The least thing I need in my life – a monkey in diapers

Nee, hier hat man aber auch Probleme in der Karibik :DDD 

Neben der Qual der Wahl, in welcher Rum-Spilunke mit Wifi man sich heute niederlässt, gilt es hauptsächlich zu entscheiden, welche Gattung Tier man sich heute von einem Foto-Raggae-Mann aufschwatzen lässt xD

Gerade in St. Kitts, unserem zweiten Stopp der Heiligen-Drei-Königs-Tour (Saint Thomas, Saint Kitts & Nevis, Saint Maarten), war dieses Prozedere auf die Spitze getrieben.

So konzipiert, dass man ohne Taxi absolut nichts machen konnte auf der Insel, war man praktisch auf die Cruise-Port-Bubble angewiesen. (Randnotiz: Ich mein, wir haben es versucht und sind zu Fuß bei 35 Grad im Schatten auf der Suche nach einer „Downtown“ in den absoluten Slums fernab jeglicher Zivilisation herumgeirrt. Diese Insel hatte aber einfach nicht ansatzweise ein Zentrum oder überhaupt irgendwas :D) 

Hafen-Schlaraffenland heißt hier in der Regel: 100 Juwelier-Shops, ka warum by the way. Hawaii-Hemd-Shops. Entschleunigungs-Cocktail-Buden. Letztere lieb ich ja. Ladennamen wie „No Rush“ und das zugehörige Wifi-Passwort „whyrush?“ werden hier noch gelebt 😀 Eine Bestellung dauert gern mal 20 Minuten. In denen kann man sich mit karibischer Chill-Mucke abmelden oder eben aus sicherer Distanz beobachten, wie jedem Mann mit Glatze Tiere auf die Plete gesetzt wird, um ein paar Dollar für ein lustiges Foto abzugreifen.


Auf St. Kitts sind kleine Äffchen die Hauptattraktion. Ihr wisst schon, diese süßen von Indiana Jones und Hangover. Nur dass sie hier keine Abu-Kostümchen oder fancy Rocker-Jeansjacken tragen, sondern Mini-Windeln. Kein Scheiß – und die stinken echt bestialisch 😀

„You want the monkey?! Aww beautiful monkey! Take the monkey, hakuna matata!“, heißt es da. Kein Wunder, dass der Mann neben mir energisch abwinkt und sich nach erfolgreichem Entziehen zu mir umdreht: „Man, that’s really the least I need in my life right now“ xDDDDD Fühl ich.

Genug Internet abgegriffen und Pina Colada geschlürft, wollte ich dann doch noch ein bisschen rumkommen und was sehen. Schließlich ist das unser einziger St. Kitts Stopp in den drei Monaten. Da es Petros ein bisschen zu heiß war und er noch nicht ganz auf der Höhe ist mit seiner Mördergrippe, hab ich mich allein in einen Safaribus-Taxi verfrachtet. Trevor ist mein Fahrer. Der guckte zwar in alle Richtungen, wie Omi charmant sagen würde, war aber so nett, dass ich dachte, ach das wird schon passen mit dem Fahren xD 

Wieder mal goldrichtig entschieden, wie sich herausstellte. Weil das andere Ehepaar zum nicesten Hotel am östlichsten Punkt der Insel will und es dazu noch eilig hat, lädt Trevor die beiden zuerst ab. Heißt für mich. Anstatt meinen Timothy Hill Viewpoint auf den Inselausläufer, bekomm ich für meine 15 Dollar eine gratisPanorama-Insel-Tour on top. Und das Beste. Weil es sich für ihn nicht lohnt, nochmal hin und her zu fahren vor seiner nächsten gebuchten Fahrt in der Nähe, fragt er, ob ich wohl was dagegen hätte, eine Stunde am Strand zu warten und erst dann mit den anderen zurück zum Hafen gefahren. Oh nein, welch ein Pech. Ich würde sagen, gibt Schlimmeres als hier ne Stunde zu verweilen 😉 Also… Strand-Ausflug auch noch mit ins 15$ Komplettpaket gebucht. Check!

Ganz auf eigene Faust waren wir dagegen in St. Thomas unterwegs. Zu Fuß ging’s ca 35 Min zur Altstadt. Mit wirklich süßen Gässchen, charmanten Lädchen mit antiken XXL-Türen und kleinen Parks mit Ausblick auf die Kreuzfahrtschiffe. Hier fanden wir es so cute, dass wir bis Einbruch der Dunkelheit geblieben sind. Wie immer mit fatalen Folgen für mich. 20 Minuten Sonne weg, direkt mit 22 Mückenstichen übersäht – und zwar wieder richtigen Kuhflatschen. Petros hat natürlich nicht einen. Gruß geht an dieser Stelle raus an Fathery – danke fürs Vererben 😀

Und an meinen Bruder schick ich auch einen hinterher. Seine untappd Bier-App beschert uns mal wieder eine Highlight-Bar mit Highlight-Bier. Mein Favorite: ein coconut roasted dark beer. Nom nom nom. Hat auch auf – zur Abwechslung – leeren Magen gar nicht direkt gezündet xDD

Seltener Anblick: Wir und die Wonder im Dunkeln ^^ ☺️

Letzter Stopp vor unserem Seetag-Marathon: Lecker, St. Maarten. Jep, holländische Insel. Zu unserem Glück. Denn Petros ist wieder schlimmer krank und ich bölke auch inzwischen wie ein Elch. Wie gut, dass auf die Niederländer in Sachen Medikation Verlass ist. Oder um Mudder aus unserer SOS-Doc-Consultant-Whatsapp-Konversation zu zitieren: „Die Holländer haben immer guten Stoff!“ xDDDDD

Also ging es erstmal in der Apotheke shoppen. Ein kleiner Rum-Punch war dennoch drin. Man muss ja schließlich in Step 1 erstmal desinfizieren 😀 Vor allem, wenn der Zufall so will, dass die Apotheke genau am Strand neben der Piraten-Bar etabliert ist. Der perfekte Ort für meine Panik-Klamottenkauf-Retour-Logistik mit Mudder über Facetime und die erste Runde Korrigieren für heute. An meine neuen Office-Views kann ich mich wirklich mehr als gewöhnen :))

Auf dem Rückweg bei einem Wegbier noch einen Amerikaner kennengelernt, der Petros jetzt für seine Cruise-Hochzeit später im Jahr engagieren will (:D), schreite ich nach erfolgreichem Business zurück an Bord und hau mich noch ein bisschen in die letzten Sonnenstrahlen. Die Sonne geht hier nämlich teils schon um 16:30 Uhr Ship time unter. Da muss sich die Eidechse beeilen, bevor nach einem kleinen Nap in den Nachtmodus gewechselt wird.

Jetzt heißt es erstmal ciao Internet, ciao Landstopps. Wir machen uns auf den Rückweg zu Port Canaveral, wo wir am Sonntag ankommen und in unsere zweite gemeinsame Runde starten. In der Zeit sammel ich mal ein bisschen Material, um euch das Schiff ein bisschen mehr zu zeigen. Bis dahin, reingehauen 🙂

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