

Tag zwei im Delta war dann auch schon mein Geburtstaaaag, juhu. Zeit fürn Frühstück blieb zwar nicht, trotzdem sind wir super rausgekommen und ohne Komplikationen zur nächsten Stadt gekommen. Gut, Hotel-Mama musste zwar kurz dem vorbeigefahrenen Taxi mit Scooter hinterherjagen. Und Ok, der local Bus roch wie ne riesige Suppenschüssel und unsere Sitzreihe löste sich irgendwann während der Fahrt. Aber ansonsten keine Probleme! DJ Thomekk und das offene Fenster machten die 2,5 h zur Kopfhörer-Geburtstags-Party 😆🙌🏼


Erstmal angekommen, haben wir uns dem ersten Englisch sprechenden Touri-Fänger ergeben und damit alles richtig gemacht. Ohne Gepäck gab’s die volle Tour im Schnelldurchlauf. Mit dabei: Bienenfarm (wo ich echt Todesängste durchstand und in eine Bienenkolonie reingefasst hab, um an Honig zu kommen), Kuscheln mit ner Python, Coconut Candy Farm, Ruderboot und eine verrückte Insel der Coconut-Mönch-Sekte xD Als Kirsche obendrauf gab’s ein lokales Leckerlie: den Elefantenohrfisch. 



Und als wär der Tag nich schon Bombe gewesen, ging’s abschließend abends noch in die Metropole nach Ho-Chi-Minh-City auf die Chill Skybar mit unseren Zürichern aus der Halong Bay. 😊 Tuut-Tuuut. 

Sari und die 5 Sterne Kötzing Class

Awww, wo sind unsere Lichter hin – und wo kommen diese ganzen Bruchbuden her? xD Auf den ersten Blick schien uns Hoi An bei Tageslicht ein wenig abzustinken. Hinter den Gammelfassaden und Touristenjägern versteckten sich aber, wie von allen Seiten versprochen, richtige Schätze. Nachdem Thomas ganz lässig und beiläufig, aber völlig unwissend, mal wieder die Ticket-Check-Lady in die Schranken wies, weil er dachte, sie wolle ihm was verkaufen, 😂 ging’s von Haus und Haus quer durch die Altstadt. Neben süßen Lädchen und Galerien haben wir nach einigen Widrigkeiten sogar mein Adventskalender-Motiv, den „pink Temple“, gefunden, der sich als Versammlungshalle entpuppte. Kein Wunder, dass uns niemand verstanden hat beim Nachfragen… 😀


Weil das Wetter zur Abwechslung mal richtig gut war, dachten wir uns mittags, ach was soll der Geiz – leihen wir uns doch für 90 Cent ein Fahrrad und radeln zum Strand. Von dem ist allerdings echt so gut wie nix mehr viel übrig. Von dicker Baustelle, bis halb abgesoffenem Resort und Sandsäcken alles dabei. Aber zumindest war der Weg durch die local Ministraßen richtig nett. Und natürlich zog es sich eh nach ner halben Stunde wieder zu – also halb so wild. 🙂

  

Beim Abendessen liefen wir nach Tonnen Streetfood zur Abwechslung dann auch mal zur Hochform auf: mit Octopus, slow cooked Pork und Rinderfiletspitzen. 😍 Um wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen, oder um es in Thomas Worten zu sagen: „Cocktail für 40.000 Dong, ist das nich was für dich?“ XDD, landeten wir natürlich wenige Stunden später in einer vollkommen unterdurchschnittlichen Suff-UV-Licht-Cocktailbar. Aber lief. 😀


Nach dem dollen Tagesabschluss brachte wohl ein Fried Egg zum Frühstück die Wende für mein Wohlbefinden. Auuusgerechnet am Tag unserer heiß erwarteten Full Day Deluxe Cooking Class meldet sich mein Magen. Weißte Hund und Co. ist okay und dann erwischt es dich beim ersten Western Frühstück seit anno knack. 😅 Naja, auf der Organic Kräuter Farm, unserem ersten Stop, war noch alles in Ordnung. Wir durften einer 94-jährigen Omi beim Arbeiten zugucken, haben gelernt, wie man Ricepaper macht und und und. Auf dem Markt wurde es zwischen welcher-Fisch-ist-fürn-Müll-und-welchen-kauft-ihr-Kunde und rohen Fleischbergen schon schwieriger. 




Und dann kommen wir an unserer Kochschule an: Hammer Loaction, traumhaftes Menü und süße, lustige Chefin. Und ich verabschiede mich direkt nach der Vorspeise praktisch für immer aufs Klo zum Reiern. 😂 Zum Glück hab ich noch mitbekommen, wie man die Pho Suppe in Gang bringt, sonst hätte ich mir das nie verziehen. Aber ja, für die schönen Toiletten geb ich auf jeden Fall n 5 Sterne Review ab. 😀 Salzwasser, Tigerblut und sonstige Ideen der Vietnamesen haben mich zwar nich weitergebracht. Aber immerhin: Der gute alte Reise-Apoteko-Cocktail klärte zumindest über Nacht, sodass wir am nächsten Tag unfallfrei nach Saigon bzw. noch weiter nach Can Tho ins Mekong Delta weiterconduiren konnten. Dazu gibt’s dann morgen oder spätestens übermorgen mehr Infos 😉 


 

Kaisertime

Rollermassen, Morgen-Aerobic-Sekten und Pommes statt Hund: holaa la Zivilisation, dachten wir uns, als wir nach unserem phänomenalen Ha Giang Trip zurück in die Großstadt einfielen. 😅 Unser Gepäck war freundlicher Weise tatsächlich noch in der Hotellobby, wo wir es 3 Tage zuvor zurückgelassen hatten. Dazu gab’s Fußballer-Ratespaß mit dem gesprächigsten Taxifahrer aller Zeiten, der uns nach dem Germany-Dropping erstmal mit Oliver Bierhoff und Lodder um die Ecke kam. Ganz klare A-Promis in Vietnam! 😂 Gepaart mit einem Hawai-Toast aus dem Sandwichmaker plus Pommes zum Frühstück kann man durchaus von einer erfolgreichen Durchreise sprechen. Schließlich ging’s für uns nach ein bisschen Morgengedaddel direkt weiter nach Hue. 


Unser Flug – überraschender Weise überpünktlich und mehr als komfortabel. Gepriesen seien der Online Check in mit Sitzplatzwahl und die Exit Rows. Die Idee mit der Beinfreiheit hatten lustiger Weise nicht nur wir. Richtig peinlich: Schaute man sich um, konzentrierte sich die komplette Touri-Schaft auf diese 4 Exit-Reihen. 😂 Im Fall der Fälle wären wir sicherlich ne super Hilfe für alle Passagiere gewesen. 

In Hue angekommen, feierten wir mal wieder den mega Hotel Service. Keine 20 Euro fürs Doppelzimmer in top Lage gezahlt, aber schön Portier, jedes Mal Erfrischungstücher, Säfte und Obst, wenn man die Lobby betritt, abgreifen. Von der 90 Minuten Ganzkörper-Massage für 12 Dollar mal ganz zu schweigen. 😍 Essens- und styletechnisch haben wir versucht, uns im Einheimischenpulk zu tarnen. Mit Burberry-Mundschutz aus den Tiefen des größten Market in Market Labyrinths xD und Hue-Spezialitäten auf dem Teller. Für die frittierten Pfannekuchen mit Erdnussdip gibt’s klar nen Daumen. Die Alien-embryonalen Knubbel in Bananenblättern waren dagegen eher nich so unser Fall…


An Tag zwei  grasten wir dann sämtliche kaiserliche Gräber und den riesigen Hue Palace Bezirk samt verbotener Stadt auf eigene Faust ab. Nach dem Motto: 60 Dollar? Das kriegen wir auch billiger hin! XD Das ein oder andere Mal haben wir uns zwar auf den 4 Dollar Scootern verfahren, aber am Ende haben wir’s doch geschafft und einen Batzen schöne Fotos ohne Touri-Bus-Wellen geschossen. 



Als Highlight gönnten wir uns am Abend ein fettes Mahl beim angeblich besten Inder der Stadt. Kaum n Risiko, einen Tag vor unserer Motorradtour von Hue nach Hoi An. 😆 Aber hey, wie immer alles bestens und weiter nada Magenprobleme. 

Und so konnten wir den Tag heute richtig genießen. Die Tour war nämlich trotz leichter Anlaufschwierigkeiten der Hammer. Beste Szenen gleich am Anfang. Beim Aufhieven unserer Rucksäcke donnert Thomas‘ Driver das Mopped voll in eine zement-Säule. xD Egal! Der Tollpatschfahrer braust mit Thomas davon, erstmal fast in ein parkendes Auto rein 😂😂😂 und ich? Joa, mein zugeteilter Roller springt erst gar nich an. 😆 Meine Fahrerin und ich stehen da, ööööööööh. Und nu? 😀 Motorleuchte, also nix mit hinterher. 5 Minuten später ruft sie an und bestellt einen anderen Onkel mit Ersatzbike her. Bei 25 Fahrern in der Famile kein Problem, sagt sie. XD Dann war aber auch wirklich alles top und ich bekam sogar ein Upgrade auf eine Honda mit Mini-Rückenlehne. 

Auf dem Programm: 150 km Strecke, Fishing-Village, Elephant Spring, XXL-Seafood-Lunch, praktisch direkt aus dem Wasser gefischt, Wolkenpass und Marble Mountains. Heißt so viel wie 9h Highlight-Programm.😊👍🏼


Angekommen in Hoi An wurden wir mit unserem dritten Bier in der Schneiderei einer weiteren Cousine verabschiedet und zu unserem Hotel gebracht. Auch wieder ein Volltreffer mit mega coolem Bad und Regendusche, keine 5 Gehminuten von der schönen Old Town entfernt. Vor dem Einsetzen des Komas haben wir die eben noch schnell erkundet. Sieht richtig süß aus mit all dem Lampions und Lichtern am Fluss. Bei den coolen Bars und Restaurants weiß man gar nicht wohin, zuerst. Aber wir haben ja noch zwei volle Tage, um der Sache auf den Grund zu gehen. :)) Wir melden uns dann hoffentlich mit kulinarischen Erfolgserlebnissen in den nächsten Tagen.

Ich und mein Scooterella 🛵💨

Ha Giang. Roller. Regen. Autsch! Dieser Vierklang hätte euch heute beinahe als puristischer Eintrag erwartet, wäre da nicht soeben eine heiße 30 minütige Dusche und ein Unterwäschenwechsel gewesen. 😂 Aber keine Bange, jetzt bin ich wieder gesprächsreif. 

Betrachtet man die letzten 48 Stunden rückblickend, kann eigentlich nur von schierem Wahnsinn gesprochen werden. 😄 Der Trip fing schon so geil an. Wir am Bahnhof in Hanoi noch ohne Fahrkarten für den Nachtbus in die Bergprovinz. Vorbildlich vorbereitet. Am Schalter leg ich, nachdem ich mit meinem Englisch und stammelvietnamesich nicht weiterkomme, siegessicher mein iPad auf den Tresen samt Screenshot der Verbindung, die brauchen. Uhrzeit, Personenanzahl, Busunternehmen – alles am Start. Die Frau am Schalter guckt mich an. Hm. Keine Reaktion. Sie greift zum Telefon und ruft irgendwen an.  Nach einem aufbrausenden Gespräch legt sie auf. Und wieder: Keine Reaktion in unsere Richtung. 😄 Viermal geht das Spiel so weiter. 10 Minuten sind um und der Azubi neben der Busschalterfrau fängt an, sich eigenständig durch meine Screenshots zu scrollen und ist augenscheinlich hin und weg, dass sein Gurken-Bus über ein so professionell designtes Portal aufzurufen ist. Und wir haben keine Ahnung was abgeht. Plötzlich eine Rückmeldung der Frau. 

Bus-Frau: „Full Ticket?“

Wir: „Öh.“ xD  

Bus-Frau: „Full Ticket?“

Wir: „Full Ticket?! Äh, yes, but what is a half Ticket then?“ 

Bus-Frau: „Full Ticket!“

Wir: „Jaja okay, Full Ticket!“

Bus-Frau: „No.“ 😂😂😂😂😂

Ich hab keine Ahnung wie, aber irgendwie haben wir dann unsere zwei richtigen Full-Tickets noch bekommen. Zwar mit Liegeplätzen überm Motor, dicht geschmiegt an ein italienisches Ehepaar in Leo-Decke, aber wir wollen uns ja nicht beschweren. Hauptsache Full Ticket xD


Angekommen in Ha Giang gehts direkt um 4:30 zum Motorbike Rental. Kay, der sich so für Touristen nennt, weil er meint Tay ist zu schwierig (??? XD) fängt uns direkt am Bus ab und bietet Full Service. Dusche (okay, der Wassertank war nach einer Klospülung leer, aber er hat’s versucht), Tee und Kaffee, Power für meinen Kameraakku und ach ja… Für Thomas gab’s mal eben um 5 Uhr morgens einen Crashkurs fürs Rollerfahren. Im Dunkeln vor Sonnenaufgang, aber dafür im Regen. 😄 Aber läuft. Gibt n Daumen und grünes Licht für die Straßen. Also reiten wir bei Sonnenaufgang los gen Dong Van. Schließlich liegen 150km Bergetappe mit Serpentinen vor uns. Selbstredend fahren wir erstmal 20 Minuten in die falsche Richtung, aber gut, dass war Tays/Kays Schuld. Wir nehmen’s ihm nicht übel. 

Viel aggroer macht uns der Wettergott. 70% Dauerregen, Nebel und nix mit mega Aussicht. Trotzdem können wir Heavens Gate und Co. im mysteriösen Dunst was abgewinnen. Viele Fotos gibt’s nicht, da es einfach nass und zu kompliziert war, jedes Mal aus meinem Müllsack rauszukommen xD, aber ein paar Eindrücke haben wir natürlich für euch. Mindestens genau so spektakulär wir die Landschaft – die „Hmong People“. Kleine Bergvölker, also Hill tribes, die ihrem Namen alle Ehre machen. Die leben in den Bergen wie in einer anderen Zeit. Kinder lernen am Straßenrand, wie man Feuer macht und Tiere schlachtet. Frauen rennen von morgens bis abends mit Sichel rum und hiefen Ernten ohne Ende zu ihrem Heim. Einfach nur krass anzuschauen. Viele Touristen kommen wohl noch nicht vorbei. Jedes Mal, wenn Kinder uns sehen, winken sie uns wild zu oder rennen uns noch ein ganzes Stück hinterher. So knuffig. 





Klingt bei 9h für 150 km zwar komisch, trotzdem war ich überrascht, in welch gutem Zustand die Straßen waren. Das meiste asphaltiert, nur hier und da erschwerten 2 m hohe Steinhaufen oder ein halber Meter Matsch von der aktiven Baggerbaustelle mitten im heftigen Bergpass den Weg. XDD Jaja, einfach drüber fahren, sagt das winken der vietnamesischen Bausarbeiter. Vielen Dank, sagen unsere Schuhe und vollgesauten Hosen, als wir versuchen, unsere Bikes mit den Füßen bei 10% Gefälle im Schlamm abzubremsen. 😂 Mit Ach und Krach haben wir uns dann dank rettender Pho Bo Suppen Stopps abends in unsere Absteige gerobbt. Schön mit Loch in der Wand, was man in dem Bergloch eben so findet, aber Hauptsache n Tütüvorhang am Bett. Aber ein Ort der großen Erfindungen. Hier entwickelte Thomas in seiner 2h-Fön-Orgie ein Tunnelsystem, um unsere Sachen alle auf einmal zu trocknen. Dass der Fön zwischendurch mit zu uns unter die Decke kam, um klarzukommen, versteht sich von selbst. :DDD


Unsere Highlight des Tages:

1) Ein halbes Schwein überholt uns! 😂

2) Eine Frau winkt uns 15 Minuten lang euphorisch aus dem vor uns fahrenden LKW. 

3) Thomy wollte „nur noch ins Ziel“ und nahm’s wörtlich. Erstmal schön dem Suppenkoch in den XXL-Blumentopf  am Eingang gefahren. Aber nix passiert 😀

4) Das Kind des Suppenkochs kotzt uns neben den Tisch. Als Entschädigung lädt der uns zum Fernsehengucken und Tee trinken ein. 

5) Und Last gut Not least: Der Moment, in dem ich checke, dass ich wohl gerade Hundespieße für uns zum Abendbrot gekauft habe. Oder wieso seh ich auf dem Rückweg ein paar Meter neben dem Grill einen halb ausgenommener Köter auf dem Tresen? Hups, zu spät gesehen. Machste nix 😂


Am zweiten Tag ging es etwas unspektakulärer zu. Hier hieß die Fragestellung eigentlich nur: „Werden wir den Weg zurück schaffen, solange es hell ist?“ und „Ist das dem Wetter sein Ernst?“ xD Mit voller Konzentration ging’s dieses Mal mit 100%iger Dauerregenquote ab zurück ins Tal. Und hier sitzen wir nun und warten auf den Nachtbus zurück. Mal gucken, mit wem wir heute kuscheln dürfen..

100% „Smuti“ ins neue Jahr

Hallo Festland, hallo Internet, da sind wir wieder. :)) Die Crew musste uns zwar nach drei Tagen Wohlfühlfaktor 6000 auf dem Pazifik regelrecht von Bord zerren, aber wir hocken wie geplant im Auto zurück nach Hanoi. Und das gibt uns die Chance, brav Bericht zu erstatten. Und um’s gleich mal platt vornewegzunehmen: von Anfang bis Ende kann man unseren eigentlich Trip nur hart feiern. Besser geht’s nich! 😊🙌🏼 

Völligst überraschend kam unser angekündigter „Luxus Van“ auf die Sekunde pünktlich, um uns abzuholen. Zweiter positiver Schock – das mit dem Luxus haben die tatsächlich ernst gemeint. XD Fette verstellbare Sitze, USB-Port und Dosenhalter. Alles vom Feinsten, auch was die anderen vier Fahrgäste angeht. Vor allem dank Megan und Nate aus Californien ging die Zeit so dermaßen schnell um, dass sich herzzerreißende Szenen am Hafen nicht verhindern ließen. Die beiden wurden nämlich auf ein anderes Schiff gekarrt. Aua! 😿 

Unsere Kabine und der kleine Willkommens-Lunch halfen uns allerdings schnell über unsere Trauer hinweg. Ich sag nur so viel: Thomas‘ Freudentanz-Video über unseren Whirlpool im Zimmer enthalte ich euch aus ethischen Gründen mal vor. 😄 Und ja zum Essen… das war der Knaller. Ich schon ganz hibbelig, weil der Kellner kommt und ich noch nicht weiß, ob ich Prawns oder das Hünchen als Hauptgang möööchte. Aber puh, er bringt erstmal nur Vorspeise und will nix weiter. Während ich mir weiter das Hirn zermahle, bringt der Kellner einen Teller nach dem nächsten, ohne auch nur eine Frage zu stellen. So langsam checken wir – er bringt uns einfach ALLES auf der Karte nacheinander weg. Und das ganze während wir gemütlich an diesen hyper geilen Felsinseln vorbei cruisen. 😂 Check! 


Und es wurd noch besser. Weil’s super windstill war, durften wir im Kayak durch die Gegend fahren und Parts erkunden, die fü unseren großen Dampfer tabu waren. Yeeha! Da wir weder kenterten noch (ebenfalls völlig widererwartend) am nächsten Tag Muskelkater verspürten, ganz klar als Highlight zu verbuchen. Können dazu leider nur ein Foto präsentieren. Der Rest hängt noch auf Ricis *fast-GoPro, von der wir irgendwie grad keine Bilder runterbekommen. Wird dann später nachgereicht 🙂



Auch zu New Year haben die Leuts vom Schiff sich richtig was einfallen lassen. Nach XXL-Dinner und einer kleinen Einführung in die vietnamesische Musikdarbietung ging’s Überraschungsmäßig, richtig süß, nach draußen aufs Deck. Captain’s Party! Hieß: Auf den Kapitän gab’s diverse Pullen Sekt für lau. Weil die Crew auch wie besessen einem sofort nachgeschüttet hat, sobald man mal genippt hatte, kamen wir schnell auf vier Gläser pro Kopf und waren entsprechend in Lichtgeschwindigkeit haubitzen voll. xD Dann drehte auch noch DJ Jelly Fish (kein Scherz 😂) unter seiner Discokugel richtig auf. Und Zack, aus dem Nix hatten wir mit unserem Lieblings-Cruise-Paar aus Zürich und Tour-Guide Kenny eine irre Silvestersause. Und auch nach drei Long Island Ice Teas on top, konnte ich nicht fassen, dass dieser Drachen aus Obst geschnitzt wurde. 


Der Nacht entsprechend fiel am Neujahrsmorgen erstmal der Thai Chi Kurs um 7:30 flach. Ich mein, man kann schließlich nicht alles haben. 😄 Zudem hatten wir am Tag noch glorreiches Programm vor uns. Als erstes gings zu einem Floating Village, praktisch einem kleinen Fischerdorf auf Wasser, in dem die Leute 365 Tage im Jahr leben (, wenn nicht auf einem ihrer Boote selbst, wie ein kleiner einheimischer Junge mir noch anmutig mit Toast in der Hand beim Vorbeifahren demonstrierte xD). Sogar ne verlassene Schule gab’s, nicht weit weg, dürften wir Arbeitern in einer Austernfarm über die Schulter gucken.




Auch richtig, richtig gut. Ein fettes Barbecue am Strand plus Höhlenbeschtigung auf einer der Limestone Inseln. Neben Müllsammeln für den guten Zweck haben wir dann am Abend in einer mini Cooking Class noch gelernt, wie wir demnächst eigene Original vietnamesische Frühlingsrollen hinkriegen. Nom, Nom, Nom. 




Und auch wenn alles bis dahin schon so mega war. Wir wären keine Glückspilze, wenn sich die Halong Bay nicht am letzten Tag noch mit blauem Himmel von ihrer schönsten Seite zeigen würd. Also schließen wir den heutigen Eintrag mit ein paar schönen Postkarten-Bildchen und bereiten uns mental auf unseren weniger komfortablen ca. 10-15 Grad kälteren Ausflug in die Berge vor. 😊