H(a)i Cozumel 🤿👌🏼☀️

Heilige Scheiße!!! Anders kann ich es nicht auf den Punkt bringen 😄 Völlig alternativlose erste Worte heute.

Ganz ehrlich. Was wir auf bzw. unter Cozumel abgezogen haben, toppt glaub ich alles, was ich in meinen 31 Jährchen fabriziert habe. Next Level Glückshormon-Ausschüttung.

Es kam so. Rici hat nen Tauchschein, ich nicht. Also dachte ich, als „unzertifiziertes Etwas“ ist die Sache damit gegessen. Schade, wenn man schon mal vorm zweitgrößten Riff der Welt (nach dem Great Barrier Reef in Australien) chillt. Aber ok.

Sarah noch nie was von Discovery Dives gehört. Einem Schnupper-Tauchkurs, wo du mit Flasche und allem drum und dran mittauchen kannst. Einzige Bedingung: 1,5 stündige Theorie mit Einweisung, 1a Gesundheit, 1:1 Begleitung von einem Tauchlehrer, max. Wassertiefe 12 Meter.

Joa lange Rede, kurzer Sinn. Wir folgen der Empfehlung eines amerikanischen Pärchens aus Tulum, kontaktieren Allen den Tauchlehrer und machen direkt einen Deal.

Tag 1: Ein Discovery Dive vom Strand aus. Damit ich mich an alles gewöhnen kann, wo ich noch stehen kann. Tag 2: Zwei Dives vom Boot aus.

Läuft. Die Premiere startet an der Tikila Beach Bar – einer übelst coolen Location mit guten Schwingungen only.

Unter Palmen wird in der Theorie schnell klar, es gibt ungefähr drölf Millionen Sachen zu beachten. Am Equipment, am eigenen Körper, dann wären da noch die Zeichen zur Verständigung und und und. Aber alles super spannend. Schon krass, wenn man eine leise Vorstellung davon bekommt, wie viel Druck da unten eig herrscht.

Iwann sind alle Fragen und Abläufe geklärt. Flasche, Maske und der 8 Pfund Beschwerungsgürtel sitzen. Perfekto. Rein und Schädel ab ins Wasser.

Übung 1: Atmen xD Klingt doof, aber beim Tauchen wird halt nur durch den Mund geatmet. Und das gleichmäßig und langsam. Klappt schon mal.

Übung 2: Was machen, wenn man seinen Sauerstoffschlauch aus dem Mund verliert und wieder einsetzen muss? Grundregel für alles beim Tauchen: Nicht panicken und niemals die Luft anhalten ☝🏼 Weitere Details auf Nachfrage 😄

Übung 3: Was machen, wenn man den Schlauch erst gar nicht mehr wiederfindet?

Übung 4: Was machen, wenn die Brille voller Wasser läuft und man nichts mehr sehen kann?

Wir bestehen mit Bravour und ab geht die Luzzi. Ich bin geflasht. Obwohl es „nur“ eine Strand-Schnupper-Session ist, sehen wir bunte Korallen, Tintenfische, Kugelfische, Muränen. Und einen Skorpion-Fisch, der einfach aussieht wie ein verkalkter Fels. Bis auf das kleine Detail, dass er leere weiß-rosa Zombie Augen hat ohne alles xDD Okeeeee…

Ich denke schon, das sei der heilige Gral. Da kommt der erste richtige Tauchgang vom Boot an den Palancar Gardens – und nach sage und schreibe 30 sek…

Tauche ich mit meiner 1:1 Lehrerin Mariana durch eine 10 m hohe Korallenriff-Formation! Hä?! Ersthaft jetzt. Es sieht aus wie bei Arielle die Meerjungfrau – und da darf ich rein? Heilige Mutter Gottes!

Weiss gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Du schwimmst durch dieses riiiiesiiige bunte Labyrinth. Das Licht strahlt von oben rein. Überall bunte exotische Fische. Du bist leicht wie eine Feder. Und du denkst dir, das ist doch nicht von dieser Welt?!

— Palancar Gardens —

Wir schwimmen komplett alleine, nur Mariana und ich durch dieses endlose Meer und sie zeigt mir die coolsten Stellen im Riff. Rici ist mit Allen in tieferen Gefilden unterwegs.

Ich weiß schon gar nicht wohin mit meiner Freude und muss mich ständig zusammenreißen, nicht zu viel zu grinsen, weil sonst Wasser in die Maske läuft, da passiert es..

Mariana zeigt das Zeichen aller Zeichen. Hai voraus!!!! 🤯🤣 Nicht. Ihr. Ernst. Auf meinem ersten Tauchgang?!?! Ich denk erst, sie macht n Scherz. Aber ähm. Nö.

Er ist so weit weg und weiter unten im tiefen blau, dass ich nur schemenhaft was seh. Sie guckt mich an, nimmt meine Hand und ich check direkt, was abgeht bzw was sie gerade anfragt. Ich nicke.

Ab geht’s auf Hai Jagd xDDD Sie zeigt mir immer nur: Druckausgleich nicht vergessen, Druckausgleich nicht vergessen!!! Und wir schießen hinterher.

Ich schau auf meine Anzeige. 50 Feet, 55 Feet, 60 Feet, 65 Feet, 70 Feet. Ich bin fucking 21 Meter unter dem Meer (erlaubt sind ohne Zertifikat offiziell 12 😅😇) und zwei Haie schwimmen vor meiner Nase.

Poach! Unbeschreiblich. Ganz friedlich strampeln die vor uns rum, interessieren sich mal gar nicht für unsere Anwesenheit. Besser isses auch xD

Wir grinsen uns 5 min nur an und kommen zurück auf unsere legale Ursprungshöhe. Was folgt: eine Sea-Turtle 😍, Baracudas, 1m große Urzeit-Krebse und riesige Rochen mit Flügeln. Wie viel Glück kann man bitte haben?

Nach 53 Minuten geht es zurück an die Oberfläche. Keine 0,01 sek dauert es, bis Mariana und ich uns anbrüllen: „Oh my Gooood! That was insaaane 😂😂 Holy Shit!“

Und ich bin wirklich stolz wie bolle. Mariana sagt, ich sei ein Naturtalent, sie könne nicht glauben, dass ich noch nie getaucht sei. Die Hai-Aktion sei der gerechte Lohn gewesen 💪🏼

Entsprechend geil gestaltete sie auch das Grand Final, den zweiten Tauchgang. In dem ging es nämlich einfach mal durch ein Tunnelsystem 🤣 Etwa so hier, unsere Fotos kommen noch:

Kurz vor Ende trafen wir dann sogar noch auf Allens Gruppe mit Rici. Selbstredend genau passend getimed, als gerade eine weitere Sea Turtle am Start war, damit ich noch ein Foto über Allens GoPro erhaschen konnte.

Joa und sonst so? 😅

Auch ganz allgemein war Cozumel ein voller Erfolg. Super Unterkunft mit Pool und riesigem Garten, in dem ich erstmal dezent meine Reizunterwäsche auf dem Weg zur Dusche verloren habe, die mir die Hotel-Mama erstmal persönlich zurückgab, nachdem Housekeeperinnen sie gefunden hatten 😂😂😂

Super schönes türkises Wasser, das uns neben dem Tauchen eine mega coole Schnorcheltour zu El Cielo bescherte. Einer Zone voll mit Seesternen!

Weil die Kapitäne allerdings erst ab 4 Personen ablegen, es sei denn du zahlst für 4 (🤡), war noch etwas Engagement gefragt.

Anstatt der grandiosen 2000er Rnb Hip Hop Playlist weiter zu lauschen, machte ich mich auf, um fremde Leute am Strand zu akquirieren.

Unsere mexikanischen Nachbarn waren zu sehr damit beschäftigt, ihre Nachos vor einem wilden Racoon am Strand zu verteidigen xDD Also fiel die Wahl letztlich auf die Ghetto Girls Chayenne & Alicia aus Toronto. Ich weiß nicht, ob die n bissl bedüselt waren, oder ob es ihnen einfach komplett wayne war. Nach dem Motto: „Och joa. Hauptsache Beschäftigung!“ Aber nach ungefähr einem Satz waren sie total into 😂😂😂 Mir soll’s recht sein. Direkt verhaftet und zu unserem Capitano geschleppt. Hauptsache der legt heut noch ab.

Das Menschen-Highlight des Tages sollte aber noch kommen. Das war nämlich jemand anderes. Please meet Manni (83), former Mister Yucatan aus den 50ern.

Keine weiteren Fragen, oder? 😆 Was ein Typ. Natürlich direkt die Lebensgeschichte abgegriffen.

Inspiriert von Amerikanern stieg Manni the Man ins Bodybuilding ein, etablierte Fitnessstudios in Yucatan, verkaufte diese und zog in die USA, um als Handwerker für Celebrities in Beverly Hills zu arbeiten.

Von Charlton Heston bis Arnold Schwarzenegger … er traf sie alle. Und hatte eine starke Anekdote nach der anderen auf Lager. Nur als wir irgendwann seinen kompletten Stammbaum vorgestellt bekamen, inkl. zugehöriger Fotos auf seinem Handy, war es uns zu viel. Da schickte Rici den Manni knallhart zu seinem Ceviche nach Hause, während wir uns in der Money Bar bei den besten Margaritas Cozumels und geisteskranke Gambas orderten 😄 War wahrscheinlich die Rache dafür, dass er sich ihren Namen aufs Verrecken nicht merken konnte und sie immer Riccardo nannte xD

Und immer noch hab ich Fetzen dieser geilen Dialoge im Ohr. „It was in the early 60s. Probably you don‘t remember…“

Random Ami, der dabei saß, während eines Bilderbuch-Sonnenuntergangs: „Of course I don‘t remeber – I wasn‘t even fucking born xDDD” Zu geil.

Ein Gedanke zu „H(a)i Cozumel 🤿👌🏼☀️

Hinterlasse einen Kommentar