Preparer qc a qn


Juhuuu, es ist Zeit für News aus Puebla. 
✨✨✨✨✨ Ab sofort Zweitwohnsitz würd ich sagen. Hab mich direkt in die Stadt verliebt – und in meine Gastgeberin Dulce und ihre bezaubernde Family. ❤

Nur einen Fuß ins Haus gesetzt und du warst wie in eine andere Zeit versetzt. Dunkles Holz, Weihrauch, Schwarzweiß-Fotos, Öl-Gemälde, ein Altar mit Betstühlen, der Garten voller Limetten-, Granatapfel- und Avocado-Bäume. Dazu ein kleiner integrierter Schreibwarenladen, in dem Dulces blinder Papa Papier in allen Farben und Formen verkauft. Wahnsinn.

Nachdem ich erstmal voll beeindruckt das gesamte Haus abgelichtet hab und Dulce ihrem Papa beim Fertigmachen ungefähr 12 Mal versichern musste, dass wir Handy und Schlüssel dabei haben und uns regelmäßig melden (haha voll sweet), ging‘s ab auf die Straßen.

Ey und was kann ich sagen, gebt euch meine Lieblingsstraße. Farben ohne Ende, eine krasse Prunk-Kirche neben der anderen. Wie aus dem Bilderbuch.

Vom Timing her hätte es nicht besser sein können. Denn kurz vor dem Tag der Toten konnte man der ganze Stadt bei den Vorbereitungen über die Schulter schauen. 

Für alle, die den Film Coco unverzeihlicher Weise nicht gesehen haben (Achtung Product Placement)… 😅 Die Mexikaner glauben, dass ihre verstorbenen Liebsten (bzw deren Seelen) einmal im Jahr zurück in die Realwelt kommen und ihre lebenden Familien besuchen können. Am Dia de los Muertos. Deshalb stellen alle Familien riesige Altare (Offrendas) auf. Mit Fotos von verstorbenen Familienmitgliedern, Essen und Trinken und speziellen orangenen und pinken Blumen. Damit die Toten den Weg finden, werden die Blätter wie ein Weg zum Haus und zum Offrenda gestreut und Weihrauch aufgestellt.

Anstatt zu trauern, wird über drei Tage der Besuch der Toten richtig fröhlich und bunt gefeiert. Es werden Geschichten erzählt, es wird gesungen, getanzt und gegessen. Das wichtigste ist, dass sich die Familien an die Verstorbenen erinnern und die Toten nicht in Vergessenheit geraten. Sonst können sie die Brücke zur Lebend-Welt nicht passieren, so der Glaube. Deshalb sind die Fotos auf dem Offrenda auch so wichtig.

In Puebla konnten wir also zum einen riesige Offrendas für große Persönlichkeiten der Stadt abklappern. Hier mal ein paar Eindrücke:

Zum anderen war ich mit Dulce und ihrer Mama auf den Mercado Deko, Blumen, Süßigkeiten und Obst für den Offrenda besorgen. Haha, das war ein Spaß, sag ich euch. Die Eindrücke waren so schon krass, aber als „Güerita“ (Blondine), wie sie einem immer hinterherrufen, war es echt crazy. Alle wollten mir iwelche Hühnerkörperteile oder sonstige Raritäten andrehen.  XDDD Und an jeder Ecke hat es nach was Geilem gerochen. Mit so 2 m langen Ruderdingern aus Holz haben sie in riesigen Pötten voller kochendem, blubbernden Fett Schweinehaut frittiert 🙌🏼🤣 Entsprechend wurden komplette Schweine da auch nur so durch die Gegend getragen. Als Snack dazu gabs blaue Tortillas. Man gönnt sich ja sonst nix.

Das absolute Highlight wartete aber zuhause: Ungeachtet meines Gringa-Statusses durfte ich mit Dulce den kompletten Offrenda für die Großeltern herrichten. 😍 Fazit: mamá le gusta! 😂 Glück gehabt…

Selbst am Abend hat Dulce sweet as Candy noch die geilsten Sachen organisiert. Lights of the City Rundfahrt, Friedhof-Besuch und… siiii! Endlich meinen ersten Tequila – ajajajajaj! 😂🐛🧂

Trinkt man hier aber übrigens (wie auch bei wirklich jedem Gericht) mit Limette und nich mit Zitrone. ☝🏼Zufälliger Weise hab ich an dem Abend von Dulce und ihrem Freund noch einen Crashkurs im Vokabularland für Beleidungen und sonstige versaute Sachen bekommen. Meine persönlichen Favoriten: #perreointenso #mamona xD

Oah ich werd sie vermissen. Wir hatten so geile Englisch-Spanisch-Mischgespräche und so viele Lachflashs. Über die Diskussion, ob wir gerade eigentlich die ganze Zeit von the bones oder the bowls im Museum sprechen, werd ich glaub ich auf dem Sterbebett noch lachen. 🤣

Insofern wurd grad tatsächlich das ein oder andere Tränchen beim Abschied verdrückt. Aber ich hab ja noch meega viel, auf das ich mich noch freuen kann. Zb. auf die volle Ladung Dia de los Muertos in Oaxaca, wo ich ungefähr inner halben Stunde eintrudel 😛 

Leid tut mir gerade nur mein Sitznachbar. Ich hab nämlich erstmals heftige Bauchschmerzen nach meiner von Dulces Mama iniziierten Fressorgie mit 2 kilo Salsa... 😂😂 Mit dieser tollen Information und etwas Vorstellungskraft lass ich euch jetzt alleine. XD

Walk it like I talk it

Sooooo, Endspurt in Mexico City. So schnell geht’s… 🤷🏼‍♀️ Am letzten Tag wollt ich unbedingt nochmal ein paar Kilometer reißen und die etwas moderneren Viertel der reichen und coolen Kids sehen. Also Free Walking Tour durch die Stadtteile Roma und Condesa gebucht.

Wie es der Teufel will, hab ich mit Guide Eduardo schon wieder direkt mega Schwein gehabt. Rennt der als gebürtiger Mexikaner mit nem Russland-Sticker auf seinem pinken Führer-Regenschirm rum, weil er es grad als neue Sprache lernt. Ich hau ihn drauf an, kram mein 15 Jahre altes Restwissen aus der letzten Ecke des Gehirns und drück meine paar Stammelsätze raus – zack, BFs und Sonderstatus eingefahren. 😂 Immer, wenn die vier Amis, die noch mit dabei waren, pausierten und am Handy hingen, hatter den Verkäufern in Geschäften und Markthallen die wildesten Gratisproben aus den Rippen geleiert. Mais-Eis (voll geil!), mini Heuschrecken mit Chipotle zum Snacken bei nem Bierchen, Kaktusmarmelade, schwarzen Sesam. Und und und.

Futter für die Spiegelreflex gab’s auch. Vor allem an den Hauswänden. Neben den hammer König der Löwen Grafitis mein absolutes Highlight natürlich der Dönerspießwurf. 😂😂😂😂

Zur Erholung wurd im Park Mexiko gechillt und anschließend 1 kilo Guacamole, Schrimps in black bean Sauce mit lokalem Bier für zusammen rund 10 Euro getilgt. So lässt es sich doch leben. Total sweet auch die Ausstellung von selbst gebauten Spirit-Animals auf offener Straße. In Vorbereitung auf die volle Coco-Dröhnung am Dia de los Muertos. 😍

Jetzt hock ich nach einer morgendlichen Shoppingtour mit Arantzas Mama schon im Bus nach Puebla und glotze 3 Stunden fleißig aus dem Fenster. Von Slums über Mezcal-Felder ist alles dabei. Später kommen wir sogar noch an Vulkanen vorbei. 🤗

A–D–R–E–N–A–L–I–N.

Woah, sorry für das späte Kommuniqué. Aber immerhin: Ich denke, ich könnte langsam wieder halbwegs C9H13NO3–frei sein. 😂 Junge Junge, war die Formel 1 behind the scenes fein. Also Vorhang auf für das erste Mega-Highlight des Trips – den Großen Preis von Mexiko! 😄🥳🙌🏼

Mit Walky Talky und Medienausweis bewaffnet (hahaha, sah ich vll. wichtig aus xD), ging’s vier Stunden vor dem Rennen auf ins Getümmel. Erster Stop: Fahrerlager. Neben Schalten und Interviews stand eine Voraufzeichnung für die Live–Sendung auf dem Programm. Oah, dafür durften wir echt in die heilige Mercedes Box. Nur in diesen Gang zu schreiten und auf das Mercedes–Logo zuzutapseln, hat mir schon das erste Mal die (Kompliment–)Schuhe ausgezogen. Maximal Hormonisiert war ich spätestens, als Danny – die coolste Sau von Mexiko – Ricciardo, Hamilton, Vettel, Verstappen, Le Clerc und Co. einfach so an einem vorbeispazierten.

Gab eine goldene Regel: Immer hinter Kameramann Toni bleiben und nich ins Bild rennen. Und wenn’s passiert, einfach cool bleiben als wär nix. Ich total stolz, dass ich nix hab anbrennen lassen. Kommt Whatsapp von Vadder rein… 😂

Schön das eingespeiste UK-Bild gecrasht xDD Immerhin hab ich totaaaal lässig durch die Gegend geguckt. Nach dem Motto: Interessiert mich doch nich, was der Vettel da labert, mit dem hab ich vorhin schon Selfie gemacht. 😂😂😂😂

Richtig cool war auch der Ausflug in die Pit Lane. Und das Erlernen der Kunst, seinen ganzen Elektrokram nicht ins Klo fallen zu lassen. 😄👌🏼

Für den Start und die ersten Runden hab ich mich mit großen Augen mitten auf die Tribüne ins legendäre Stadion gezirzt – und es nicht bereut. Die mexikanischen Fans waren echt geisteskrank gut drauf. Was da jedes Mal los war, wenn die ersten Drei, oder noch besser Lokalmatador Sergio Perez, vorbei heizten. #Sarahverliertdierestlichen20prozenthörvermögen xD

Den Rest hab ich mit den Skylern und der RTL-Crew in der Red Bull Hospitaly geguckt. Bis Imke mir den Tipp des Jahrtausends gab, vier Runden vor Schluss zum Medien-Einlass fürs Podium zu gehen, damit ichs evtl. mit ganz viel Glück bei der Siegerehrung vors Podium schaff.

Und was war? Ich dämliche Nuss hab’s 3/4 geschafft und verlauf mich auf den letzten paar Metern. Kommt einfach ein Ordner, sagt: „alla alla!“ und blinzelt mir zu, nach dem Motto – aber hurtig und unauffällig. Ich denk mir, ah ja ok cool, mega nett. Bis ich checke, dass er mich als einzige Person vor Rennschluss schon direkt unters Podium an die Strecke gelotst hat. Ich guck nach rechts, stehen da einfach alle Medienleute 200 m weg an soner Barriere 😂😂😂😂 Heißt: Ich stand die letzten drei Runden einfach bei den Streckenposten 5 Meter weg von den Curbs – mit Blick ins Stadion – genau unter dem Podium. Und dann war da auch noch son Guckloch im Zaun, dass man freie Sicht auf die Autos hatte. Das entsprechende Video und Lewis‘ Donuts stell ich mit Rücksicht auf meine finanzielle Sicherheit mal lieber nicht rein. 😅 Aber das hat mir einfach komplett komplett das Hirn rausgepustet.

Als das Rennen dann aus war, half mir ein Security noch dabei, durch dieses Gucklock auf die Strecke zu klettern. Da stand ich dann, bereit für die Siegerehrung. Neben mir einfach die Mercedes-Crew. Völlig crazy.

Mit der gratis Tiësto-Eskalation im Anschluss wäre es der perfekte Abschluss gewesen. Doch eine letzte Mini-Schalte, auf die wir wegen der 100h PK über eine Stunde warten mussten, brachte uns noch einen üblen Monsun ein. Wie begossene Pudel saßen wir danach im Sky Italia Container und warteten auf unser Shuttle 🤣

Weil bei Arantza noch keiner Zuhause war, wurde es noch geiler. Ich war mit meinen komplett nassen löchrigen Schuhen und 5 Grad warmen Füßen nach 1,5 Fahrt zum Sky Hotel so am Ende, dass ich letztlich bei Kameramann Toni unter der Dusche eine Fuß-Reanimation einleitete und dann in seinen eingelaufenen 47-50er Socken und halb vom Fön getrockneten Schuhen wie der erste Mensch im feinen Hotelrestaurant aufschlug und mir vornehm n Medium Rare Steak bestellte. 😅 Mal ganz zu schweigen von meiner Frise…

Nach zwei Bierchen ging’s dann aber wirklich in den verdienten Feierabend. Entgegen der ersten Tage mit jeweils 3-4 Stunden Schlaf hab ich mir schön 11,5 Stunden rausgelassen. 😴👍🏼

I say it to you. Diesen Tag werd ich so schnell nicht vergessen. Da hat Sky und die Crew echt sowas von einen gut bei mir. 🙃

Release the Beast

Jesus, Maria und Josef 😂😂 Darf ich vorstellen? Mexico City. 20 Millionen Einwohner, 4 Milliarden Eindrücke, 0,0 Prozent Langeweile. Die Geschichte in der Nussschale: Es ist un poco Loco. Aber überzeugt euch selbst…😅

Der Vibe

Die Grundstimmung müsst ihr euch schon mal wie folgt vorstellen. Überall Menschen, permanentes Dröhnen von Trommeln und Weihrauch in der Nase. An jeder Ecke gibt es irgendeine Art von Prozedur und Kostüme ohne Ende. Die eine Frau befreit mam beispielsweise gerade von ihrer negativen Energie. 🤷🏼‍♀️ Bester Mann bleibt aber Atzteken-Darth-Maul.

El traffico

Was hier vor sich geht, ist nicht normal. xDD Für ne Strecke von 14 km braucht man gut und gerne Mal 1,5 Stunden. Kein Wunder, bei der Masse an Menschen und der 0-Toleranz-Politik gegenüber roten Fußgänger-Ampeln. Da hast du als Auto halt einfach verloren. Zum Glück bezahl man für seine 90 Min Uber trotzdem nur 9 Euro – und bekommt eine Spanisch-Stunde con Carlos gratuido. 😄👌🏼 Wenn der nicht gerade voll auf meine Playlist abfährt und die Musik bis zum Auseinanderfallen des Autos aufdreht xDD

La Lucha Libre – oder auch: Ich schmeiss Pesos in den Ring und schrei Bo Bo! 😂

Ich habe mich so ultra aufs mexikanische Wrestling gefreut – alle Erwartungen schlichtweg pulverisiert. 😆 Es ist wie erhofft total aus dem Ruder gelaufen. So asozial xDD 2,5 Stunden gab’s nur ins Gesicht und Trash Talk vom Feinsten. Wir waren zu sechs und haben gegröhlt und gelacht ohne Ende.

Ich find, sie hätten mich aber auch schon mal ranlassen können im Vorprogramm. Zwischen dem Midget- und dem Ginger-Tamagochi-Fight wär halt schon was zusammen gegangen. 😂 Diese Ranzhalle war auch das allerletzte. Hahaha.

La Gente

Aber die wichtigste Erkenntnis von Tag 1 ist: Die Menschen sind hier der absolute Wahnsinn. Das Herz am rechten Fleck, immer hilfsbereit und total offen.

Ich war mit einheimischen Families basteln, hab mich nem knallharten Kinder-Gringo-Quiz gestellt und total süß einen bemalten Tag der Toten Schädel geschenkt bekommen, der mich den ganzen Tag koordinationstechnisch blockiert hat. 😄 Ich red echt nur spanisch und das zahlt sich so aus. Bin zwar echt das einzig blonde Teil hier weit und breit. Aber die Leute gucken nur und sind total neugierig. Da braucht sich Fraktion Lohackerstraße echt keine Sorgen zu machen 😛

Und mit der Wrestling-Crew, die ich kennen gelernt hab. Hallelujah – da wurden wieder Freundschaften fürs Leben geschlossen xD Sitz ich da einfach am Ende des Tages um Mitternacht mit fünf Mexiko-City Boys and Girls Händchen haltend in einer Bar im Kreis – und lass mich einfach für ein paar Pesos mit denen geschlossen Elektroschocken. 😂😂😂 Direkt für Montag wieder verabredet.

Arantza, bei der ich wohn, ist genau wie ihre Familie auch hyper lieb und korrekt. Ich mein, schaut euch allein mal die Pantoffeln an, die ich bekommen hab 😂😂😂 Das muss das Paradies sein.

This is CDMX

Am Rande erwähnt sei noch, dass Mexiko City eine hammer schöne Stadt ist. Und vom Essen fang ich erst besser gar nicht an zu reden. Es folgen Beweise!☝🏼 Hier schon mal als Rausschmeißer ein paar Bildchen aus der Altstadt ❤ Heute geht’s ab auf die Rennstrecke zur Formel 1. ich bin unfassbar uffjeregt. 🙌🏼

¿Como te llamas, baby? 😄

Es geht los, Muchachos! Feuer frei für 4 Wochen Mexiko 🔥🔥🔥

Fängt gut an: Lisbeth hat mich gefühlvoll (mit 7000 Umdrehungen und Zwischengas im 3. Gang xD) zur Bahn gebracht, wo ich dann das Vergnügen mit Sitznachbar Manuel Louis-Vuitton-Täschchen Baum hatte. 😄 Wurde nur noch getoppt von der Situation am Check in. Während mir das Azubi-Mädel mir immer noch verkaufen will, dass ich meinen Koffer in Dallas nicht abholen und neu abgeben müsse, pöbelt es von hinten: „Säääääraaaaaaah!“ 😂😂 Kennen wir uns?

Ist Kollegin Simone einfach nach ihrem Florida-Trip genau bei mir in 1 B gelandet. Urlaubsstaffelstab wurde erfolgreich übergeben – selbstredend stilecht um 9 mit nem Bierchen am Flughafen. XD Schließlich erwarten mich ja ab sofort nur noch Tequila, Despe und Mezcal…

Zur allgemeinen Wahrung des Überblicks schieb ich auch gleich mal die geplante Route durch. Hoffentlich beschert uns der Trip mal wieder ein paar haarsträubende Stories und Bildmaterial für die Ewigkeit. Ich bin sau aufgregt. Dann mal Hals und Beinbruch. Oder wie der gemeine Mexikaner zu sagen pflegt: Buena Serte! :))

MEXIKO, TEIL I

MEXIKO, TEIL II