Holaaa, Freunde des Unfugs und des Reisebloggings. Es ist wieder soweit. Saridaaas macht die Estados Unidos Mexicanos unsicher. In México Part II stehen eine Woche Yucatan, eine Woche Zentralmexiko und eine Woche Pazifik auf dem Programm.
Angelaufen ist dieses Mal alles ganz human. Kein Anton aus Tirol, kein russischer Eau-de-Cologne-Bär und kein Giulio: Der Flug von MUC über Madrid nach Cancun kam weitestgehend ohne besondere Vorkommnisse aus 😀
Aber nicht ohne Volltreffer in Sachen neue Bekanntschaften versteht sich. Neben mir saß ausgerechnet Samir. Gebürtiger Cairoaner, Fleischliebhaber, Rick & Morty Fan, sesshaft in München, der auch direkt nach Tulum weitermusste und noch keinen Ride hatte. Zack, da ham wa doch unseren männlichen Begleiter zur Abschreckung und Unterbindung von bewaffneten Überfällen auf dem Hoteltransfer im Dunkeln. Mama und Omi gefällt das.
Meine Freundin Rici eingepackt und in Tulum angekommen, ließ sich die Aufregung der letzten Tage noch etwas spüren. Leergefegte Straßen und Restaurants am Samstagabend, alles voller Polizei und Militär, bewaffnet bis unter die Zähne. Direkt durchschießen ins Hotel. Das Una Vida.
Wunderschön! Im Poolbereich, auf den Zimmern – und am Checkin Schalter… ahahahah. Leo aus Buenos Aires sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern hat auch richtig was drauf. Instant leitet er uns seine Insidertipps für Cenoten, Restaurants und Ausflüge per WhatsApp weiter, gespickt mit einer Flut unangebrachter Herzchen- und Heartbreak-Emojis xDdDd
Das einzige Problem: Vor lauter Quatscherei werden wir wohl verhungern. Alle Restaurants in der Nähe sind wegen Covid schon zu und stellen ihren Lieferdienst um 22:30 Uhr ein. Auf Leos Wanna be Uber Eats Ersatz „Tomato MX“ 😂😂 beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Facebook Login, Adresse eingeben. Das Handy wird nur von a nach b gereicht, um die Bestellung innerhalb von 2 min bis Punkt halb rauszupressen. „Scheiß egal, pack paar Tacos rein! Go Go Go!“ 😀
Rici klickt um Punkt halb UND… dödööööm. Sorry, we are closed ahahaahah. Fuck.
Aber auch hier weiß Leo Rat und bietet uns an, nach seiner Schicht um 11 mit dem Fahrrad was in der Nähe einzusammeln und beim Hotel abzuliefern, weil er nur 30m weiter wohnt. Wild! XD Soweit kommt es zwar nicht, weil er noch einen geöffneten Lieferdienst findet, aber umso besser. Wir haben vollstes Vertrauen, gehen duschen und lassen ihn bei der Bestellung freestylen – und sollten noch was zu lachen haben.
Wir schwärmen wirklich 30 min über geile Tacos, Empanadas und Co. und meinen, egal, hauptsache iwas Geiles mit Beef. Was bestellt Leo? Zwei Pizza Margarita xDD
Da aber auch diese bis Mitternacht nicht ankommt, resignieren wir und putzen amüsiert die Zähne. Ich habe gerade die ganze Visage voller Schaum und die elektronische Bürste im Mund, klopft es an der Tür. „Holaaaaa, Pizzzaaaa aquiii!“ grinst mich ein Concierge über beide Ohren an und muss sich zusammenreißen, mich nicht komplett auszulachen.
Na dann, Kommando zurück. Ab auf die Couch, Snack Time. Rici platzt vor Freude. Nur um 1 min später das Fazit zu ziehen: „Also ich dachte ja bei dem Hunger würd jetzt alles geil schmecken, aber das ist schon hart“ xD

Ich sag’s euch. So einen fett triefenden Analog-Käse hat die Welt noch nicht gesehen ahahahah. Und die handverknotete Chili Sauce mit Ablagerungen im Gefrierbeutel haben wir mal lieber zugelassen. Aber: Wir sind satt, das Essen ist so far dringeblieben und den ersten Lachflash gab‘s gratis. We ready for day 1 ❤



