Aggressive Tierwesen und wo sie zu finden sind xD

Weiße Haie, hungrige Löwen, übergriffige Baboons: Südafrika hat so einige Skandaltierchen im Programm. Wir dachten uns gestern, fangen wir doch mal bescheiden an und statten am letzten Kapstadt-Tag auf einer Kapinselrundfahrt…  PINGUINEN!!! SÜSSEN, KLEINEN PINGUINEN!!! einen Besuch ab. Also ab zum berühmten Boulders Beach.

Einmal an der Tourimasse vorbei, bei der drölfhundert Mann von einer umzäunten Plattform aus 50 liegende Pinguine an Land anstarrten, wartete nach einer kleinen Kletterpartie über die Bilderbuch-Felsenlandschaft ein richtiges Paradies. Kleine verwinkelte Strandabschnitte. Türkises, komplett durchsichtiges Wasser. Pinguine beim Schmusen, Pinguine beim Watscheln, Pinguine beim Schwimmen, Pinguine beim Zanken. Und du läufst oder schwimmst mitten durch. Oder hockst dich einfach auf einen Stein oder in den Sand und glotzt zufrieden durch die Gegend.

Boulders Beach

Richtig süß die Dinger in ihrem Minime-Frack. Aber auch ganz schön frech und neugierig. 😄 Meine These nach eingiebigem Feldversuch: Pinguine stehen auf Farbe, Spitze und Hintern. Ihr wisst also, was zu tun ist, wenn ihr demnächst mal einen Pinguin auf euch aufmerksam machen wollt. 🤣 Ob bunt bestickte Schuhe oder lackierte Fußnägel – nichts war vor den Knabberhänsen sicher. Auch nicht meine Shorts oder Leslys Oberschenkel. Hauptsache danach schnell ganz unschuldig durch die Gegend geguckt oder scheingeschlafen, hahahaha die Gauner.

Fiel uns richtig schwer, weiterzuziehen, weil es so schön da war. (Mir besonders, da meine Schuhe von einer Welle erwischt wurden, und ich erst versucht habe, barfuß über den afrikanischen Asphalt zum Auto zurück zu kommen, um mich dann nach durchgebrannter Hornhaut halb in die nass eingelaufenen und versandeten Dinger zu zwängen und und graziös wie ein Paarhufer den Berg raufzustolpern. Ne Blase hab ich mir natürlich trotzdem noch gelaufen 😂.)

Aber ich bin fein mit meinem Schicksal. Mit Muizenberg, Kap der guten Hoffnung, Chapmans Peak Drive und Hout Bay gab es definitiv genug gute Gründe, sich zu quälen. Hier die Beweisstücke A-D.

Muizenberg

Kap der guten Hoffnung

(Hilft das eig auch hoffnungslosen Fällen? 😅🤷🏼‍♀️ Just asking for a friend…)

Auch gut. Ausgerechnet an diesem bedeutungsschwangerem Ort durften wir endlich mal Verantwortung übernehmen – und in der gefühlt 10 km langen Baustelle den Boten für die ansässige Baustellen-Chefin spielen. 😄 Drückt uns sone Big Mama einfach ihre riesige Verkehrsregelfahne in die Hand und sagt, wir sollen sie ihrer Kollegin unten bringen, damit die weiß, dass hinter uns nur noch zwei Autos kommen und dann schluss ist. Ha! Da hamse doch mit der Trafficmanagerin glatt das Fachpersonal angequatscht. Funkgerät wär halt auch einfach langweilig gewesen. 😂😂 Gut, dass wir auch erst dachten, wir müssten für Speeding in der Baustelle ne Strafe bezahlen oder so. xDD

Chapman’s Peak Drive

Hout Bay

Hier gab’s hinten raus noch einen mega coolen Markt mit Essensständen, Livemusik, lokalen Künstlern, Schmuck etc. Direkt in jeder Hinsicht zugeschlagen. 😍

Tja und damit war’s das auch schon mit Kapstadt für uns. Trotz aufwendigem Versuch von Strand-Fußkettchen-Verhökerer „Champ“, uns die Long Street schmackhaft zu machen, sind wir nicht mehr feiern gegangen. 😂 Ich hab mir den Arsch abgelacht, als er auf unser entschiedenes nein total abgeklärt und förmlich reinhaute: „hakunamatata. We will confirm later.“ 😆😆😆😆 Jaja, setz mal Schreiben auf, um zu confirmen. 🤣👌🏼

Hermanus – Mossel Bay – Wilderness

Stattdessen ging’s ausgeschlafen los Richtung Garden Route. Bei Kackwetter, dafür mit unserer neu ergatterter lightning-aux-konstruktion, starring unserem klinkenstecker, der einfach schon beim Kauf im „Fachgeschäft“ Cell & Sound schief war und deshalb beim Pur-Song für so schlechten Wackelkontakt-Sound gesorgt hat, dass das Ganze einer Guantanamo-Bay-Folter gleich kam. 😅🙈 Good Quality, good quality… Absolute Frechheit eh. 😀

Highlights dieses verrückten Fahrtags im Schnellrückblick: Ein Staredown mit dem feindseeligsten Tier, das ich jemals gesehen hab xDdDD (ich muss jetzt noch fast weinen vor lachen, wenn ich am Handy beim Bild vorbeiscroll 😂), mein Strauß-Carpaccio und die Ankunft an unserer neuen Unterkunft in Wilderness.

Unser Airbnb von Gustav ist im absoluten Nichts. Im Wald. Auf der anderen Seite des Flusses. Was nicht weiter erwähnenswert wäre, würde es eine Brücke geben. 😂😂 Gibt es natürlich NICHT. Aber Nachbar „Simbabwe“ klärt.

Ohne Zähne, dafür mit seinem Ruderboot steht er um 19 Uhr vor uns, um uns samt Koffer und Einkäufe im strömenden Regen rüberzuwuchten. xD „Simbabwe, das ist ja super lieb von dir. Aber wie kommen wir denn morgen von unserem Grundstück?“ 🤷🏼‍♀️😄 Antwort liegt auf der Hand: „Also bei Ebbe geht ihr halt einfach übern Fluss, und bei Flut… ja da besorg ich euch mal morgenfrüh noch n Kayak.“ 😂

Richtig geil. Hausen hier wie King Louie überm Fluss. Kein TV, kein Wlan. Just we and the nature. Morgen siehts mit Sonnenschein und blauem Himmel bestimmt richtig fett aus! In diesem Sinne: Stay tuned… :))

Hinterlasse einen Kommentar