Lesly und ich sind ja, gerade was das Reisen geht, unfassbar kompatibel und auf der gleichen Wellenlänge. Nur in einer Sache kommen wir nicht auf einen Nenner, wie sich in diesem Urlaub herausstellt: Steine! 😆
Während ich im Valley of Fire National Park wie ein kleines Kind auf dem Autositz hin und herrutsche und meine neue Spiegelreflex regelrecht kernschmilzt von der Abdrück-Frequenz, schaut Lesly unbeeindruckt durch die Premium-Gegend.
Jeder Halt bekommt das Prädikat, „klar, wenn du willst. Ich muss hier nicht unbedingt aussteigen“ hahaha. Aber sie ist nicht genervt und macht einfach brav mit.
Bei unserem einen längeren Stopp harke ich nach. Ich mein, wir laufen durch Felsspalten, sehen pastellfarbene Wellen, ulkig geformte Felsen, über die der Sand fegt und und und. Ich also in einer Tour: „Und das hier?! Das findest du jetzt aber auch schon n bissl krass, oder?!“
Leslys Antwort killt mich: „Naja, es sieht jetzt nicht schlecht aus. Aber das sind halt alles nur Steine!“ 😂😂😂
Und mit eben jenen Steinen spame ich euch jetzt richtig zu. Ihr könnt dann selbst entscheiden, welchem Team ihr angehört. Wir werden den ganzen Urlaub jedenfalls richtig erniedrigend nur noch von „diesem Steinpark“ anstatt vom Valley of Fire sprechen.











Extra für Lesly ging es anschließend 5 Stunden geradeaus durchs Death Valley. Da war dann nix mehr mit Steinen. Hier gab es nämlich original nichts xD Auf der kompletten, kerzengeraden Strecke haben wir vielleicht 4 Autos getroffen. Hatte schon ein Mad Max Feeling, da über die einsamen Straße in der Wüste zu preschen. Und die Aussichten waren nicht weniger krass. Vor allem bei den Mesquite Dunes.


Unser Highlight: Einmal steigen am Zebra-Point für 2 Minuten und 10 Höhenmeter zu Fuß zurücklegen. Ergebnis: Wir konnten unsere Anziehsachen auswringen und uns nicht mehr am Sitz anlehnen 😆 So herbe vollgeschwejzt waren wir.


52 Grad im Schatten um 17 Uhr bei leichter Bewölkung sprechen halt Bände. Kein Wunder, dass überall Schilder stehen, dass man die Klima nicht ausschalten darf und Wanderungen in den Sommermonaten strengstens verboten sind. Wer auf die Idee kommt, kann ich nach unseren 10 Metern zwar nicht nachvollziehen, aber gut.
Ich bin froh, dass ich zur Abwechslung mal einen vollen Tank und eine Rückbank voller Wasserpaletten habe und stolz auf mich. Ohne peinliche Stories und Nahtoderfahrung kommen wir abends in Bishop an. Unserem Stop vorm Yosemite National Park.
Das eigentliche Abenteuer des Tages erwartet uns aber leider dort auf dem Zimmer. Da wirklich nichts, absolut nichts verfügbar war, mussten wir ein Doppelzimmer im Hostel nehmen. Sah eigentlich ganz süß und ok aus. War es aber nicht.
Bekiffter „Rezeptionist“, der gar nix checkt, ein versiffter Teppichboden voller Flecken, deren Herkunft wir nicht weiter ergründen wollen, und eine Klima des Todes, die uns direkt über dem Bett alles aus dem Gesicht bläst und sich aufs Verrecken nicht abschalten lässt xD
Die Nacht war also kurz, Leslys Wollpulli endete als XXL-Schlafschal und wir flüchteten morgens um viertel nach 6 aus dem Bumsladen. Die 100 Euro hätten wir auch verbrennen können. Ciao und danke für Nichts! 😄

Klar, sind aber doch tolle Steine.tja nicht jeder kann ein Naturfreak sein wie du.