Ahahahahah. Was für ein Tag. Weltwunder, unsere erste Salsa Bar, das schöne Campeche und unsere Luxus-Hacienda müssen wir kurz ausblenden. Denn die Kunde dieses heutigen Tages muss dringend verbreitet werden.
Der Tag begann abenteuerlich mit einer XXL-Riesenhaar-Raupe (wie zu besten Schulzeiten im Gesicht von Frau Klapdor) auf dem Frühstückstisch und endete mit einer ebenfalls insektenbedingten absoluten Nacht und Nebel Aktion. Spoiler: erzählerische Klammer! Ich sag mal, Klappe zu und Action.

Rici und Sarah checken morgens um 8:30 aus ihrer Luxus Hacienda aus. Weil das Wetter zu schlecht für unseren Caesar-mäßigen Pool ist, beschließen wir, direkt die 5 h in den Dschungel zu fahren und unsere Calakmul-Tempel-Tour vorzuziehen. Wobei fahren das falsche Wort ist. Es war vielmehr ein permanentes Ausweichen 😂😂😂 Schlaglöcher, Straßenspaltungen bis zum Erdkern, tote und lebendige Hunde, Suicide-Vögel, Rinderherden: Für jeden Geschmack war was dabei! 😀


Einmal angekommen, profitieren wir mal wieder von perfektem Timing und haben sau Glück. Keine Menschenseele da, als wir bei goldenen Lichtverhältnissen den ersten richtig hohen Maya-Tempel hochkrackseln und uns allein den geisteskranken 360 Grad Blick über endlosen Regenwald geben. Das müssen die zwei Vögelschisse sein, die wir in den Cenoten kassiert haben. Ich auf den Kopf, Rici aufs Schlüsselbein.. 😆🍀





Weils so mega ist, verpeilen wir’s fast, den Haupttempel anzugucken. Dabei gibt er uns panoramateschnisch den Rest. Dass uns ne Horde schwangere oder einfach nur fette Affen (man weiß es nicht genau) direkt über uns in den Baumkronen bis zum Auto begleiten, nur eine Randnotiz. 😂





Viel geiler war die Fahrt zu unserer Unterkunft. Übrigens die nahegelegenste, die es an der Anlage gibt – 1,5 Stunden zurück durch den Regenwald xDD Tja, auf dem Weg mal eben fast ne handbreite Tarantula überfahren. Welcome to the Dschungel. 😅
War überraschender Weise weniger ekelig als unser Hotel, wie sich leider herausstellte. 😂😂😂😂 Wir waren beim Kofferabladen schon nicht sonderlich begeistert, aber da wir ja auch keine empfindlichen Prinzesschen sind, dachten wir, ja komm eine Nacht passt das schon. Da noch gegessen, machen wir uns um halb 9 bettfertig, weil wir erledigt sind. HIV Tagesdecke weggeklappt, Moskitonetz ausgerollt, sagen Maden, Raupen und ne schöne Kolonie Läuse im Bett Holaaaaaa. Äh, fuck. 😄 Wir rufen die Besitzer und legen einen rhetorisch olympia-würdigen Spagat zwischen Bestimmtheit und Nettigkeit an den Tag. Mit Erfolg: Am Ende bekommen wir unsere eh schon unverschämten 60 Dollar cash auf die Hand zurück und können die great Escape antreten.
Tja ist nur die Frage, wohin jetzt? Liter Cola im Auto klärt. Wir sind ja heut erst 6,5 Stunden gefahren, da geht noch was. xD Mucke an, Fenster runter, Koffer rein und auf gehts nach Bacalar zu unserer nächsten Station. 😂 2,5 Stunden und zehn Nebelbänke später trudeln wir im Ort ein und fahren, weil das Hostel nicht ans Telefon geht, auf gut Glück zu dem Teil, wo wir die nächsten drei Tage einquartiert sind.
(Iwann fällt auch der Groschen, warum da keiner mehr rangeht. Wir sind schon wieder völlig unwissend in eine andere Zeitzone gefahren. Ortszeit 0 Uhr 😂😂😂)
Auf Hostel-Mitarbeiter und Ehrenmann Luis ist dennoch verlass. Er hört unser Klopfen am Tor und gibt uns direkt Asyl, obwohl er nur noch ein Cama hat. Joa, pennt halt einer gratis auf der Hängematte oder Sonnenliege draußen. 😂😂😂😂😂😂😂😂 Episches Finale.
Jetzt liegt Rici, getränkt in einer Flasche Anti-Brumm, vor dem panorama Steg zur Lagune mit 7 Blautönen unterm Sternenhimmel auf einer Sonnenliege mit meinem Kissen.

Und ich tipsel hier noch ein wenig und zieh mir dann gleich den Zorn der schon schlafenden drei anderen Gäste im Viererzimmer zu, wenn ich reinplatze. Prost Mahlzeit 🤣 Jetzt erstmal 4 Tage erholen hier und morgen am besten ne Massage abgreifen. In Kürze schieb ich dann Spiegelreflex-Bilder und den fehlenden Part von Merida bis Uayamon nach.