Goodbye for now 👋🏻

Ooooh, so schnell geht’s. Jetzt muss ich schon vom letzten Tag aus Toronto berichten 😦 Wir haben nochmal alles gegeben und trotz kleinem Wettersturz eiskalt 21 km zu Fuß abgerissen. Ein Hoch auf Vadders Durchhaltevermögen nach seiner OP. 🙌🏼

Wer den Blog regelmäßig liest und bei all meinen Reisen dabei war, weiß vll., was noch fehlt. Street Art Foddos. Die dürfen bei keinem Trip fehlen. Und Joa – auch Torontos Grafitis machen was her. Alle aufgenommen in der zwielichtigen Grafiti Alley 🙂  




Weiter durchs hübsche Backstein-Haus-Viertel „The Annex“ flüchteten wir uns im üblen Platzregen am Casa Loma unter ein rettendes Dach. Und hier dann war’s so weit: Trennung vom Dauerbegleiter. Die letzte Proviant-Wurst im Bifi-Format wurde vernichtet. Der Anfang vom Ende. 😀

Durch eine göttliche Fügung oder aber durchs Wurstaufessen, man weiß es nicht, hörte es im Nu wieder auf zu Regnen. Weg frei für die letzte große Wanderung durchs Promi-Schickimicki- Yorkville und Old Toronto.




Am Dundas Square, so etwas wie dem Mini-Timesquare von Toronto, mampften wir uns anschließend noch ein dickes Must Do von der Bucket List. Nämlich ein schmieriges geiles Hot   Dog vom Straßenrand. xD Ich sag nur: Wenn der indische Verkäufer dich anguckt und dir anschließend noch 20 extra Servietten in die Hand drückt, weil er deinen Belaghaufen gespottet hat… 😂🙈 


Den heißen Hund nichtmal ganz verdaut, nahmen wir selbstredend nochmal persönlich Abschied von unseren zwei Zuhäusern – dem Ice Tower Apartment und der Steam Whistle Brewery vor der Haustür. xDD Dort haben wir schließlich gefühlt genauso viel Zeit verbracht 😅. Ein Last Minute Besuch bei Chipotle, der Thadhäus noch einen navigatorischen Moment der Scham einbrockte, rundete die Traumwoche gebührend ab. 

Da dachte man, alles ist vorbei, setzt Vadder am Flughafen noch mal ein Ausrufezeichen. 😂 Wie auf heißen Kohlen hatte der anscheinend den „ich muss jetzt sofort nach hause Modus“ aktiviert. Scharrend mit den Hufen drängte er sich dreimal voller Elan in die Boarding-Schlange als gebe es was umsonst. Alle drei Male wurde er zurückgeschickt xDDD Alex und ich standen da und haben uns nicht mehr eingekriegt. Erst hat Vo die richtigen Sitzreihen um Haaresbreite verpasst, dann hatte er keinen Fensterplatz wie aufgerufen, dann war wieder was anderes. Seine Parameter wollten einfach nicht aufgerufen werden – am Ende ist er aber mit dem Last call dann doch reingekommen. 😆👌🏼 


Nur sein Koffer hat es nicht bis nach Deutschland geschafft. Der wurde zu unserer völligen Begeisterung nach 11 Stunden Flug in Island vergessen. Dödööm. Aber immerhin wird er nachgeschickt. Also doch ein Happy End, wie es der Trip verdient hat. 💪🏼😍

#IchBrauchKeinenPoncho

Soo, endlich nach kurzem Erholungs-Snooze wieder online. ☺️ Auuuusgerechnet an den Niagarafällen waren wir stehen geblieben. Einem der witzigsten Tage überhaupt. 😂 Er startete zugegeben etwas rumpelig mit einer ungünstigen Kombination aus harten Kopfschmerzen und der Kritik an meinem abrupten Fahrstil. Obwohl ich ja immer noch dabei bleibe, dass „Reeeeeeeeechts, du musst nach reeeechts!“ den Wunsch, schnell noch auf den letzten Drücker abfahren zu wollen, suggestiert. XDD

Naja, einmal durch den Stau gekämpft und den Parkplatz am Arsch der Welt gefunden, stand dem Vergnügen nichts mehr im Wege. Auch weil wir wieder mega Schwein mit dem Timing hatten und überall einfach durchstapfelten.

Beste Szene gleich zum Auftakt. Journey behind the falls. Heißt: erst via Tunnel zum Guckloch hinter die krassen Wassermengen, dann auf eine Plattform nah an die Fälle ran. Alex nach dem Sonnencreme-Gate sofort wieder im Verweigerungs-Modus: „Ich brauch keinen Poncho!“ 😆😆😆 Hatte zum Glück keinen Bestand. Sonst wäre mitunter dieses wunderschöne Foto nicht entstanden.



Zu gut fand ich auch dieses Warnschild: Achtung, the floor is piso! 😂 Wieder an der Oberfläche ließen wir uns bei heftigstem Sonnenschein und 1a Ausblick trocknen. In sicherer Entfernung konnten wir schon mal einen Blick auf unsere nächste Attraktion werfen.


Den Hornblower Cruise bis an den Fuß der Wasserfälle. Wieder gab’s n schicken Poncho – dieses Mal war er noch bitterer nötig. Wie so wilde Seemänner haben wir gegen die Brise auf unserem Kutter angeschrien und uns kaputt gelacht, während uns die Wassermassen in unsere dummen Poncho-Visagen klatschen. Herrlich. XDDD

Jetzt haben wir die Fälle von hinten, von unten und auf Augenhöhe gesehen. Was fehlt? Na klaro, das von Oben. Dazu ging’s auf den Skylon Tower. Für uns alte Edge Walker keine Offenbarung, aber natürlich ein super cooler Ausblick. Den man sich allerdings mit Horden von chinesischen Reisegruppen teilen musste. Neeeeeeeeiiiiin! 😄

Hier entstand auch die Wahnsinns-Aufnahme des Tages, die ich euch nicht länger vorenthalten kann. Wenn das seine 35C$ nicht wert war, dann weiß ich auch nicht… XDDD


Mehr ging nicht, also machten wir folgerichtig die Biege. Sari musste sich im Auto angekommen nur einmal kurz rebooten. Wegen der 100 Grad im Vehicle war ich kurzzeitig in der Anderswelt. Eine kleinere Fehlfunktion, die Thadhäus wie immer köstlich amüsierte.  😀 Auf dem Nachhause-Weg legten wir dann noch einen Stop bei dem coolen Städtchen Niagara on the Lake ein. Schön die Promenade samt kitschigen Pavillion mitgenommen, in den Straßen geschlendert und lokalen Wein abgegriffen. 👌🏼


Die letzten 80 km waren dann zwar wegen einer Highway-Sperrung ne Vollkatastrophe, die darin endete, dass ich so fertig war, dass ich uns um ein Haar 100m vor dem Ziel an der Tankstelle den Kotflügel abgerissen hätt. Aber nochmal die Kurve gekriegt. Upala xD So haben wir das Auto geschafft aber glücklich abgegeben und sind nach selbstgekochten Tortellini a la Mudder engeratzt.

Us, Roger & the Poutine <:o)

Erstes Mal ausschlafen, flanieren auf den Toronto Islands: Der Tag nach dem 14h Nationalpark-Trip stand ganz im Zeichen der Entspannung. Dennoch nicht zu unterschätzen vong der Nicigkeit her.  🙂 

Ordentlich windig, aber super sonnig, haben wir die Wetterlage natürlich komplett unterschätzt und uns klassisch ne schöne rote Birne eingefangen. Thadhäus, der Creme-scheuste Mensch auf Erden, hat den Vogel abgeschossen. Erst noch wie immer geschimpft  „bah ej, Sommencreme brauch ich nicht“, ließ sich Käptn Rothaut beim Mittagessen doch noch zu ner Lage 20er überreden. Zu wenig. Zu spät. Auf dem Nacken konnt man definitiv n Spiegelei braten. 😆 Aber gut… Stattdessen standen (im selbstredend komplett schattenfreien Outdoor-Restaurant) Angus Burger, Buffalo Wings und Poutine auf dem Speiseplan. Letzteres schimpft sich hier eine lokale „Spezialität“. Pommes mit Bratensauce, Smoked Meat, Käse und Gewürzgurkensplitter. Kurz: Zerstörung pur!!! xD Das brachte selbst Saris fettverwöhnten Kuhmagen an Grenzen. 😂 

Die Rettung hieß Steam Whistle Brewery, die netterweise die nächste erreichbare Toilette bereitstellte. 😂😂😂 Wie praktisch, dass uns bei der gebuchten Brauerei-Führung zum Nachspülen die ein oder anderen Samples erwarteten. Unserer vorbildlichen Qualitätskontrolle sei dank ging’s wieder bestens gelaunt zum eigentlichen Highlight bzw. Anreiz des Kanada-Trips.

Zum Konzert von Roger. 2,5 Stunden lieferte der mal wieder einen Hammer Sound und eine Hammer Show ab – sogar noch besser als eh schon zu erwarten war. Statt Bush bekam dieses Mal Trump sein Fett weg. Erst schön als Schwein beschimpft, schaukelte es sich bis zur 1a Photoshop-Collage mit Mikro-Pimmel hoch. 🙈 xDDD Roger dreht mit 74 noch mal richtig auf, kann man sagen. 😅

Thadhäus ist zwar dagegen ein Jungspund, aber kommt schon. Beim Bierholen musste er ernsthaft seine ID vorzeigen, um was zu bekommen. XDD Da stellt er der Bedienung einmal 1,2 völlig legitime Fragen (gezapft/Größe/Sorten), wird er sofort wie ein 14-Jähriger behandelt, der noch nie n Bier bestellt hat. Da wurde sogar die Chefin zur Validierung des deutschen Persos von der planlosen Debbie akquiriert. 😀 Aber grünes valid-Licht kam und damit auch das Torontsche Strohhalm-Bier. Mir ließ ich ne freshe Sangria mixen. Per-fek-to!👌🏼✅
Einziger kleiner Wermutstropfen beim Gig: Genau vor uns saßen die einzigen nervigen Personen in der gesamten Konzethalle. Drei englische Hausfrauen-Hooligans, die so rotzevoll waren, dass sich Nr. 1 erstmal beim vierten Song zum Reiern verzog. Leider fand sie sogar den Weg zurück, um uns den Rest des Abend mit einer Englandfahne gröhlend die Sicht zu blockieren. War nett, danke noch mal an der Stelle ne 💩 😄 Die soll mir noch mal übern Weg laufen. 

Sei’s drum. Konzert war der Knaller, genau wie unser nächster Tag an den Niagara Fällen. Davon gibt’s aber morgen erst Footage. Ich penn grad praktisch im Stehen und muss für den Schlusssprint vll doch mal mehr als 5 Stunden pennen. 😅😴

The Fall Colours 🍁🍁🍁

Bängeräng. Unser Ausflug in die Wildnis war mal ein voller Erfolg. Am Sonntag hieß es: Explorer-Modus an, Pedal to the Metal und ab zum Algonquin Provincial Park. Nach drei Stunden und 300 Kilometer standen wir mitten im kanadischen Paradis. Ein vernebelter See nach dem anderen, Inseln, orangene Blätter und ein Highway mittendurch. So haben wir uns das vorgestellt. 


Im Eifer der eingesetzten Euphorisierung haben wir vier Wanderwege geschafft. Und das kam dank Thomys Weitwinkelobjektiv fototechnisch bei raus… 😍
Whiskey Rapids Trail


Lookout Trail


Beaverpond Trail


The Asian Pond


Booth Rock Trail


Und jetzt die unlandschaftlichen Highlights:

  1. Eine verwirrte Frau (mit einer einzigen Haarklammer im offenen! Haar) fragt uns genau bei jeder Wanderweg-Markierung, ob wir wissen, wo’s hergeht. XDD
  2. Eine Parkplatz-Wächterin winkt, als ich auf den Parkplatz abbiegen will, ab, als wär grad ein Vulkan ausgebrochen. Alex dachte schon sie schießt mir die Reifen platt und rollt sich danach heroisch ab. 
  3. Ein Bär irrt auf unserem Highway herum. Aber alles gut gegangen … xDD
  4. Wir packen Baguette-VerPackung um unser Bier, um keinen Ärger zu bekommen und vor allem um nicht aufzufallen. Was macht Vadder? Nach dem ersten Schluck erstmal voll rülpsen. Stark!

I’m all the way up! 🔝☀️

Bäm, was ein erster Tag in the Ciiiiddeeeey. Unser Motto für Heute: Anspannung, Entspannung! 😆 Zum Wachwerden starteten wir bei 6 Grad im sonnigen, blauen Himmel unsere Edge Walk Mission. Heißt: Auf 356 Metern freihändig über ne 360-Grad-Plattform ohne Geländer flanieren und sich an der Kante „aufs Material verlassen“… xD Unsere Fotos und die Go-Pro Aufnahme schlummern noch auf diversen Endgeräten. Aber so viel sei schon mal verraten, bevor wir das nachreichen. Wir können in unseren schicken Overalls nicht nur lean back, sondern auch lean foreward. Kranker Scheiß! Dank perfekten Bedingungen könnten wir bis zu den Niagara Falls rüberlinsen.


Unser Überleben haben wir erstmal gemächlich in der Steam Whistle Brauerei gefeiert, gefolgt von einer Fressorgie am St. Lawrence Market. Die ich hab null Hunger, ich hol mir nur ne Kleinigkeit Einstellung endete natürlich in einem Rippchen-Massacker, das seines gleichen sucht. Der zahnlose Sal hatte aber auch einmal kurz einen ansprechenden Stand und die Argumente auf seiner Seite. 😀


Zum Entschleunigen ging’s anschließend durchs super coole Historic Distillery Distric über ne  Promenade mit scenic view (Thadhäus‘ neues Lieblingswort 😀 ) zum Sugar Beach. Da haben wir beim Pausieren dann fast unseren Mietwagen verpennt, aber hey. Weil’s so chiliastisch war, gings mit dem Auto erstmal direkt zurück auf die Stühe im Sand.


Was uns dann wieder zur Anspannung bringt. 😀 Oder wie deutet ihr mein Gesichtsausdruck bei der ersten verwirrenden Kreuzung in unserem Kia.. xDD Aber keine Sorge: Lief zwei Kreuzungen weiter wie geschmiert. 👌🏼 


In Kooperation mit unserer Thrifty-One-Man-Show Li noch schön n Overnight-Parking-Ticket für lau abgegriffen, conduirten wir stur stracks in den Sonnenuntergang. Erst mit unsrem Auto, dann mit einem dicken Segelkahn. Leider hat man uns vorab nicht informiert, dass 2,0 Promille auf dem Turn durchaus erwünscht sind. xD So hinterließen wir neben der komplett abspackenden Biker- und Justin-Bieber-Teenie-Gruppe nüchtern zeitweise einen etwas verwirrten Eindruck. Aber wurscht: Skyline im Dunkel, coole Musik… gibt auch hier n Daumen! 🙂 


Vorm Sandmännchen hopsten wir mit unseren Edge Walk Tickets noch mal gratis auf den CN Tower. Diesmal aber auf die normale Aussichtsplattform mit partiellem Glasboden. Im Dunkeln bekam dann Vadder in einer Luke auch noch sein Bild mit Wilson. Schön, schön, schön! Für heute steht der Algonquin Park auf dem Programm. Da freuen wir uns schon mega drauf. Noch Brote schmieren, duschen. Dann geht’s um 7 a.m.  auf große Tour. So long, reingehauen. :-*