L.A. Crush 💕🚙

Finale? Können wa! Hollywood here we come. Welches passendere Setting könnte es für unsere Zielgerade und Leslys 30. auch geben?

Nicht gerade bekannt für seine Schönheit, haben wir uns hier für die letzten drei Nächte mitten im Getümmel einquartiert – und mit dem „Dream Hollywood“ einen Volltreffer gelandet.

Caesar, unser Front Desk Mann, rettet meine Geburtstagsüberraschung für Lesly. Nachdem erstmal alles schief ging und nix wie bestellt vorbereitet war, stehen wir nach einem kurzen Ablenkungs-Abstecher zur hauseigenen Rooftopbar – mit dem besten Flatbread und teuerstem Lilet Wild Berry der Weltgeschichte (😵‍💫😆) – in einem neuen Hammer Luxus-Zimmer: Flasche Champagner, Bday Cookies, eine komplette verglaste Front mit Blick auf L.A. und die Hollywood Hills! Voila! ✨

Chica-Musik angeschmissen, wird sich fertig und warmgemacht. Wofür eigentlich? Die Rooftop Bar, bei der ich eine Überraschung für Mitternacht bestellt hab, schließt heute vorzeitig um 10 😄 Senks! Caesar klärt.

Auf seine Empfehlung geht’s ins Bar Lis – eine andere Rooftop Bar, nur 100m entfernt. Heut ist Jazz Electronica angesagt. Oki schaun ma mal.

Ohne Plan, was uns genau erwartet, öffnet sich die Fahrstuhl-Tür und… Kinnladen runter. Wir stehen vor einem riesigen Italienischer Brunnen, dahinter ein Raum voller extrem hübscher Menschen, rundum verglast mit unfassbarem Blick auf L.A. und 360 Grad Terrasse.

Jazz-Musiker stehen direkt in der Meute, in der Mitte schnappt sich ein schwarzer kleiner Mann das Mikro und singt seinen Ass off. So etwas haben wir noch nicht gehört. Es geht los mit einer Soulversion von Gnarls Barkleys „Crazy“. Fühlt sich an wie eine geheime Houseparty bei nem Promi 😂 Immer wieder singt wer anders – und zwar geisteskrank gut. Der Höhepunkt des Abends soll aber erreicht werden, als unser Gnarls Barkley nochmal ran darf und einfach mal Whitney Houstons „Aaaaaand Iiiiiiiiiiiiiijaiiii“ hinlegt 🤯

Gedanced wird hintenraus auch noch, aber die Amis schmeißen einen ja extrem früh raus. Egal, wir hatten den perfekten Abend und kriegen das Grinsen nicht aus dem Gesicht. So kann man doch mal in neb Bday starten.

Und wir halten das Glückshormon-Niveau bei Tageslicht. Morgens wandern wir über den Wonderview Trail mit spektakulären Ausblicken die Hollywood Hills rauf, sodass wir direkt hinter dem berühmte Hollywood Sign landen. Bäm!

Auf dem Rückweg vornerum läuft die Linse heiß. Paar Girly-Erinnerungsfotos müssen schließlich sein.

Genau wie unser anschließendes wildes Gegröhle aus unserem Cabrio 😄 Unbeschreiblich das Gefühl, da durch die Hills zu cruisen an den Villen vorbei mit dem Wind durch deine Haare. Und nach jeder Kurve siehst du wieder das Hollywood Sign auf diesen Hügeln. Sunrise Avenue direkt voll aufgedreht und den ganzen Tag Ohrwurm gehabt.

Bye bye Hollywood Hills

I’m gonna miss you where ever I go

I‘m gonna come back to walk these streets again

Bye bye Hollywood Hills forever 🙌🏼🙌🏼🙌🏼

Weitere Hoods, die wir ausgecheckt haben: Beverly Hills mit dem Rodeo Drive und dem Pretty Woman Hotel, Bel Air mit den heftigsten Häusern von allen. Die Mansion ganz oben auf dem Berg war zB. einfach so groß wie 5 Fußballfelder. Alles eine Spazierfahrt entfernt.

As close as you get

Liebes México, um ein Haar hätte ich es wieder zu dir geschafft. 24 km Luftlinie trennen San Diego von der Grenze. Unserem Tagesziel für den letzten XXL-Ausflug.

Zwei Stunden Fahrerei pro Strecke sind‘s von L.A. zu diesem (Achtung Spoiler!) schönen Fleckchen Erde. Kleiner Pain, könnte man jetzt denken. Nicht, wenn man‘s richtig anstellt ☝🏼

Trotz Schlüssel-Trauma trauen wir uns nochmal ran an den Enterprise-Schalter – und erfüllen mir damit ein großes Träumchen. 48h Mustang Cabrio! 🐎 So macht das Pendeln doch Spaß! 😂

Drip-Level: Zuhälter-Zoche 😄

Musikalisch unterballert mit „Voyage, Voyage!“ heizen wir mit offenem Verdeck und Koffer auf der Rückbank (danke nochmal an unsere garstige Airbnb-Katzen-Frau an dieser Stelle xD) gen Süden – und werden nicht enttäuscht.

Dieser Diego kann wirklich was. Und ist genau so schön, wie sein Ruf ihm vorauseilt.

La Jolla

Balboa Park

Gaslamp District

Zu Guineas Leidwesen bestehe ich kulinarisch mal wieder auf Mexikanisch und Seafood. Diesmal muss es aber wirklich sein. Näher komm ich an den Foodie-Himmel einfach nicht ran 😅

So landen wir nämlich im La Puerta. Einem stylischen, süßen Laden, der es in die Top-10-hier-musst-du-Tacos-essen-Liste der USA geschafft hat. Dazu ist auch noch Taco Tuesday – 50% auf alles. Say no more, I‘m inn!

Und Hallelujah – ohne zu übertreiben. Es waren die besten Tacos of. my. life. Krasser als die Creme de la creme in Mexiko! Dazu stellen sich Gäste demnächst bei mir bitte auf mit Tequila gepimpte Sangria mit frozen Margarita Experimente ein. Das ist jetzt nämlich mein neues Lieblingsgetränk 🥰😄 Danke 👍🏼

Den Schlüssel fest umklammert und dauerobersviert, ging es dann tatsächlich ohne Un- und Zwischenfälle zurück ins Reich der Engel. Geschafft. Zeit für Operation Leslys Bday… 😏

Yessss 🌴🛹 🏀 🍔

Venice Beach. Ein Wort, zwei Silben. HEF-TIG!

Einige haben uns vor L.A. gewarnt. Es sei ja ganz nett, aber jaaa nicht zu viel Zeit einplanen. Die Stadt sei groß und nicht so schön, haben sie gesagt.

Nur Ricinator, die ihr spätestens seit meinem letzten Mexiko-Trip kennt, meinte weise wie eh und je: „Venice Beach, Marina del Rey, Santa Monica! Du wirst es lieben und am Ende sagen, es war jeden kack Dollar (red. Anmerkung: von echt vielen Dollars xDDD) wert.“

Recht hat se. Wenn du diesem Fleckchen hier nix abgewinnen kannst, dann weiß ich auch nicht.

Irre Leute, überall was zu gucken. Du schaust hier beim Basketball zu, da beim Skateboarden. Holst dir ein paar Tacos oder anderes Streetfood am Foodtruck und die Welt ist in Ordnung 😀 Es ist an jeder Ecke was los und man kommt alle 10 Meter ins Gespräch mit Menschen, wenn man denn möchte.

Stundenlang kann man den Broad walk entlang schlendern, den Bikern, Rollschuhfahrern und Sprayern zuschauen. Und die Sonnenuntergänge erst. Film ab! 👌🏼

Venice Beach – Sunsets

Venice Beach – Basketball Court

Venice Beach – Skate Park

Venice Beach – Streets

Herrlich. Aber genug schöne Bilder – nun zum Unheil und einer neuen Episode Sarahs Unfälle, Part 1000 xDD Tiefenentspannt und rundum zufrieden laufen wir nach unserem ersten perfekten Venice-Tag zum Auto, um in unser Airbnb einzuchecken. Iwann muss man ja den Absprung schaffen.

Tja, leider haben den nicht nur wir geschafft, sondern auch unser Autoschlüssel.. 😂😂 Lesly schwört, ihn in den Rucksack gepackt zu haben, doch er ist verschollen. Aufs Verrecken. Wir laufen jeden Punkt ab, wo wir Pause gemacht oder gesessen haben. Nada.

Ich geh zum Auto, betend, dass wir ihn nicht direkt am Parkautomaten verloren haben und jetzt unser Auto und alle Plörren weg sind. Gute Nachricht: alles noch da. Schlechte Nachricht: vom Schlüssel fehlt weiter jede Spur. Auch im Auto haben wir Deppen ihn anscheinend nicht liegen gelassen.

Long story short. Wir werden’s nie erfahren. Wir müssen den Road Service rufen, unser Auto aufbrechen lassen, die Koffer rausnehmen und unseren SUV-Panzer zum Flughafen abschleppen lassen. Autschi! 😅

Im geistigen Vakkum zwischen weinen und lachen entscheiden wir uns für den Humor. Wenigstens müssen wir jetzt morgen nicht zum Flughafen das Auto abgeben. Einen Weg gespart… 🤡 Schon bitter 12h vor Abgabge, aber ändern können wir‘s eh nicht mehr. Also weiter geht‘s.

Und ein Gutes hat die Sache. Hätten wir den Schlüssel nicht verloren, hätten wir nie Tony kennen gelernt. Ex-Marshall, Schieß-Trainer und Mitorganisator bzw. Road clearancer für die „Venice Electic Light Parade“, wie sich später noch herausstellen soll. Ein Fahrrad-Happening von Locals, das jeden Sonntag zum Sonnenuntergang steigt.

Auf der Suche nach unserem Schlüssel fragt Tony, was wir suchen und ob er oder sein Sohn helfen kann. Kann er zwar nicht, aber wir quatschen so nett, dass er uns glatt einlädt, am nächsten Abend bei dieser Parade mitzufahren. Obwohl wir Touris sind.

24h später stehen wir also mit billo rental Bikes zwischen 250 Fahrrädern, voll bepackt mit LEDs, und Blinki Blinki, inmitten von Glitter, Seifenblasen und Base Machines. Es geht pünktlich zum Sonnenuntergang von Venice Beach nach Santa Monica und zurück. Tony natürlich mit dabei. An jeder Kreuzung, wo er regelt, jubeln wir ihm zu und er uns. 😂😂😂 Zu gut.

Und auch die Menschen am Straßenrand und in den Häusern zelebrieren uns. Erstmal 3.000 Filmaufnahmen und Bilder gefotobombt – ohne Lichter, dafür mit Pornobrille und grünen Shirts. Man tut, was man kann.

Richtig witzige Erfahrung. Zumal uns Tony wie ein Sheriff nach der Zieleinfahrt ALLEN wichtigen Leuten in dem Komitee vorstellt. Dem Captain, dem DJ, dem Feuerwerkmann. Look guys I want you to meet my two special guests from germany. Treat them like princesses 😂 Und dann jedes Mal Foto plus gratis Lebensgeschichte. Genau mein Ding.

Am Ende des Tages eskortiert uns Tony obendrein als Ex-Bulle und Selbstverteidigungs-Teacher für Frauen noch mit Fahrrad nach Hause. Inklusive Crashkurs mit Verhaltenstipps. Was ne Connection wieder. Aber wieder sieht man, jedem Fail kann man auch was Positives abgewinnen.

Forfeit the Game – wenn die Pipi-Pause eskaliert

California Dreaming! Da sind sie endlich: die hohen dünnen Pälmchen aus dem Bilderbuch.

Auf unserem Weg über den Pacific Coast Highway von San Francisco nach L.A. hat uns gleich der erste Stopp eine kleine Kostprobe vom Paradies beschert – und einen kleinen Herzinfarkt.

Eigentlich nur in Santa Cruz gehalten, um zu pinkeln, hüpfen wir aus dem Auto und sind höchst erquickt. Vor uns erstreckt sich eine Art XXL-Jahrmarkt der kitschigsten Sorte. Im perfekten Meer-Setting. Lesly und ich gucken uns an: die Wilde Maus, die Wilde Maus!!! 😂😂

Eine Fahrt muss drin sein! Wir also mit unserem Hab und Gut, das wir nicht im Auto lassen wollten, über den Jahrmarkt. People watching. Essens Rieching. Fahrkarten Kaufing. Was ein Vibe. Es ist richtig was los in der Früh.

Zu unserer Erleichterung gibt es große Schließfächer vor der Wilden Maus. Ersten 35 Min sogar gratis. Was will man mehr 😄

Wir schaffen es locker in der Zeit zu fahren und kommen mit Riesen-Grinsen zurück zum Schließfach. Ich geb den Pin ein, check. Alles abgenickt und freigegeben. Nur öffnet sich die Drecks Tür nicht.

Hm, nochmal von vorne. Ich geb wieder den Pin ein. Jetzt huscht nur noch die Fehlermeldung „falscher Pin“ über den Bildschirm 😆 Öhm.

Es nützt nix. Das Ding geht nicht mehr auf – drin sind unsere Autoschlüssel, Ausweise, Portmonnaies, Macbooks, ipads, meine Kamera. Alles was halt nicht lose von der Achterbahn fliegen soll, man aber schon ganz gern wieder hätte auf der Durchreise… xD

Wir teilen uns auf. Ich zum Guest Service, Lesly bleibt dort. Nicht dass jemand Neues jetzt unseren überschriebenen Locker anmieten kann und sich über ein dickes Willkommensgeschenk freut.

Und alles geht gut aus. Sie schicken einen Dude und er direkt voll der Held a la: „Say no more, ich kenn das Problem. I‘ll fix it for you.“

Gut, dass der nichtmal fragt, was im Locker drin ist und wir jede beliebige Zahl noch hätten nennen und plündern können, aber hey. Wir sind nur froh, dass wir unser Zeug haben und jetzt bloß weg 😆

Der Rest der Fahrt verläuft ganz gemach ohne Zwischenfälle. Wir haben etwas Pech mit dem Wetter, was uns grad beim 17 Mile Drive um Pebbel Beach die Aussichten verhagelt, aber ganz coole Fotos beschert. Hat auch was mit dem Nebel.

Hauptsache bei unserem nächsten Pflichtstopp, in Malibu, ist es schön genug für eine Runde Strand und Reichen-Häuser gucken.

Charlie Sheen finden wir hier nicht – aber dafür Mike Shinoda von Linkin Park! Mir als alter Hardcore Fan fällt die Kinnlade runter. Chillt der einfach vor uns auf seiner Terasse mit seinen Kindern, die im Sand spielen. Alles richtig gemacht würd ich sagen.

Ich kann‘s mir nicht verkneifen, ein schnelles, peinliches Beweisfoto zu machen. Schließlich muss das sofort meinem Bruder reported werden.

Whatsapp ist gerade raus mit „Ej, ich schwör Thadhäus. Ich steh grad vor Mike Shinoda und seinem Haus am Malibu Beach.“ Kommt einfach ohne den Hauch einer Verzögerung nur zurück:

„Forfeit the game before somebody else takes you out of the frame and puts your name to shame. Cover up your face, you can’t run the race the pace is too fast, you just won’t last!“

😂😂😂😂😂 Lyrics von Mike‘s part in Points of Authority aahahah. Made my day!

Aber auch die anderen Häuschen lassen sich sehen. Erst dachten wir, hm. Also ganz so geil ist der Strand ja eig gar nicht. Mit dem richtigen Licht, dem Dunst, den Palmen und den ganzen schönen Häusern vom Ende der Reihe aber schon ein Knaller letztens Endes.

Pünktlich zum Sonnenuntergang trudeln wir wie bestellt in Santa Monica ein. Wäre doch gelacht, wenn wir hier nicht noch ein übertriebenes Postkartenmotiv vom Pier abgreifen würden.

Die Sonne knallt noch auf hunderte Autodächer am Strand. Am Muscle Beach wird trainiert. Auf dem berühmten Bike-Weg entlang der Promenade weißt du gar nicht, ob du jetzt Fahrradfahrern, Skateboardern und Rollschuhfahrern hinterhergucken sollst. W

Wir sind direkt geflasht vom Getummel hier und greifen zur Feier des Tages noch einen Drink im Bungalow ab. Einer super angesagten outdoor Location / Bar, die es in sich hat. What. A. Day.