Coz there was no supermarket!

México, te amo mucho. Nur um noch einmal deine Unterwasserwelt, deine Cenoten, dein spicy Comida und dein liebstes Geschöpf Dulce Vzquez zu erleben, melde ich mich mal wieder zum Dienst. Zum mittlerweile dritten Mal! 💚🤍❤️

10 Tage Mexiko hab ich jetzt hinter mir. Und sie waren grandios. Dieses Mal aber auch mit der ein oder anderen Tücke versehen. Zumindest in Cozumel. Hat wohl einer die Bedienungsanleitung für alle guten Dinge sind drei nich ordentlich gelesen xDDD

Der Auftakt: eine glatte 1 mit Sternchen. Mexiko like I like it. Bunt, voller Streetart. An jeder Ecke riecht es zum Fressattacke kriegen. Hier kann man einfach durch die Straßen laufen – oder sich in eines der kleinen schnieken Restaurants setzen – und die Seele baumeln lassen.

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Was dagegen nicht geht. Und das mussten Dulce und ich leider schmerzhaft feststellen: sich selbst versorgen. 😀 Als würde es ein Anti-Supermarkt-Kartell geben, bekommst du nur Snacks in kleinen Läden. Es gibt auf Teufel kommt raus keine Supermärkte mit Fleisch und Gemüse. So endete unser törichter Versuch, unseren fetten Airbnb Garten samt Monster-BBQ mit Viktualien zu befüllen, in meiner Invalidität. 🤣

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Nachdem wir zu Fuß bereits einen Beachclub am Ende der Insel besucht hatten, weil wir uns nicht von den Taxifahrer scammen lassen wollten, liefen wir mit 18 km auf Flipflops in den Beinen eine weitere Stunde alles ab, was Google Maps uns an Supermercados zu bieten hatte (4 von 10 Einträgen existieren dabei nichtmal, sondern waren iwelche heruntergekommen verbarrikadierten Holzbruchbuden 😆). Mit am Ende… nada in der Hand. Als ultimative Erniedrigung haben wir uns am Ende einfach mit instant Nudeln für den Wasserkocher versorgt, als schneller Snack für Zwischendurch. Alibi mäßig waren da immerhin total gönnerhaft 2 1mm große Shrimps drin. Richtig was rausgelassen 🤣🤣

Während diese Gourmetleistung nicht das Problem war, war es die Performance meines Knies. Mit nun 34 Jahren intus hat es die Supermarktsuche nicht verkraftet und sich einfach mal entschlossen, ein Piraten-Holzbein zu werden. 😀 Vier Tage lang sollte ich nur humpeln können und mein rechtes Bein wie ein Depp steif hinter mir herziehen. Fail Nr. 1.

Der zweite ließ folgte gleich – und ließ uns auch motorisiert nur schwer vorankommen. Denn auch unser Scooter beschloss, sich uns an Tag 2 zu verweigern. Mitten auf dem Highway im Nichts plötzlich möööööop xDD Geschwindigkeitsanzeige runter, Gestank rauf. Schön, ein Motorschaden! 😀

15 mexikanische Minuten (aka 1 3/4 Stunden 😄) warten und terrorisieren wir die Hotline im Gras. Schließlich kommt tatsächlich ein Pedro und schiebt uns einen neuen Flitzer von der Rampe. Wär ja auch langweilig, wir hätten einfach so zum wunderschönen Punta Sur Eco Beach Park fahren können. Zur Belohnung (wenn man das so nennen kann!?) gab es Heuschreckenpizza. Schön kross! 😀 Hatte tatsächlich Eigengeschmack und war gar nicht mal schlecht. Bissl trockene Angelegenheit, aber sonst top.

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Das warten hat sich allerdings mehr als gelohnt. Nach einer Schotterpiste, die wir mit unserem Nagelneuen Gefährt riskieren, gibt es türkise Strände, null Touris – und dafür Krokodile und feinste Sumpflandschaft wie bei Resident Evil 5. Mega!

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Zur Vacation-Life-Balance ließen wir es den Rest ruhig angehen mit Strand in der Nähe. Mein Highlight, was ich viel zu selten auf dem Schiff mache. Sonnenuntergänge gucken. Awwww

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Heiliger Johannes im leckeren Hafen!

Puerrrtooo Rico kann was! Zumindest mal San Juan, die Hauptstadt an der Atlantikküste. Mit Abstand unser Lieblingsstopp auf der ganzen Karibik-Tour ❤

In der Altstadt wird stundenlang zwischen bunten Häusern auf Kopfsteinpflaster geschlendert, um die durchschnittlichen Schritte mal wieder anzukurbeln. Mit einmaligem Flair, wie ich es mir in Cuba vorstelle – nur in nicht upgefuckt. Überall wurschteln Leute auf der Straße, aus jeder Bar und jedem Lädchen tönt Latino-Musik. Dazu weht in jeder Straße irgendwo die coole Nationalflagge. Stolz sind se auf ihr Fleckchen Erde – zu Recht!

Wir hatten dank Wechsel von Xmas-Beleuchtung auf Musikfestival leider etwas Pech, so dass das größte Exemplar, eine riesige Flagge über der Fortaleza-Straße, unter der man normalerweise durchläuft, gerade abgehängt war. Ist eigentlich direkt vor dem Regierungspalast, wo theoretisch auch dutzende Sonnenschirme zwischen den Häusern hängen sollten. Naja, man kann ja nicht immer Glück haben 😉

Was mir aber dafür umso mehr komplett den Atem verschlagen hat, war der Friedhof Santa Maria ganz in der Nähe. Am Ende der Altstadt läuft man auf eine riesige Wiese, dahinter direkt das Meer. Schonmal schön. Und jetzt stellt euch vor, plötzlich poppt vor einem aus dem Nichts ein unfassbar schöner, heller Friedhof mit Statuen und einer Kapelle wie aus dem Bilderbuch auf. Im Hintergrund I gen Osten: wilde Palmen und mysty Dunst. Im Hintergrund II gen Westen: La Fortaleza – eine Burg mit 360-Grad-Panoramablick über das Meer und die Promenade.

Als i-Tüpfelchen chillen Iguanas, fette Leguane, überall auf der Mauer. Und interessieren sich mal gar nicht für uns und meinen neuen Hype. Meinen Gimbal zum Shooten von flüssigen Videos und 360°-Grad-Fotos. Seelenruhig sitzen die da in der Sonne, während ich denen praktisch in die Nase zoome für Nahaufnahmen 😀

Das angrenzende La Perla District war wohl mal der heiße Scheiß, ist seit einem krassen Hurricane aber übelst runtergekommen und nur noch ein Ort für shady Geschäfte. Haben wir uns daher aus sicherer Nähe von oben angeguckt. Die coolsten Graffitis/Murals konnte ich trotzdem einfangen.

Mit der Altstadt und seinen ganzen kleinen süßen Plätzen mit Cafés und Bäumen, gibt es eh genug zu entdecken. Auch beim zweiten Besuch finden wir immer wieder kleine Perlen – und einen Touri-Magneten, den wir uns dank drölfhundert-Leute-Schlange sparen. Die angebliche Geburtsbar des Pina Coladas. Für ein obligatorisches Bescheuerten-Foto mit Durchguckloch am Eingang hat es zumindest gereicht xDD If youuu like Pina Colaaaaadaa…

Bei unserem zweiten San Juan Stopp haben wir uns on top noch den etwas östlichen Teil neben der Altstadt angeguckt. Highlight neben einem echt schönen leeren Palmenstrand und einem coolen Brasilianer-Restaurant mit Meerblick und Ventilator-Flair, mein Hidden-Gem-Tipp: der Luiz Munoz Rivera Park. Hier steht ein super alter Drachen-Lianen-Wurzel-Baum a la Tomb Raider. Am Eingang ist ein fancy Café-Shop on wheels, der sich als Mini-Stand trotzdem eine 1a 4,7 Google Bewertung eingeheimst hat. Sneaky, sneaky!

Unbedingt mal gesehen haben, sollte man auch den Regenwald von Puerto Rico. Hatte ich auf einer anderen Karibiktour vor Jahren schon mal gemacht, daher haben wir das gekippt. Ansonsten ein weiterer dicker Pluspunkt für den Johann.

Leider war’s dann auch für uns und den guten Herren. Der Rest unserer Karibik-Tour findet ohne San Juan statt. Der Stopp ist auf den anderen Loops nicht mehr dabei. Wir sind aber einfach nur happy, die Altstadt und vor allem den Friedhof gesehen zu haben. Wir würden auf jeden Fall wiederkommen (und mehr dämliche 360°-Fotos machen)! Aber.. Übung macht den Meister 😀

(#hatgutgeklappt)