Alejandra y los Mosquitos

Isla Holbox, what can I say? Episches Finish auf Abwegen, würd ich mal in den Raum stellen. 😅

Angekommen auf der Insel, von der alle so schwärmen, bin ich dieses seltsame Fleckchen Erde auch direkt am Feiern. Es gibt keine asphaltierten Straßen und nicht ein Auto. Die sind verboten. Stattdessen rumpeln nur ulkige Golfkarts und Quads durch die Gegend. xD Die Folge: Jede Taxifahrt gleicht einem Abenteuer. Erst recht, wenn es so geregnet und gestürmt hat, dass jede zweite Straße unter Wasser steht. 😄 Kämpfen wir uns mit meinem von Carlos rangekarrten Hausstand da mitten in der Nacht durch die Fluten und das nächste Schlaglocharmageddon. Auf den bunt besprühten Straßen alles am Wuseln und noch Vollbetrieb. Das Wort Vibe muss für diesen Ort erfunden worden sein.

Gleicher Zustand in meinem Hostel, Tribu. Jeden Abend wird Programm aufgefahren. Komme ich die Treppe zur geilen open Air Bar rauf, singt eine tattöwierte Öko-Amy-Winehouse mit Dreadlocks, Stirnband und Ukulele gerade „Don‘t know why“ von Norah Jones auf nem Barhocker, dass es mir die Flip Flops auszieht. Meine Bedienung ist ungefähr die liebste, süßeste und kleinste Spanierin der Zeitrechnung, die mich (wie immer) bargeldloses Stück erst am Ende jedes Abends mit Bierdeckel und Visa zahlen lässt. Unten wird heftigstes Fleisch am Stück gegrillt und ich mit einer gratis Probe nach der anderen überschüttet. Check.

Den herben Bummer gibt’s am Morgen, als ich nach einem erfolglosen Blitzkrieg gegen die bereits angekündigte Mückenkolonie den paradiesischen Strand mit Hängematten testen und hart entspannen will. Seegras, so weit das Auge reicht. Und ein Gestank, poach 😂😂 Da mir kam so vollkommen unvorbereitet echt die Kotze hoch xD Über Kilometer stapelte sich das Zeug, da half auch die gute Gardena-Harke nicht mehr. Mission Strandsäuberung unmöglich. Ein Sturm vor 7 Tagen hatte das ganze Zeug angeschwemmt.

Ja hups, was mach ich denn jetzt meine letzten drei Tage hier? 😄🤷🏼‍♀️ Beach kannste knicken, Fresse ziehen ist aber ganz sicher nicht drin. Also lauf ich entgegen dem Willen meiner Nasenschleimhäute erstmal tapfer die komplette Küste ab. Immer in der Hoffnung: Iwo muss es doch besser werden. 😂

Wurde es natürlich nicht. Aber: wieso nicht einfach den Strand skippen und die Erholung ins Wasser verlegen? Das sieht nämlich immer noch ziemlich geil und kristallklar aus – und ist auch 100, 200 m vom Ufer entfernt nur ungefähr köchel- bis wadentief. Den letzten Ruck, da einfach mal reinzulatschen gibt mir ein streunender Hund, der zielstrebig in eine Richtung läuft und einfach mal im Meer fischen geht. 😀

Aber tatsächlich, iwann bin ich auf der „Hauptstraße“ angekommen und finde ein paar Pärchen, die ebenfalls Richtung Horizont laufen. Iwas muss da am Ende sein. Und yippie! Nach 1,5 h Aqua-Gymnastik gibt’s zur Belohnung eine Art Lagune mit feinstem Sand, Flamingos und das wichtigste: kein Seegras. Tröööt! 🥳 Da wurd dann also doch noch pradiesisch gechillt, bis sich selbst Sarah iwann dachte: Ok, ich sollte jetzt vll. gehen, sonst darf ich meine beiden Rucksäcke gleich Dschungelbuchmäßig auf dem Kopf tragen. Denn die Flut setzte ein, sodass aus unserer Privatinsel mal kurz ein 3 m Sand-Gürtel wurde.

Rückweg hat tatsächlich funktioniert, für die nächsten Tage musste dennoch ein Plan B her. Denn jeden Tag wollte ich jetzt auch nicht 3h im Meer wandern. 😂 Also die Locals gelöchert, welches Hotel mit fettem Pool einem auch als Nichtgast Asyl gewähren könnte. Und siehe da. Nach einem dutzend Absagen war das Wörtchen „consumar” mein Sesam öffne dich ins Paradies. Unter der Bedingung, dass ich 500 Pesos, also 25 Euro, versauf und verspeise, durfte ich zwei Tage lang im HM Villas abhängen. Ein Traum. Die Zimmer da kosten richtig Asche. Gut, dass ich Hostel-Trottel den reichen russischen Insta-Bitches als Externer für meine läppischen drei Cocktails und Fajitas an beiden Tagen die Bettinsel weggeschnappt hab, weil ich um 9h auf der Matte stand, als die sich noch ihren Kaviar aus den Zähnen pulten und ihre Hydra-Masken auflegten. 😂😂✌🏼

Hier wollt ich jetzt echt am Liebsten gar nicht mehr weg. Mein Lieblingskellner Esteban „Mosquito“ Perez (einfach zu geil der Name 😂😂😂😂) hat mir aber auch jeden Wunsch direkt von den Augen abgelesen und mir richtig den Aufenthalt versüßt. Da ist mein Spanisch nochmal richtig gefordert worden. Nur meinen Namen konnt er sich aufs Verrecken nicht merken. Immer wieder: “lo siento lo siento 🙈 como te llamas? I am so so sorry 😂😂😂” Iwann hab ich dann mal gefragt, wie ich denn seiner Meinung ausseh, also welcher Name denn passender wär. Dann kann er mich ja gern für den Rest des Aufenthalts umbenennen, wenn er sich das merken kann. Haut er ohne zu überlegen rein, ganz klar ne Alejandra! 😂 Gut, als ich dann gedroppt hab, dass mein Bruder praktisch Alejandro heißt, konnt er gar nicht mehr. xD Free Drinks und ein bis vier Abschiedsbiere in Zivil nach Feierabend waren die Folge. 😂 Eine gratis Salsa-Tanzstunde mit anschließender Praxis-Anwendung am Hostel-Salsa-Abend mit Livemusik rundete meine letzte Nacht auf diesem unfassbar geilen Traumurlaub ab.

Und natürlich… wie könnte es anders sein. Wer steht am Steg in Chiquila und muss schon lachen, als er mich mit meinem Über-Gepäck von der Fähre angerollt kommen sieht? Kutschen-Fahrer-Carlos!!! 😂😂😂 Überrascht, dass mein ganzes Fleisch wirklich weg ist, fährt er mich – by the way im gleichen Tshirt wie vor 4 Tagen 😄 – ohne zu fragen wie im Autopilotmodus bis zum Kofferraum meines KIAs und haut rein: „An den kann ich mich erinnern! xDDD Den Kofferraum hätt ich auch in nem Jahr noch wiedergefunden.“ Hahahaha.

Ich hab den Inhalt meines Messi-Kofferraums aber tatsächlich noch in meinen Messi-Koffer bekommen. Nur für einen Flip Flop hat es einfach nicht gereicht. Der musste so, versteckt im
Sonnenhut, unterm Arm bis nach München transportiert werden. 😂 Wegen einer krassen Verspätung des Phillyflugs improvisiert und nach langer Diskussion am Schalter über Miami. Sagt die Checkin Frau iwann so im Nebensatz, ja ups der Flug geht aber schon in 15 min, Sie müssten sich n bisschen beeilen und jetzt schnell den Security-Check absolvieren. Danke für die entspannte Info! 😂 Ich renn mit diesem Hut und einem Flipflop in der Hand wie vonner Hummel gestochen durch den Terminal – bölk Mudder während des Sprints über WA-Sprachanruf noch schnell die neuen Flugdetails ins Ohr. Da ist es wieder, das gute Leben am Limit. xDD

Im Flieger zelebrierte ich dann auf dem Langstreckenflug wieder wohl dosierten Unfug. Nur gepennt, dass ich erst beide Essen verschlafen, mir aber verspätet schnell noch besorgt hab. 😂 Dann will ich beim Frühstück mein Müsli für den Joghurt öffnen und lass ausversehen die ganze Tüte explodieren, sodass das ganze Zeug auf dem Tisch und Schoß meines englischen Sitznachbarns landet. Der nimmt’s nach einem Lachflash gelassen und isst, ohne einen Finger zu krümmen, unbeirrt in aller Seelenruhe zu Ende. Mein peinlich berührtes Serviettenangebot lehnt er dankend ab. Wir haben beide immer noch Kokosraspeln auf unseren Hosen. 😂😂😂

Perfect sky to pee 😂✨

So, ich hab mich nach Ricis Abschied wieder gefangen und in den letzten beiden Tagen erfolgreich auf meine Stärken besinnt: highlighten und Quatsch erleben. 😄

Mein Tulum-Finale hab ich aus einer Laune heraus nochmal richtig vollgepackt, weil ich um 6 Uhr kerzengerade im Bett saß und Bock hatte. Also mit Sonnenaufgang ab nach Akumal, wo es Turtles im Meer geben soll. Angekommen feier ich mich für mein frühes Erscheinen, weil noch keine Sau da ist, nur um dann zu merken, dass der Beach nen regulierten, kostenpflichtigen Eintritt hat und erst ab 8 Uhr geöffnet wird. 😅 Ich also mit meiner in der Grauzone befindlichen kriminiellen Ader einmal um das Gebäude, an Toren ruckelnd, ob nich doch was geht. Spricht mich ein Opi an und kackt mich natürlich nicht an, sondern ist impressed von meiner Bestrebtheit. „Aqui aqui, no hay seguridad.“

Alles klar, ich folge dem Opi durch das zue Drehkreuz und denk, das ist halt ein netter, offizieller Beach-Dude, der Mitleid mit mir hatte und n Auge zudrückt. Eine Stunde später winkt er mir einfach aus dem Nichts von sonem ablegenden Boot und es stellt sich raus, dass er n stinknormaler Fischer ist. 😂😂😂😂 Hat mir aus 200 m Entfernung noch wild mit Angel umd Co. wedelnd versucht zu vermitteln, wo ich die besten Chancen auf Schildkrötis hab und wie ich da durchs Bojen-Labyrinth hinkomm (ich glaube zwar, er hat mich komplett illegal durch den Bootsnavigationskanal gejagt, aber ok, war ja ausser ihm sowieso noch keiner wach xD).

Und joa, da schnochelte ich dann alleine in Seelenruhe vor mich hin. Nach 5 Minuten erste Turtle, zweite Turtle, dritte und vierte. 😍🤯 Mega Schwein wieder am Start. Waren etwas kleiner als auf Hawaii würd ich sagen, dafür mega schöne Muster auf den Panzern. 🐢 Als ich dann 1,5 h später die Kurve gekratzt hab, kamen die ganzen Touris angekarrt, um sich mit 30 Mann gegen ordentlich Dollars aufs Boots zu quetschen, um eine zu spotten. Und ich denk mir nur asozial viiiel Spaaaaß ihr Nooobs… 😂

Ich währenddessen (diesmal pünktlich auf die Minute zur offiziell Öffnungszeit :D) direkt beim nächsten Highlight – Höhlensystem Dos Ojos. Meine erste Unterwasser-Cenote, heisst nur via Tauchen bzw. Schnorcheln zu erkunden. Zack, Guide genommen, Avatarmaske aufegschnallt und rein ins Blaue. Hyper beeindruckend. Sowas hab ich noch nie gesehen. Riesen Stalagmiten, Stalagtiten und crazy Felsformationen unter Wasser, richtige Löcher, und Tunnel, die verschiedene Höhlen verbinden – alles mit perfekter Lichteinstrahlung der Morgensonne. Denn als Cenote is das Teil immer noch teilweise offen, dass die Sonne reinfällt. Wie gemalt ej. Und dann war auch noch Paparazzi Diana mit dabei, die Fotos vom Trip gemacht. Arielle-Auftritt ist zwar was anderes, aber trotzdem mega Bilder. Und die könnens wie immer nicht ansatzweise einfangen, wie es das Auge 1:1 sieht. ❤

Happy, aber leicht angefröstelt, hab ich mich mittags ins South-Beach-Metier verfrachtet, um nochmal ordentlich Sonne zu tanken und zu faulenzen. Abgesehen vom mega Strand, ein super cooler Spot mit ausgefallenen Cafes, Beach Bars und Streetart. Hat mir mal richtig getaugt. Unangefochtenes Highlight: die Maya-Skulptur vor dem Raw Love Cafe. Richtig nice war auch die Hotelanlage von Papaya Project, wo ne Nacht glaub ich locker 400 Dollar kosten würd. 👋😄 Hat bei mir halt dann nur fürn Corona und n Salat gereicht, an dem ich ne Stunde genuckelt bzw geknabbert hab. 😂 Die Bedienung hat glaub ich schon gemerkt, was Sache war, und mir endlos meine Nachos wieder aufgefüllt, um den Anschein zu erwecken, ich wäre beschäftigt und längst noch nich rechnungsreif. XD Ehrenfrau!

Eine Dusche und den Checkout aus meinem 15 Dollar Hostel später, ging’s nochmal schnell Vorräte einkaufen für meinen Inseltrip. Hab nämlich gehört, dass man auf Holbox kein ordentliches Fleisch oder sowas kriegt und alles arschteuer is. Also Kofferraum voll und auf zur Fähre. Wohoo, endlich mal wieder 2,5 Stunden Dschungel-Drive! 😂

Auf der Hälfte der Strecke Sarah herbe verzweifelt. Muss plötzlich sowas von dringend pinkeln, dass da 0% Chance auf Einhalten besteht. Ich aber im Stockdunkeln auf nem Highway mit Gegenverkehr, der nichtmal nen Standstreifen hat. Über Buchten, Tankstellen, Rastplätze oder Ausfahrten brauchen wir gar nicht reden. 😂 Ja hm. Kurzer Scan meines Flascheninventars. Nee, könnte alles eng werden. 🤣🤣 Ich: scheiss drauf, dann halt ich jetzt eben an und pinkel hinter meinem Kia direkt aufen Highway. Nützt ja nix. In den Wald kriegen mich nach unserem Tarantula-Encounter keine 10 Pferde. Hahahaa. Mach ich schön Warnblicklicht an, park da auf der 130 kmh Fahrbahn und pinkel mit Puls 200 und auf Adrenalin los. Und es läuft und läuft ej. XDD Aber als ich so durch die Gegend guck und versuche zu ignorieren, dass mir gerade der zweite Lkw entgegenkommt, seh ich plötzlich, was für ein epischer Sternenhimmel eigentlich über mir ist. Ohne Witz: ich war in Neuseeland, in der Atacamawüste, aber das war der schönste Himmel, den ich je gesehen hab. 😂😂😂 Und ich denk mir, hach was ist das scheeee… xD Beste Pee-Demütigung ever.

Ähnlich erquickend verlief auch meine Ankunft am Fährennort Chiquila. Ich mein Auto gerade im Security Bereich geparkt, fängt mich direkt Carlos mit seinem fahrbaren XXL-Kartoffelporsche ab. 😄 Ich wieder bepackt WIE EIN DÄMLICHER ESEL. Daher kam er wie vom Himmel geschickt. Ich mein, ich hätt ihm glaub ich in dem Moment alles gezahlt, damit er mich den Kilometer mit meinen Plörren zum Boot kutschiert. Haut er rein, sei gratis. Ich denk mit nur, der arme Carlos. Muss er da ein Gepäckstück nach dem anderen für lau auf sein Gerät hieven. War mir richtig peinlich.🙈

Bei der Kiste voller Fleisch konnt auch er sich dann iwann nicht mehr zusammenreißen und fing richtig laut an zu lachen. XDDd Hock ich da und werd mit meinem Ribeye und meiner Chorizo zwischen den Beinen durch 30 Schlaglöcher direkt bei der Fähre vorgeradelt. 2 Min Lachflash inklusive. Herrlich… Das dicke Trinkgeld hatter sich verdient, der Gude. 😀 Besser gelaunt hätte der Latenight-Inselausflug nicht starten können.

Von dem berichte ich dann aber morgen, das muss so jetzt erstmal sacken und wird mir sonst zu lang. 😜👋🏽

50 Shades of Blue 🌊💙💎

Okok, 7 werden Bacalar offiziell nachgesagt. Ich finde, bei dem Sahne-Auftritt können wir aber schon ein bisschen dicker auftragen. Wer hätte gedacht, dass eine Süßwasser-Lagune so türkis sein kann. Nix Karibik, nix Malediven, das ist hier ein natürlicher See. 😂

Drei Tage lang plantschen wir hier im blauen Farbenfeuerwerk, je nach Lichteinstrahlung und Wassertiefe. Dank gratis Kayaks in unserem Hostel kam bei mir richtiges Cast Away Feeling auf. Einfach treiben lassen, bisschen wegdösen mitten in kristallklarem Wasser: schon praktisch, wenn man nicht ins Nirvana abgetrieben werden kann und on top noch eine Sportskanone an Bord hat, die meine Puddingärmchen ausgleicht. 😄💪🏼 War aber auch bitter nötig. Am ersten Tag haben wir nämlich voll euphorisiert gleich mal 4h hingelegt – und das mit so zwei halben Zahnstocher Paddeln. 😂

Weiteres dickes Plus in unserem Hostel: perfekter Blick auf übertriebene Sonnenaufgänge. Die sind wieder der Wahnsinn hier. Direkt vor unserem Steg und Zimmer gab‘s jeden Morgen ein gratis Panorama – inklusive Papageienschwärme und lonesome Stand up Paddlern. Weil ich wegen der Zeitumstellung nach wir vor nich länger als bis 6 h pennen kann, easy. 😂 Jeden morgen mitgenommen und direkt einen auf Wetterexperte gemacht. Ah das wird heut nix, da is ne Wolkenfront im Anmarsch. Der orange Ton ist nicht so kräftig wie sonst xDD Hier meine Studie:

Viel zu tun gab‘s sonst nicht, aber gibt schlimmere Schicksalsis. 😄 Bisschen Streetart gab es zu begutachten, gute Restaurants, die für Rici einfach mal einen 2 Tonnen Salat aufgefahren haben… 😀

Also gings im Endeffekt einen Tag früher als geplant nach Tulum. Da haben wir uns morgens direkt in die Ruinen gestürzt, um den Menschenmassen zu entgehen. Absolut ohne Erfolg versteht sich… 😂 9:30 war anscheinend schon zu spät. Heftig abgeturnt sind wir nach gescheitertem Studentenmove am Eingang durch den Park gesaust und schnappten von jeder guided Tour immer nur ein „this is a mayan house“ auf xDDD Da waren wir froh, dass wir nich in die 60 Euro Führer-Falle getappt sind und standhaft waren. Als Entschädigung gab es allerdings nach der Touriflucht super Ausblicke auf den malerischen Strand, einen Top-Beachclub mit fetten Betten für Lau und einen Bucket Viktoria Cerveza, Pelicane und einheimischen Fußballbolzen am Strand in der Nähe. 😍👌🏼

Anstatt der geplanten Cenote gab es im Anschluss einen ich sag mal minimal improvisierten Abschied von Rici, weil sich herausstellte, dass ihr Bus nach Cancun um 17:40 nicht von Tulum abfährt, sondern von Playa del Carmen, was ungefähr 40km entfernt ist. 😂 #dankefürnichtsadoticket! Insofern hab ich sie letztendlich mitten auf dem Highway rausgelassen und in einen abgewrackten Collectivo gesetzt, wo sie mit dickbäuchigen Bauarbeiten Richtung Norden davonbrauste. 😂😂😂😂 Ein würdiges Ende für unseren epischen Tripabschnitt. Jetzt renn ich wieder allein durch die Gegend und such ständig im Augenwinkel die wilde Lockenpracht. xD

Heute an Tag 1 ohne Rici ging auch einfach mal alles schief. Erst ist Tolpatsch Sarah ne Treppe unelegant runnergeknallt, dann war die Tempelanlage Coba nicht so geil wie gedacht, obwohl ich dafür extra zwielichtige Geschäfte in einem random Hotel-Souvenir-Shop abgewickelt hab, um an Bargeld für den Eintritt zu kommen. 😂😂😂 Musste das letzte Effectivo nämlich fürs Tanken lassen, weil der Dude wieder original zu faul war, sein Kartenlesegerät zu holen. 😄

Letztendlich landete ich aber wieder an einem Bilderbuch-Strand (diesmal mit Chris-Doppelgänger neben mir 😂) und gönnte mir zum Verkraften meiner Handschmerzen zu meiner Diclofenac-Dröhnung ein 450 gr Ribeye-Steak mit Sangria und 1800er Tequila im super geilen 🥩house „El Asadero“. Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung und ich kann glücklich ins Bett gehen. 🤗✨

Mein Hostel ist auch wieder super geil mit Fatboys, Schaukelbarsystem, gratis Cocktail-Masterclass, Beerpong, Wohlfühlkorb im Pool und und und 🙂 Morgen dann letzten Tag Tulum, bevor ich mich zum letzten Stopp auf die Insel Holbox schmeiß. Bis jetzt ist ultra kackiges Wetter angesagt, also Daumen drücken und brav alle Teller aufessen für ein geiles Finish. 🙈🙃 Bald habt ihr mich wieder anner Backe. Dann frier ich mir früh genug wieder den Arsch ab. 😂🙅🏼‍♀️

So girly right now

Weiter geht’s mit der nächsten Etappe – diesmal mehr oder weniger seriös dokumentiert: Yucatan und Campeche. Man sollte denken, dass sich bei Chichen Itza, einem Maya-Tempel und offiziellen Weltwunder, und den zwei Kolonialstädten auf dem Programm va. imposante Archetiktur ins Gehirn eingebrannt haben sollte. Dem ist nicht so. 😀

Rici und ich sind nämlich voll im Modus. Der besagte Reise-Abschnitt war daher eher geprägt von Radio bis zum Anschlag, Trashtalk und Happy Hours. Nie werd ich vergessen, wie wir den Kellner in Campeche direkt gekonnt 0815-mäßig abwatschen und abwinken, als er uns mit seinem Menü entgegenwedelt. Und wir so eine Minute später: ja, aber jetzt son Cocktail wär vll gar nicht so verkehrt. Rückwärtsgang, „do you also have nice drinks?“ 😂

Oder wie Rici mir in unserer mega Hacienda Suite in Uayamon mit ihrem roten Kleid in unserem 10 m Flur zum Badezimmer stilecht mit Paloma-Tequila Dose in der Hand zu unserem Song entgegen getanzt kommt und ich 10 min später auf dem Bett stehend bei der 300. Song-Wiederholung eine Glanzperformance hinlege. 🤣 Hachja, Break free von Ariana Grande. Der ist wirklich genau unsere Tonlage. Nicht. xD

Hauptsache richtig McGuyver mäßig im XXL Luxury Collection Hotel nach eingehendem youtube-Studium einen Löffel aus Joghurtfolie gebaut, um den Restaurantpreisen an Tag 1 zu entgehen. 🤣 Am zweiten haben wir uns dann aber einen mega geilen Angus Burger in medium rare gegönnt. Legendärer Hoteltrip echt.

Gastronomisch gesehen konnte auch Merida was. Da gab’s statt Arianna Salsa – und zwar in einer mega Latinobar, die uns unser maximal 19-jähriger Cenotenbademeister empfohlen hatte. 😂 Völlig unscheinbar von außen, standen wir eine Saloon-Tür später in einem riesigen Open-Air-Garten mit Lichtern, bunten Wänden und Live-Musik.

Da landeten wir dann am Tisch von Hernando, der rein zufällig auch Sänger war, sich iwann das Mikro schnappte und Rici und mir einen schmalzigen aber heftig gut gesungenen Song widmete. 😄😄😄 Ein bisschen Tanzunterricht gab’s auch, aber nix Wildes. Dafür 3 Sorten Chips, die ständig augefüllt und von uns vernichtet wurden. Als der Kellner uns die sogar auf der Tanzfläche andrehen wollte, haben wir nur noch gelacht und die Krise bekommen. xD Jesus, Por favor no! 😅 Dazu Cocktails mit Mezcal, die gleich im Literpott serviert wurden.

Residiert haben wir in einem Business Hotel mit Rooftoppool und Gym, was natürlich mega nice war. Va weil uns die Stadt sonst nicht so umgehauen hat.

Damit ihr aber ab von den Soft News auch ein paar Eindrücke von den kulturellen, architektonischen Highlights bekommt, will ich euch den obligatorischen Bilderteppich zu Chichen und Campeche nicht vorenthalten.

Chichen Itza – Sunrise Tour mit Abel

Startete um 4:40, hat sich aber mega gelohnt. Im Dunkel ging’s vor offizieller Parköffnung mit einem Guide aufs Gelände, um den Maya-Tempel dann bei bestem Licht ohne 100 Touris zu haben. Gekonnt wischte Guide Abel wie ein Roboter ohne hinzugucken seine historischen Vergleichsfotos auf dem ipad durch, mit echt geilen Infos. Die Mayas haben ja echt gar nichts dem Zufall überlassen. 20 Grad nach da ausgerichtet, damit hier um jene Uhrzeit ein Lichtkegel entsteht. Stufenanzahl, Steigung, alles durchgeplant. Selbst die Akkustik war ein Wunder. Wenn Abel geklatscht hat, kam ein lautes Vogel-Gezwitscher-Echo aus dem Tempel zurück. Zur Huldigung dieser grünen Vögel, die auch den Kopfschmuck der Maya-Könige schmückten. Irre.

Was die brutalen Rituale angeht, brachte Abel immer seinen Lieblingssatz an: Is this really blood and the heart taken out of this man’s chest? I don’t buy it, I think it could also be symbol of birth. 😂😂😂😂 Mein Highlight der Tour.

Campeche

There and back again // Flieht, ihr Narren 😂

Ahahahahah. Was für ein Tag. Weltwunder, unsere erste Salsa Bar, das schöne Campeche und unsere Luxus-Hacienda müssen wir kurz ausblenden. Denn die Kunde dieses heutigen Tages muss dringend verbreitet werden.

Der Tag begann abenteuerlich mit einer XXL-Riesenhaar-Raupe (wie zu besten Schulzeiten im Gesicht von Frau Klapdor) auf dem Frühstückstisch und endete mit einer ebenfalls insektenbedingten absoluten Nacht und Nebel Aktion. Spoiler: erzählerische Klammer! Ich sag mal, Klappe zu und Action.

Rici und Sarah checken morgens um 8:30 aus ihrer Luxus Hacienda aus. Weil das Wetter zu schlecht für unseren Caesar-mäßigen Pool ist, beschließen wir, direkt die 5 h in den Dschungel zu fahren und unsere Calakmul-Tempel-Tour vorzuziehen. Wobei fahren das falsche Wort ist. Es war vielmehr ein permanentes Ausweichen 😂😂😂 Schlaglöcher, Straßenspaltungen bis zum Erdkern, tote und lebendige Hunde, Suicide-Vögel, Rinderherden: Für jeden Geschmack war was dabei! 😀

Einmal angekommen, profitieren wir mal wieder von perfektem Timing und haben sau Glück. Keine Menschenseele da, als wir bei goldenen Lichtverhältnissen den ersten richtig hohen Maya-Tempel hochkrackseln und uns allein den geisteskranken 360 Grad Blick über endlosen Regenwald geben. Das müssen die zwei Vögelschisse sein, die wir in den Cenoten kassiert haben. Ich auf den Kopf, Rici aufs Schlüsselbein.. 😆🍀

Weils so mega ist, verpeilen wir’s fast, den Haupttempel anzugucken. Dabei gibt er uns panoramateschnisch den Rest. Dass uns ne Horde schwangere oder einfach nur fette Affen (man weiß es nicht genau) direkt über uns in den Baumkronen bis zum Auto begleiten, nur eine Randnotiz. 😂

Viel geiler war die Fahrt zu unserer Unterkunft. Übrigens die nahegelegenste, die es an der Anlage gibt – 1,5 Stunden zurück durch den Regenwald xDD Tja, auf dem Weg mal eben fast ne handbreite Tarantula überfahren. Welcome to the Dschungel. 😅

War überraschender Weise weniger ekelig als unser Hotel, wie sich leider herausstellte. 😂😂😂😂 Wir waren beim Kofferabladen schon nicht sonderlich begeistert, aber da wir ja auch keine empfindlichen Prinzesschen sind, dachten wir, ja komm eine Nacht passt das schon. Da noch gegessen, machen wir uns um halb 9 bettfertig, weil wir erledigt sind. HIV Tagesdecke weggeklappt, Moskitonetz ausgerollt, sagen Maden, Raupen und ne schöne Kolonie Läuse im Bett Holaaaaaa. Äh, fuck. 😄 Wir rufen die Besitzer und legen einen rhetorisch olympia-würdigen Spagat zwischen Bestimmtheit und Nettigkeit an den Tag. Mit Erfolg: Am Ende bekommen wir unsere eh schon unverschämten 60 Dollar cash auf die Hand zurück und können die great Escape antreten.

Tja ist nur die Frage, wohin jetzt? Liter Cola im Auto klärt. Wir sind ja heut erst 6,5 Stunden gefahren, da geht noch was. xD Mucke an, Fenster runter, Koffer rein und auf gehts nach Bacalar zu unserer nächsten Station. 😂 2,5 Stunden und zehn Nebelbänke später trudeln wir im Ort ein und fahren, weil das Hostel nicht ans Telefon geht, auf gut Glück zu dem Teil, wo wir die nächsten drei Tage einquartiert sind.

(Iwann fällt auch der Groschen, warum da keiner mehr rangeht. Wir sind schon wieder völlig unwissend in eine andere Zeitzone gefahren. Ortszeit 0 Uhr 😂😂😂)

Auf Hostel-Mitarbeiter und Ehrenmann Luis ist dennoch verlass. Er hört unser Klopfen am Tor und gibt uns direkt Asyl, obwohl er nur noch ein Cama hat. Joa, pennt halt einer gratis auf der Hängematte oder Sonnenliege draußen. 😂😂😂😂😂😂😂😂 Episches Finale.

Jetzt liegt Rici, getränkt in einer Flasche Anti-Brumm, vor dem panorama Steg zur Lagune mit 7 Blautönen unterm Sternenhimmel auf einer Sonnenliege mit meinem Kissen.

Und ich tipsel hier noch ein wenig und zieh mir dann gleich den Zorn der schon schlafenden drei anderen Gäste im Viererzimmer zu, wenn ich reinplatze. Prost Mahlzeit 🤣 Jetzt erstmal 4 Tage erholen hier und morgen am besten ne Massage abgreifen. In Kürze schieb ich dann Spiegelreflex-Bilder und den fehlenden Part von Merida bis Uayamon nach.

„No estamos bien preparados“…

einen anderen Titel kann es für das erste Kapitel Yucatan / Quinta Roo nicht geben. 😂 Ihr werdet im weiteren Verlauf des Eintrags verstehen, warum.

Anfangs lief noch alles relativ unaufgeregt. Um den Tag zu überbrücken, bis Rici landet, hab ich mich auf der kleinen süßen Insel Isla Mujeres einquartiert. Einmal um die Insel gefahren, war schnell klar: Genialer als im Hostel Nomads ist es nirgends auf der Insel. Also rein ins Fatboy-Ventilatoren-Nirvana an der Caribbean Sea und die Seele baumeln lassen.

Übel war nur, dass eine Französin direkt neben mir aus dem Nix nen epileptischen Krampfanfall hatte. :-/ Hatte sowas noch nie zuvor gesehen und dachte echt, die kratzt uns ab. Blaue Lippen, Augen komplett weggerollt, gespuckt und Geräusche gemacht wie beim Exorzisten. Standleitung zu Medic Alex über Whatsapp hat geklärt, nach 15 min gings ihr wieder gut. Herbe, das wünsch ich echt keinem.

Abends schlenderte ich mit ipad gemütlich zur gratis Spaghetti Bolognese, um danach meinen Blog zu tipseln. Tja, Rechnung nicht mit Jack und Jackson gemacht. Das Aussie-Duo war so witzig, dass ich mich direkt angeschlossen hab. Die hatten schon eine Partyfraktion in den letzten drei Tagen etabliert und so saßen wir da zu zehnt am größten Tisch, den der Strand zu bieten hatte. Und als Partyhostel hat man sich nicht lumpen lassen, was die Ausstattung angeht: Beerpong, gratis Shots, Kartendecks für Trinkspiele – alles da. Das ipad hab ich spätestens nach ner Stunde evakuiert. 😂 War auch besser so, meine Schuhe habens nämlich zB nich mehr nach Hause geschafft. Die musste ich am nächsten Tag vom Stuff abholen, weil ich die iwo auf dem Weg zum nächtlichen Gruppen-Baden im Meer zurückgelassen habe. 😄

Highlight war aber die Pizza-Bestellung um 23:30, die ich mir als Lebenserfolg in die Vita schreiben kann. Da schon bedüselt angerufen, für die ganze Meute bestellt und den armen Mann an der anderen Leitung auf spanisch überredet, dass er doch mal ne Ausnahme machen kann und uns die Teile nach Lieferschluss noch rüberfahren kann, direkt an den Strand versteht sich. 😂☝🏼 Es gab noch eine herbe Konfusion, weil ich das Wort Kruste nicht kannte und sich das Gespräch deshalb zwischenzeitlich 5 min im Kreis gedreht hat. Und wir immer nur beide wie ein Papagei wiederholt haben, was der andere gesagt hat. Plus: qué? Was? 😂😂😂😂 Aber alle 5 Pizzen kamen mit dem richtigen Belag – und was für Prachtexemplare. 😍 100% gutes Fett.

Trotz trinkintensiver Nacht haben wir unseren Suffplan durchgezogen und mit vier Mann um 6 Uhr morgens den Sonnenaufgang am südlichsten Punkt der Insel geguckt. Mega cooler Ort auch.

Aber dann: Rici abholen in Cancun. Ich sie erstmal 20 min nicht gefunden, dass mich die Sie-Dürfen-hier-nicht-Parken-nur-kiss-and-fly-Security, weil sie schon Mitleid hatte, in den abgesperrten Bereich durchgeschleust hat. Am Ende waren glaub ich 10 Leute via Funk involviert. Aber iwann hab ich sie dann tatsächlich erspäht und eingesackt. 😂

Also zack los zur ersten Station Valladolid. Ja schade nur, dass wir ungefähr ne Stunde im absoluten Nichts fahren und dann ein Schild kommt, nächste Tanke in 136 km. Kurzer Blick auf die Tankanzeige – 1 Strich, Reserve gleich an. Sarah Zoche natürlich NICHT vollgetankt, als sie die Karre 1/4 voll bekommen hat. Hat halt anscheinend dann nur nen 40l Tank. Herzlichen Glückwunsch… 😅

Aber aufgeben ist ja nicht drin. Think, think, think. Was machen? Wäre so ungefähr die ungünstigste Stelle, um Liegen zu bleiben. 😂 Da war nämlich überall nur Jungle. Bis auf zwei Dudes, die mit ihrem Roller und Fahrrad aus dem Busch mitten auf diesen Möchtegern Highway gefahren sind, war da eine Stunde komplett nichts. Und wenn ich komplett nichts sage, dann mein ich komplett nichts. Kein Haus, keine Ausfahrt, kein Handynetz.

Problem: Um zurückzufahren, war auch nicht mehr genug drin. Eine einzige Abfahrtmöglichkeit gab es laut Google Maps vor der 136 km Tanke. Nur dass auch das 80 km waren. Immer noch zu weit. Ich wusst nur, ich will niemanden anhalten und nach nem Kanister Sprit fragen müssen, wenn ich schon selber keinen Tropfen mehr drin hab und im Fall der Fälle mich nichmal verpissen und einfach aufs Gas drücken kann. Also Plan geschmiedet, wie wir iwie vorher an Sprit kommen könnten. Direkt den nächsten Fahrrad-Mohikaner aus dem Fenster angebölkt. 😂 Seinem Kauderwelsch zu urteilen, kommt ganz bald eine Abzweigung, da könnten wir versuchen abzufahren und unser Glück versuchen. Aha klingt super. Fahren wir zumindest mal bis da.

Und tatsächlich nach wenigen Minuten eine Art Autobahnkreuz mit Mautstelle. Ich: Was soll der Geiz? Fahren wir ganz rechts auf den geschlossenen Streifen vor und winken nen Aufseher ran. Der sieht nur in mein amüsiertes, etwas peinlich berührtes Gesicht mit Pferdegrinsen und muss schon lachen, bevor es losgeht. „Holaaaaa, perdon. Hay una problema. No temenos gazolina.“ 😂😂😂😂🤷🏼‍♀️🤷🏼‍♀️

Und weiter: „Lo siento, no estamos bien preparados.“ Der Typ mit zwei Grillz-Schneidezähnen schmeißt sich weg und winkt seinen Kollegen ran. Nach kurzer Krisensitzung wird beschlossen, dass wir Sprit aus einem ihrer Autos bekommen. 🙌🏼😄 Im Gesicht der beiden eine Mischung aus charmant, dass sie wenigstens auf spanisch artikulieren können, wie blöd sie sind, und ach, diese verrückten, niedlichen Touris ej. 😂

Jedenfalls werden wir angewiesen, rückwärts ein Stück zurück über den Highway zu fahren. Iwas mit coche blanco. Ahja gut, im Rückspiegel seh ich da tatsächlich nen weißen SUV stehen auf dem Sperrstreifen. Und dann zaubert er da echt n Schlauch raus, saugt noch schön an und macht uns 10 l klar. 😂 250 Pesos und 10 muchas gracias später düsen wir davon und weiter bis nach Valladolid ins Hostel. Herrlicher Auftakt. Sind ja nur die ersten 1,5 Stunden unseres gemeinsamen Trips. 😄

Dass wir angekommen sind, hat sich jedenfalls mega gelohnt. Valladolid ist ein super cooles, schönes Städtchen. Wieder mit bunten Häusern, einer krassen Kirche und kleinen Gassen mit super speziellen kleinen Läden. Und genau am Abend war auch noch ein Maya Fest, dank dem unser komplettes Abendessen aus leckeren free Samples bestand. 😄 Coole Ofrendas gab es auch nochmal.

Noch besser als die Stadt sind die zig Cenoten, die alle im Ukreis von maximal 10 min liegen. Höhlen mit Wasser, Lianen, Wasserfällen – wie bei Indi oder Tomb Raider. Teilweise einfach nur sprachlos davor gestanden bzw. drin geschwommen und gedacht: Das kann doch gar nicht sein. Hier die besten Fotos…

Cenote San Lorenzo Oxman

Cenote Zaci

Cenote Suytun

Zugabe muss sein. Also nahmen wir an Tag zwei noch die Las Coloradas mit. Zwei Seen, die nur durch einen Sandstreifen getrennt sind. Eine Seite blau, die andere pink (#Salz). War zwar etwas nervig, dass man da nicht ohne Guide rumlaufen durfte, weil die Angst hatten, dass man drin schwimmt. Nach zähen Verhandlungen (, die wollten uns nämlich erstmal schön übern Tisch ziehen 😂,) hatten wir dann wenigstens statt zwei Gaunern eine sweete Mexikanerin, die vollen Einsatz beim Fotosmachen zeigte. Die kam mit den wildesten Ideen um die Ecke. Profi halt 😀 Dadurch war‘s im Endeffekt mega witzig. Paar Flamingos und ein Fischerdorf gab‘s auch noch. Voller Erfolg.

Einzigen beiden Wehrmutstropfen am heutigen Tag:

1. Wir haben unser Lieblingsgetränk gefunden: Paloma mit Tequila: Wollten uns im Supermarkt schön damit eindecken und haben richtig asi den ganzen Korb mit Dosen vollgemacht. An der Kasse der Zonk – dödööö. An Sonntagen ab 17 Uhr kein Alkoholverkauf mehr. Aha, aber davor die Birne zukippen und 10-jähriges Kind anner Kasse is ok. 😂

2. Speedo-Ukrainer Constantin ging uns herbe auf die Eier. Da war fremdschämen angesagt. 🤣 Labert der uns in seinem rot blauen Eierkneifer an der ersten Cenote n Kotelett an die Backe und schnallt einfach nicht, dass wir so gar keinen Bock auf sein Gesülze haben. Ist dann so geil abgedriftet, dass er Fragen beantwortet hat, die wir gar nicht gestellt haben. 😂 „Ach, und falls ihr euch schon gefragt hab, ich heiss Contantin. Und ich bin übrigens Accountant.“ Achaaaaa und wo ist der Bus…? 😄 Gipfelte dann darin, dass er als unser Essen kam, gefragt hat, ob er sich zu uns setzen kann. Wir dreimal elegant überhört, dann ließ er immer noch nich locker, dass ich mit einem „we would like to have some privacy“ dem Ganzen ein Ende setzen musst. Hat ihn natürlich nicht abgehalten, sich später unten weiter zu blamieren. Erst hemmungslos andere Mädels angelabert, die ihn auch nich so geil fanden, wie er sich selbst. Dann sehen wir auf einmal aus dem Augenwinkel, wie er an Wänden hochklettert, auf Seilen balanciert oder sonstwas. Spacko 😂😂😂 Naja, immerhin wir bepissen uns jetzt grad beim Revue passieren lassen, wenn wir auch nur an ihn oder seine Speedo denken…

Puerto Es-con-migo 🤙🏽

Paziifiiiiiiiiiiiik! Hu, ich hatte schon n bissl im Gefühl, dass mir dieser Part des Urlaubs besonders gefallen könnt. Aber alle Erwartungen pulverisiert. Schon die Fahrt zur Küste war sau geil. In Pablos Kleinbus gab’s eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Pablo war nüchtern. Die schlechte: Gurte? Noch nie was von gehört. Extrem witzig auf ner 8h Serpentinenfahrt im local Fahrstil bei ner Schlaglochfrequenz jenseits von Gut und Böse. XDd Ob das jetzt sicherer war als selbst zu fahren sei dahingestellt. Ich hab mich jedenfalls köstlich amüsiert, auch über unsere Beifahrer. Wir haben nämlich so ungefähr alles eingesammelt und abgeliefert, was man sich vorstellen kann. Pablo transportierte alles. Guck ich in ne Kiste mit sonem kleinen Spalt, glotzt mich dadurch einfach ein Huhn an und macht googooooork. 😂😂

Als wir endlich um 12 Uhr mittags in Puerto Escondido waren, war ich echt fertig. Aber ab dem Moment, wo ich das erste Mal am Meer stand, war ich in Love und eh alles egal. Gelber Sand, sattes Grün, Fischerboote, null große Hotels. Und permanent fliegen Adler, Geier und Schmetterlinge durch die Luft. So wild und umberührt iwie.

Touristischer gings am berühmten Surferstrand mit Megawellen zu – aber auch hier voll der coole Vibe umd nicht so standard Restaurants, sondern ausgefallene Pavillions mit hellem Holz umd heftig gemütlichen Lounge Bereichen. Da musste natürlich erstmals Ceviche probiert werden. Son Meeresfrüchte Mix, der nicht gebraten wird, sondern nur mit Limettensaft etwas zieht. Mega nice. Und selbsteredend Fishtacos und Oktopus ❤

Für Turtleline Sarah ging dann auch noch der Traum von den Baby-Schildkröten in Erfüllung. An einem Strand in der Nähe war eine Hilfsorganisation stationiert, wo man die kleinen bei Sonnenuntergang ins Wasser freilassen konnte. Wichtig war nur: nicht anfassen und alle Möwen, die man spotten wild anschreien und mit Sand bewerfen, damit sie dein Adoptivkind nicht fressen. Zwei hats erwischt 🙈 Charly hats aber gepackt! 🔥💪🏽 Aaaaaw, die waren so klein und süß. Und wie die getapselt sind.

Nach den paar Tagen fiel der Abschied echt schwer. Mein Hostel-Barkeeper, ich nannte ihn nur Ilkay, weil er 1:1 aussah wie ein mexikanischer Gündogan, hat ihn mir mit einer richtig geilen Konversation galant aufgelockert. Spricht die ganzen Tage nur spanisch mit mir und haut dann als letzten Satz raus: „It was so nice to meet you, I really like your red face!“ 😂😂😂😂😂😂😂😂 Und ich nur, danke, was ein Kompliment. Das will natürlich jedes Mädel gerne hören. 🤣 Ilkay wollte davon nichts wissen: „No, really. Not everybody can wear it. But you can, it looks great.“ Ich hab so gelegen. Va hatte ich mich gar nicht mal so richtig verbannt. 😄

Was sich an meiner nächsten Station schnell änderte. Wollte eigentlich nur einen Tagesauflug nach Mazunte machen und dann weiterfahren bis Huatulco, wo 2 Tage später mein Flug nach startete. Dann hats mich da auch so umgehauen, dass ich mich beide Nächte da in ein übelst geiles rustikales Bungalow-Hotel mit Traumausblick eingemietet habe. Glotzen, sonnen, das wars. Wiebei Jurassic Park flogen da riesen Vögel über die grüne Dschungel-Küste. Was braucht man eigentlich mehr im Leben, hab ich mich mal wieder gefragt.

Dem Altamira hab ich dazu jetzt die beiden besten Sonnenaufgänge meiner Vita zu verdanken. Wahlweise aus dem Zimmer oder vom Pool aus. Ich hab nämlich bei dem Hammerausblick aufs Meer für 35 Euro die Nacht mit offenen Fenstern gepennt und wurde daher an Tag 1 von den ersten Sonnenstrahlen pünktlich um 6 geweckt. Dacht die Sonne will mich verarschen. Wie die angeliefert hat.

Einen Tag hab ich das Nest verlassen und auc das nicht bereut. Richtig cooler Hippie Ort mit dem geilsten Fortbewegungsmittel ever. Den Collectivos. Sind Autos mit nem kleinen Aufbau, wie bei nem Planwagen. Den winkst du ohne Bushaltestelle am Straßenrand dran, dann kletterst du hinten mehr oder weniger grazil auf die Fläche. Wenn du Glück hast ist irgendwo auf der Bank was frei, oder dich glotzen 20 Mexikaner blöd an und du wirfst deine zwei Strandrucksäcke vorne auf den Käfigaufbau, stehst die Fahrt und guckst vorne raus. Überraschender Weise präferierte ich stets Letzteres 😂

Einmal in Zipolite noch einen Ort weiter angekommen, warteten der einzige FKK Strand Mexikos, Bananen Daiquiris für 1,90 und die beste Meeresfrüchte Spaghettis der Welt. Man könnte sagen, ich hab’s nicht bereut, mein eigentliches Ziel ausgelassen zu haben. Die Bays of Huatulco müssen auf den nächsten Besuch warten. 🙂

Day n Night 🌗

So, jetzt aber mal tasächlich das Material aus Oaxaca 🙂 Bin die letzten Tage komplett beachkaliert und deshalb zu nix gekommen. Schnell nachschieben, bevor die Amnesie einsetzt…

Die City und ich hatten gar nicht sooo den perfekten Start. Am Bahnhof Szenen der Empörung: kein Uber Geschäftsgebiet. 😂 Und das bei meinem anstehenden Hostelhopping, weil ich wegen dem Dia de los Muertos aufs Verrecken keine Unterkunft für drei Nächte gefunden hab. Also mit jedem gierigen Taxifahrer (ohne Taxometer versteht sich) schön diskutieren. xD

Dazu immer bepackt wie ein Esel, weil ich schon so viele Souvenirs geschossen hab, dass ich inzwischen mit meinem großen Koffer, zwei Rucksäcken und einem riesigen schwarzen Müllsack rumreise 😂😂😂. Den hat mir netterweise die Teppichverkäuferin mitgegeben, bei der ich mir ne mega geile, aber ca. 3,5 Kilo schwere, Tagesdecke für mein Bett zuhause gekauft hab. Klassischer Sarah Move. 🙄😆 Wie das mit dem Inlands- umd Heimflug funktionieren soll, muss ich noch ausklamüsern.

Am geilsten war aber die Hostelfrau, die mir quer durch die komplette Stadt nur Sachen empfohlen hat, die’s seit nem Jahr nich mehr gibt oder einfach nicht auffindbar waren. Aja und Almans. Hunderte Almans, die man schon auf 200 m an ihren lautstarken Belehrungen, peinlichem Geschwätz und Trekking-Sandalen erkannt hat. xD

Aber jetzt kann ich den Nörgelmodus schnell wieder ausstellen: Die Altstadt war nämlich schon wieder viel so mega, dass mir das nach ner Stunde alles wurscht war.

Abends hab ich mir gerne auf meiner Lieblings-Rooftop-Bar gegönnt. Diesen Ausblick ^^. Drinks und zwei Hauptspeisen. 👌🏼 Mein absoluter Happy Place in der Stadt. ❤️

Viel Zeit zum Chillen gab’s aber ned. Sobald es dunkel war, war eigentlich Action angesagt. Zum einen wegen der riesigen Tag der Toten Paraden, die teilweise knallhart bis zum nächsten Morgen um 8 durchgezogen wurden. Da hab ich ja schon ein Bilder- und Video-Feuerwerk bei WA & Insta hinterlassen. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich die Parade erst wie son Äffchen aufem Baum observiert hab. 😂 Dann bin ich am Ende runtergekratzelt, hab die Parade zu Fuß eingeholt und mich beim zweiten Durchlauf in die Meute gestürzt. Man konnt nämlich cooler Weise einfach mitlaufen , sich unter die Akteure mischen und da mit denen abfeiern.

Trotz einmaliger russischer Tanzeinlage vor den Ziegenteufel-Männern wurde das Happening noch getoppt – nämlich von meinem Friedhofsbesuch am letzten Abend. Ich war eigentlich voll müde und musst ja um 4 meinen 8h Bus nach Puerto nehmen. Dacht mir aber ah komm, heut nimmste noch diesen ganz unbekannten Friedhof im Norden der Stadt mit, vielleicht sind da weniger Touris. So. fett.

Erstmal war ein Grab krasser geschmückt als das andere. Der Musiker hat sein Klavier bekommen, die reiche Diva ihr Moskito-Skelett-Mobilé, warum auch immer. 😀 Die Familien saßen ausnahmslos mit lässig abgestellten Colaflaschen stundenlang an den Gräbern. Mega das Bild. Und ich denk mir, ja aber ka. Kann ich da jetzt echt Fotos von machen? Das ist doch irgendwie ne… Also frag ich die erste Familie, die mir nett aussieht. Und da war es schon wieder passiert. 😂

Sie Lehrerin und daher ungefähr gar nicht zu stoppen. Gibt mir direkt nen 1h Exkurs über Kultur, Geschichte, Gott und die Welt. 😆 Kein Wort englisch, also nix mit como se dice … en español oder que significa xy. Nee nee.

Meinte aber ja klar, mach Fotos. Normalerweise ist das natürlich privat, aber heute ist Fiesta. Da feiern wir und das teilen wir hier alle auch gerne. Besser noch. Sie erzählt mir schon wild von dem Piano-Grab und klemmt mich unter Arm. So ich zeig dir jetzt die coolsten Gräber und dann kannst du mit den Families reden, ich kenn die alle. Und das war kein Bluff xDdD Bricia kannte JE-DEN verdammten Menschen auf diesem Friedhof. Endete damit, dass ich an jedem Grab mit der jeweiligem Familie und ihr einen Kurzen (Mezcal) gegrunken hab. 😂😂😂

Besäufnis aufem Friedhof ej. Aber es wurd noch besser. Wir kommem irgendwann bei dem Neffen ihres Mannes vorbei. Was da als normales Smalltalk Gespräch anfing endete völlig irre. 😂😂😂 Es wurd immer lustiger und es kamen immer mehr von der Family – zum Zuhören oder manche wollten halt auch was wissen umd habrn 100 Fragen gestellt. Irgendwann standen wir da mit locker 20 Mann ums Grab seiner Mutter und haben gelacht, bis unser Kiefer zugemacht hat. Von versauten Witzen bis sonstwas, wie als wär ich wie selbstverständlich auf nem Familiengeburtstag. Wir waren sone heftige Crew ej. 😆 Bis 2 Uhr morgens standen wir da und haben Mezcal getrunken.

Ich schwöre, das werd ich niemals vergessen. Musst mich dann fast beeilen, um meinen Koffer samt Müllsack fertig zu packen. xD Aber mal wieder hab ich eine Family und ein paar Freunde mehr, die mir wie Dulce auch immer noch täglich schreiben und sagen, ich muss nächstes Jahr unbedingt wiederkommen und sie besuchen. Vll nicht nächstes Jahr, aber mach ich safe. 😍 Only in Mexiko. 😂🙌🏼

Irgendwo im Nirgendwo 🤷🏼‍♀️

Wir müssen mal kurz den Dia de los Muertos Teil skippen und zum abgefahreneren Part meines Oaxaca-Aufenthalts vorspulen. Ich sitz nämlich nach meinem erfolgreichen Mezcal-Tasting gut gelaunt mit ner Margarita in der Hand auf einer feinen Rooftop Bar und lasse grad den gestrigen Highlight-Tag Revue passieren. Da können jetzt nur alle gewinnen. XD

Nach den ganzen Menschenmassen hat sich Sarah nämlich gestern spontan entschlossen, den gefühlt letzten verfügbaren Mietwagen des Staats anzumieten, um bei bestem Wetter in die Wildnis zu fahren und die Highlights der Umgebung abzuklappern.

Ich also nach zähen Verhandlungen den Trucker-Arm aus dem Fenster, den klischeehaftesten Mariachi-Radiosender reingeknallt, den ich im Geknister des permanent-Funklochs finden konnt, und los. Mega. Richtig free willy.

Mein Hauptziel war eigentlich der/die/das Hierve el Agua. Eine Art versteinerter Wasserfall mit natürlichen Swimming Pools. Auf dem Weg dahin hab ich noch ein paar coole Orte mitgenommen. Das Highlight kam aber unvorhergesehen.

Ich seh im absoluten Niemalsland eine Barracke, die ihres gleichen sucht, sodass ich ne Vollbremsung mach und glatt den Rückwärtsgang einleg. Richtig runtergekommenes Anwesen mit Eseln und Wäsche im Vorhof. Dazu wie gemalt eine hochschwangere native Frau, barfuß. Frag ich, ob ich wohl ein Foto machen dürfte, is es schon passiert. Jackpot. XD Ich werd reingebeten und sitz schneller am Familientisch als ich gucken kann – neben Truthähnen und der gerade am Feuersteinofen Tortilla-herstellenden Omi. Hahahaha. Unfassbar. Saß ich da ne Stunde, durfte zusehen und bekam Abuelas Tortillas frisch vom heißen Stein sowie etwas vom eigens für den Tag der Toten geschlachteten Huhn in Premium-Sauce und und und.

Nach dieser Mega-Erfahrung ging’s über 1h Buckelpiste weiter zur eigentlich geplanten Hauptattraktion. Und da lass ich einfach mal die Bilder sprechen. Das war nämlich landschaftlich einfach nur fett.

Tule & Mitla

Hierve el Agua

Auch hier profitierte ich wieder von einer Begegnung der anderen Art. Hab nen rund 20-jährigen Mexikaner dabei „erwischt“, wie er heimlich von weitem n Foto von mir gemacht hat. 😂 Als ich dann laut „Holaaaa“ gerufen und groß gewunken hab, statt angepisst zu sein, hat die ganze Gruppe, mit der er unterwegs war komplett gelegen. Hab ihn dann rangerufen und n legales Selfie gemacht. 😄 Als Dank hat er dann noch völlig überfordert mit der Spiegelreflex die Fotos von mir am Fuß des Wasserfalls geschossen. Herrliche Szenen. XDDD

Weils in der blauen Stunde vom Licht her noch so viel nicer war, hab ich ein bisschen gebummelt. Unfallsmäßig deshalb schön direkt im Dunkeln gefahren, was ich eigentlich vermeiden wollt. Naja, Not macht erfinderisch. Direkt in den Antonia Rados Modus gewechselt. Na wie mach ich mich gretarnt als Beduine? 😂

Nee im Ernst. War alles chillig und nada problemas. Genau wie die ganze Zeit hier. Fühl mich super sicher und hatte nich eine doofe Situation. Anders als bei der Autorückgabe. Wollten se mir doch tatsächlich nen Vorschaden andrehen. Aber nich mit mir Amigo 😂☝🏼 Oma-Regel-Gen hat geklärt. 😄

Nach dem Abenteuer hab ich heut chillig gemacht mit entspannter Altstadt, Sonnen und Trinken. Ich sag nur freie Mezcal-Verkostung. 🙋🏼‍♀️ Jetzt gibts noch Margaritas auf der Rooftop Bar und dann das Taxi ins Hostel. Um 4:30 Uhr gehts Richtung Paziiifiiiik 😻☀️🌊

Preparer qc a qn


Juhuuu, es ist Zeit für News aus Puebla. 
✨✨✨✨✨ Ab sofort Zweitwohnsitz würd ich sagen. Hab mich direkt in die Stadt verliebt – und in meine Gastgeberin Dulce und ihre bezaubernde Family. ❤

Nur einen Fuß ins Haus gesetzt und du warst wie in eine andere Zeit versetzt. Dunkles Holz, Weihrauch, Schwarzweiß-Fotos, Öl-Gemälde, ein Altar mit Betstühlen, der Garten voller Limetten-, Granatapfel- und Avocado-Bäume. Dazu ein kleiner integrierter Schreibwarenladen, in dem Dulces blinder Papa Papier in allen Farben und Formen verkauft. Wahnsinn.

Nachdem ich erstmal voll beeindruckt das gesamte Haus abgelichtet hab und Dulce ihrem Papa beim Fertigmachen ungefähr 12 Mal versichern musste, dass wir Handy und Schlüssel dabei haben und uns regelmäßig melden (haha voll sweet), ging‘s ab auf die Straßen.

Ey und was kann ich sagen, gebt euch meine Lieblingsstraße. Farben ohne Ende, eine krasse Prunk-Kirche neben der anderen. Wie aus dem Bilderbuch.

Vom Timing her hätte es nicht besser sein können. Denn kurz vor dem Tag der Toten konnte man der ganze Stadt bei den Vorbereitungen über die Schulter schauen. 

Für alle, die den Film Coco unverzeihlicher Weise nicht gesehen haben (Achtung Product Placement)… 😅 Die Mexikaner glauben, dass ihre verstorbenen Liebsten (bzw deren Seelen) einmal im Jahr zurück in die Realwelt kommen und ihre lebenden Familien besuchen können. Am Dia de los Muertos. Deshalb stellen alle Familien riesige Altare (Offrendas) auf. Mit Fotos von verstorbenen Familienmitgliedern, Essen und Trinken und speziellen orangenen und pinken Blumen. Damit die Toten den Weg finden, werden die Blätter wie ein Weg zum Haus und zum Offrenda gestreut und Weihrauch aufgestellt.

Anstatt zu trauern, wird über drei Tage der Besuch der Toten richtig fröhlich und bunt gefeiert. Es werden Geschichten erzählt, es wird gesungen, getanzt und gegessen. Das wichtigste ist, dass sich die Familien an die Verstorbenen erinnern und die Toten nicht in Vergessenheit geraten. Sonst können sie die Brücke zur Lebend-Welt nicht passieren, so der Glaube. Deshalb sind die Fotos auf dem Offrenda auch so wichtig.

In Puebla konnten wir also zum einen riesige Offrendas für große Persönlichkeiten der Stadt abklappern. Hier mal ein paar Eindrücke:

Zum anderen war ich mit Dulce und ihrer Mama auf den Mercado Deko, Blumen, Süßigkeiten und Obst für den Offrenda besorgen. Haha, das war ein Spaß, sag ich euch. Die Eindrücke waren so schon krass, aber als „Güerita“ (Blondine), wie sie einem immer hinterherrufen, war es echt crazy. Alle wollten mir iwelche Hühnerkörperteile oder sonstige Raritäten andrehen.  XDDD Und an jeder Ecke hat es nach was Geilem gerochen. Mit so 2 m langen Ruderdingern aus Holz haben sie in riesigen Pötten voller kochendem, blubbernden Fett Schweinehaut frittiert 🙌🏼🤣 Entsprechend wurden komplette Schweine da auch nur so durch die Gegend getragen. Als Snack dazu gabs blaue Tortillas. Man gönnt sich ja sonst nix.

Das absolute Highlight wartete aber zuhause: Ungeachtet meines Gringa-Statusses durfte ich mit Dulce den kompletten Offrenda für die Großeltern herrichten. 😍 Fazit: mamá le gusta! 😂 Glück gehabt…

Selbst am Abend hat Dulce sweet as Candy noch die geilsten Sachen organisiert. Lights of the City Rundfahrt, Friedhof-Besuch und… siiii! Endlich meinen ersten Tequila – ajajajajaj! 😂🐛🧂

Trinkt man hier aber übrigens (wie auch bei wirklich jedem Gericht) mit Limette und nich mit Zitrone. ☝🏼Zufälliger Weise hab ich an dem Abend von Dulce und ihrem Freund noch einen Crashkurs im Vokabularland für Beleidungen und sonstige versaute Sachen bekommen. Meine persönlichen Favoriten: #perreointenso #mamona xD

Oah ich werd sie vermissen. Wir hatten so geile Englisch-Spanisch-Mischgespräche und so viele Lachflashs. Über die Diskussion, ob wir gerade eigentlich die ganze Zeit von the bones oder the bowls im Museum sprechen, werd ich glaub ich auf dem Sterbebett noch lachen. 🤣

Insofern wurd grad tatsächlich das ein oder andere Tränchen beim Abschied verdrückt. Aber ich hab ja noch meega viel, auf das ich mich noch freuen kann. Zb. auf die volle Ladung Dia de los Muertos in Oaxaca, wo ich ungefähr inner halben Stunde eintrudel 😛 

Leid tut mir gerade nur mein Sitznachbar. Ich hab nämlich erstmals heftige Bauchschmerzen nach meiner von Dulces Mama iniziierten Fressorgie mit 2 kilo Salsa... 😂😂 Mit dieser tollen Information und etwas Vorstellungskraft lass ich euch jetzt alleine. XD