Me Giulio 😂🙌🏼

Leude, es geht looooos. Mission Hawaii läuft 🌺 3 Wochen Maui und Kauai warten.

Paris, L.A., Kahului: erstmal mach ich n fetten Haken an den 24h-Flugmarathon. Dieses Mal kein Aeroflot, kein russischer Bärbauch auf meinem Schoß xD Stattdessen Air France und Italo-Boy Giulio aus Milan als treuen Sitznachbarn. Liebevoll auch Mr. Skuzzi genannt. 

Dem ist nämlich kurz vor Abflug noch dreimal innerhalb von 5 Min eingefallen, dass er was in der Ablage vergessen hat, sodass ich mich jedes Mal aus dem Sitz schälen musste 😀 Es folgte ein Entschuldigungsfeuerwerk, das seines gleichen sucht. Als dann noch rauskam, dass er auch bis nach Maui auf die BMWler Konferenz fliegt, war das Eis endgültig gebrochen. War aber auch nich schwer beim ersten Heineken um 11 😂

Haben uns Stunden lang englische Koteletts an die Backe gelabert. Als Konfi-Hopper, USA-Durchreise-Profi und leidenschaftlicher Border-Patrol-Gucker (xD👌🏼) hat Me Giulio mich und meinen Koffer zielsicher durch den LA-Transit navigiert. Selbst aber schön sein Handy zweimal am Security Check liegen gelassen, mir sein Zeug vor die Füße geworfen und panisch zurückgerannt 😆.

Kurzen Schockmoment hatte ich noch, als mein Name plötzlich am baggage claim ausgerufen wurd und der Prakti mir erklärte, mein Gepäck sei verloren gegangen. Nur zwei Minuten später kam dann die Chefin vorbei und meinte, neee keine Ahnung, was der Dude labert. Müsste alles ok sein – und tatsächlich, Augenblicke später kam mein guter Ripcurl um die Ecke conduirt.

Einmal Mission Impossible Fallout später waren wir praktisch da. Und zack, da isser, der Aloha-Spirit! Kette um den Hals, ein permanenter dezenter Massage-Öl-Geruch in der Luft und die ersten Ukulele-Klänge. 🙆🏼‍♀️🌺😻

Shuttle-Stop eins sei dank sitz ich schon im Hostel, was sich gleich mal als Glücksgriff entpuppt. Richtig abgefahrener Party-Garten, super nette Leute und laute Dancefloor-Mucke am Partyfreitag – eine Thailänderin hat mich direkt abgefangen und beordert, die Tanzfläche zu stürmen. Also teste ich nach meinem 30h Trip gleich mal die legendäre Außendusche und stürz mich ins Getümmel. 🙃 Mahalo! ✌🏼

Goodbye for now 👋🏻

Ooooh, so schnell geht’s. Jetzt muss ich schon vom letzten Tag aus Toronto berichten 😦 Wir haben nochmal alles gegeben und trotz kleinem Wettersturz eiskalt 21 km zu Fuß abgerissen. Ein Hoch auf Vadders Durchhaltevermögen nach seiner OP. 🙌🏼

Wer den Blog regelmäßig liest und bei all meinen Reisen dabei war, weiß vll., was noch fehlt. Street Art Foddos. Die dürfen bei keinem Trip fehlen. Und Joa – auch Torontos Grafitis machen was her. Alle aufgenommen in der zwielichtigen Grafiti Alley 🙂  




Weiter durchs hübsche Backstein-Haus-Viertel „The Annex“ flüchteten wir uns im üblen Platzregen am Casa Loma unter ein rettendes Dach. Und hier dann war’s so weit: Trennung vom Dauerbegleiter. Die letzte Proviant-Wurst im Bifi-Format wurde vernichtet. Der Anfang vom Ende. 😀

Durch eine göttliche Fügung oder aber durchs Wurstaufessen, man weiß es nicht, hörte es im Nu wieder auf zu Regnen. Weg frei für die letzte große Wanderung durchs Promi-Schickimicki- Yorkville und Old Toronto.




Am Dundas Square, so etwas wie dem Mini-Timesquare von Toronto, mampften wir uns anschließend noch ein dickes Must Do von der Bucket List. Nämlich ein schmieriges geiles Hot   Dog vom Straßenrand. xD Ich sag nur: Wenn der indische Verkäufer dich anguckt und dir anschließend noch 20 extra Servietten in die Hand drückt, weil er deinen Belaghaufen gespottet hat… 😂🙈 


Den heißen Hund nichtmal ganz verdaut, nahmen wir selbstredend nochmal persönlich Abschied von unseren zwei Zuhäusern – dem Ice Tower Apartment und der Steam Whistle Brewery vor der Haustür. xDD Dort haben wir schließlich gefühlt genauso viel Zeit verbracht 😅. Ein Last Minute Besuch bei Chipotle, der Thadhäus noch einen navigatorischen Moment der Scham einbrockte, rundete die Traumwoche gebührend ab. 

Da dachte man, alles ist vorbei, setzt Vadder am Flughafen noch mal ein Ausrufezeichen. 😂 Wie auf heißen Kohlen hatte der anscheinend den „ich muss jetzt sofort nach hause Modus“ aktiviert. Scharrend mit den Hufen drängte er sich dreimal voller Elan in die Boarding-Schlange als gebe es was umsonst. Alle drei Male wurde er zurückgeschickt xDDD Alex und ich standen da und haben uns nicht mehr eingekriegt. Erst hat Vo die richtigen Sitzreihen um Haaresbreite verpasst, dann hatte er keinen Fensterplatz wie aufgerufen, dann war wieder was anderes. Seine Parameter wollten einfach nicht aufgerufen werden – am Ende ist er aber mit dem Last call dann doch reingekommen. 😆👌🏼 


Nur sein Koffer hat es nicht bis nach Deutschland geschafft. Der wurde zu unserer völligen Begeisterung nach 11 Stunden Flug in Island vergessen. Dödööm. Aber immerhin wird er nachgeschickt. Also doch ein Happy End, wie es der Trip verdient hat. 💪🏼😍

#IchBrauchKeinenPoncho

Soo, endlich nach kurzem Erholungs-Snooze wieder online. ☺️ Auuuusgerechnet an den Niagarafällen waren wir stehen geblieben. Einem der witzigsten Tage überhaupt. 😂 Er startete zugegeben etwas rumpelig mit einer ungünstigen Kombination aus harten Kopfschmerzen und der Kritik an meinem abrupten Fahrstil. Obwohl ich ja immer noch dabei bleibe, dass „Reeeeeeeeechts, du musst nach reeeechts!“ den Wunsch, schnell noch auf den letzten Drücker abfahren zu wollen, suggestiert. XDD

Naja, einmal durch den Stau gekämpft und den Parkplatz am Arsch der Welt gefunden, stand dem Vergnügen nichts mehr im Wege. Auch weil wir wieder mega Schwein mit dem Timing hatten und überall einfach durchstapfelten.

Beste Szene gleich zum Auftakt. Journey behind the falls. Heißt: erst via Tunnel zum Guckloch hinter die krassen Wassermengen, dann auf eine Plattform nah an die Fälle ran. Alex nach dem Sonnencreme-Gate sofort wieder im Verweigerungs-Modus: „Ich brauch keinen Poncho!“ 😆😆😆 Hatte zum Glück keinen Bestand. Sonst wäre mitunter dieses wunderschöne Foto nicht entstanden.



Zu gut fand ich auch dieses Warnschild: Achtung, the floor is piso! 😂 Wieder an der Oberfläche ließen wir uns bei heftigstem Sonnenschein und 1a Ausblick trocknen. In sicherer Entfernung konnten wir schon mal einen Blick auf unsere nächste Attraktion werfen.


Den Hornblower Cruise bis an den Fuß der Wasserfälle. Wieder gab’s n schicken Poncho – dieses Mal war er noch bitterer nötig. Wie so wilde Seemänner haben wir gegen die Brise auf unserem Kutter angeschrien und uns kaputt gelacht, während uns die Wassermassen in unsere dummen Poncho-Visagen klatschen. Herrlich. XDDD

Jetzt haben wir die Fälle von hinten, von unten und auf Augenhöhe gesehen. Was fehlt? Na klaro, das von Oben. Dazu ging’s auf den Skylon Tower. Für uns alte Edge Walker keine Offenbarung, aber natürlich ein super cooler Ausblick. Den man sich allerdings mit Horden von chinesischen Reisegruppen teilen musste. Neeeeeeeeiiiiin! 😄

Hier entstand auch die Wahnsinns-Aufnahme des Tages, die ich euch nicht länger vorenthalten kann. Wenn das seine 35C$ nicht wert war, dann weiß ich auch nicht… XDDD


Mehr ging nicht, also machten wir folgerichtig die Biege. Sari musste sich im Auto angekommen nur einmal kurz rebooten. Wegen der 100 Grad im Vehicle war ich kurzzeitig in der Anderswelt. Eine kleinere Fehlfunktion, die Thadhäus wie immer köstlich amüsierte.  😀 Auf dem Nachhause-Weg legten wir dann noch einen Stop bei dem coolen Städtchen Niagara on the Lake ein. Schön die Promenade samt kitschigen Pavillion mitgenommen, in den Straßen geschlendert und lokalen Wein abgegriffen. 👌🏼


Die letzten 80 km waren dann zwar wegen einer Highway-Sperrung ne Vollkatastrophe, die darin endete, dass ich so fertig war, dass ich uns um ein Haar 100m vor dem Ziel an der Tankstelle den Kotflügel abgerissen hätt. Aber nochmal die Kurve gekriegt. Upala xD So haben wir das Auto geschafft aber glücklich abgegeben und sind nach selbstgekochten Tortellini a la Mudder engeratzt.

Us, Roger & the Poutine <:o)

Erstes Mal ausschlafen, flanieren auf den Toronto Islands: Der Tag nach dem 14h Nationalpark-Trip stand ganz im Zeichen der Entspannung. Dennoch nicht zu unterschätzen vong der Nicigkeit her.  🙂 

Ordentlich windig, aber super sonnig, haben wir die Wetterlage natürlich komplett unterschätzt und uns klassisch ne schöne rote Birne eingefangen. Thadhäus, der Creme-scheuste Mensch auf Erden, hat den Vogel abgeschossen. Erst noch wie immer geschimpft  „bah ej, Sommencreme brauch ich nicht“, ließ sich Käptn Rothaut beim Mittagessen doch noch zu ner Lage 20er überreden. Zu wenig. Zu spät. Auf dem Nacken konnt man definitiv n Spiegelei braten. 😆 Aber gut… Stattdessen standen (im selbstredend komplett schattenfreien Outdoor-Restaurant) Angus Burger, Buffalo Wings und Poutine auf dem Speiseplan. Letzteres schimpft sich hier eine lokale „Spezialität“. Pommes mit Bratensauce, Smoked Meat, Käse und Gewürzgurkensplitter. Kurz: Zerstörung pur!!! xD Das brachte selbst Saris fettverwöhnten Kuhmagen an Grenzen. 😂 

Die Rettung hieß Steam Whistle Brewery, die netterweise die nächste erreichbare Toilette bereitstellte. 😂😂😂 Wie praktisch, dass uns bei der gebuchten Brauerei-Führung zum Nachspülen die ein oder anderen Samples erwarteten. Unserer vorbildlichen Qualitätskontrolle sei dank ging’s wieder bestens gelaunt zum eigentlichen Highlight bzw. Anreiz des Kanada-Trips.

Zum Konzert von Roger. 2,5 Stunden lieferte der mal wieder einen Hammer Sound und eine Hammer Show ab – sogar noch besser als eh schon zu erwarten war. Statt Bush bekam dieses Mal Trump sein Fett weg. Erst schön als Schwein beschimpft, schaukelte es sich bis zur 1a Photoshop-Collage mit Mikro-Pimmel hoch. 🙈 xDDD Roger dreht mit 74 noch mal richtig auf, kann man sagen. 😅

Thadhäus ist zwar dagegen ein Jungspund, aber kommt schon. Beim Bierholen musste er ernsthaft seine ID vorzeigen, um was zu bekommen. XDD Da stellt er der Bedienung einmal 1,2 völlig legitime Fragen (gezapft/Größe/Sorten), wird er sofort wie ein 14-Jähriger behandelt, der noch nie n Bier bestellt hat. Da wurde sogar die Chefin zur Validierung des deutschen Persos von der planlosen Debbie akquiriert. 😀 Aber grünes valid-Licht kam und damit auch das Torontsche Strohhalm-Bier. Mir ließ ich ne freshe Sangria mixen. Per-fek-to!👌🏼✅
Einziger kleiner Wermutstropfen beim Gig: Genau vor uns saßen die einzigen nervigen Personen in der gesamten Konzethalle. Drei englische Hausfrauen-Hooligans, die so rotzevoll waren, dass sich Nr. 1 erstmal beim vierten Song zum Reiern verzog. Leider fand sie sogar den Weg zurück, um uns den Rest des Abend mit einer Englandfahne gröhlend die Sicht zu blockieren. War nett, danke noch mal an der Stelle ne 💩 😄 Die soll mir noch mal übern Weg laufen. 

Sei’s drum. Konzert war der Knaller, genau wie unser nächster Tag an den Niagara Fällen. Davon gibt’s aber morgen erst Footage. Ich penn grad praktisch im Stehen und muss für den Schlusssprint vll doch mal mehr als 5 Stunden pennen. 😅😴

The Fall Colours 🍁🍁🍁

Bängeräng. Unser Ausflug in die Wildnis war mal ein voller Erfolg. Am Sonntag hieß es: Explorer-Modus an, Pedal to the Metal und ab zum Algonquin Provincial Park. Nach drei Stunden und 300 Kilometer standen wir mitten im kanadischen Paradis. Ein vernebelter See nach dem anderen, Inseln, orangene Blätter und ein Highway mittendurch. So haben wir uns das vorgestellt. 


Im Eifer der eingesetzten Euphorisierung haben wir vier Wanderwege geschafft. Und das kam dank Thomys Weitwinkelobjektiv fototechnisch bei raus… 😍
Whiskey Rapids Trail


Lookout Trail


Beaverpond Trail


The Asian Pond


Booth Rock Trail


Und jetzt die unlandschaftlichen Highlights:

  1. Eine verwirrte Frau (mit einer einzigen Haarklammer im offenen! Haar) fragt uns genau bei jeder Wanderweg-Markierung, ob wir wissen, wo’s hergeht. XDD
  2. Eine Parkplatz-Wächterin winkt, als ich auf den Parkplatz abbiegen will, ab, als wär grad ein Vulkan ausgebrochen. Alex dachte schon sie schießt mir die Reifen platt und rollt sich danach heroisch ab. 
  3. Ein Bär irrt auf unserem Highway herum. Aber alles gut gegangen … xDD
  4. Wir packen Baguette-VerPackung um unser Bier, um keinen Ärger zu bekommen und vor allem um nicht aufzufallen. Was macht Vadder? Nach dem ersten Schluck erstmal voll rülpsen. Stark!

I’m all the way up! 🔝☀️

Bäm, was ein erster Tag in the Ciiiiddeeeey. Unser Motto für Heute: Anspannung, Entspannung! 😆 Zum Wachwerden starteten wir bei 6 Grad im sonnigen, blauen Himmel unsere Edge Walk Mission. Heißt: Auf 356 Metern freihändig über ne 360-Grad-Plattform ohne Geländer flanieren und sich an der Kante „aufs Material verlassen“… xD Unsere Fotos und die Go-Pro Aufnahme schlummern noch auf diversen Endgeräten. Aber so viel sei schon mal verraten, bevor wir das nachreichen. Wir können in unseren schicken Overalls nicht nur lean back, sondern auch lean foreward. Kranker Scheiß! Dank perfekten Bedingungen könnten wir bis zu den Niagara Falls rüberlinsen.


Unser Überleben haben wir erstmal gemächlich in der Steam Whistle Brauerei gefeiert, gefolgt von einer Fressorgie am St. Lawrence Market. Die ich hab null Hunger, ich hol mir nur ne Kleinigkeit Einstellung endete natürlich in einem Rippchen-Massacker, das seines gleichen sucht. Der zahnlose Sal hatte aber auch einmal kurz einen ansprechenden Stand und die Argumente auf seiner Seite. 😀


Zum Entschleunigen ging’s anschließend durchs super coole Historic Distillery Distric über ne  Promenade mit scenic view (Thadhäus‘ neues Lieblingswort 😀 ) zum Sugar Beach. Da haben wir beim Pausieren dann fast unseren Mietwagen verpennt, aber hey. Weil’s so chiliastisch war, gings mit dem Auto erstmal direkt zurück auf die Stühe im Sand.


Was uns dann wieder zur Anspannung bringt. 😀 Oder wie deutet ihr mein Gesichtsausdruck bei der ersten verwirrenden Kreuzung in unserem Kia.. xDD Aber keine Sorge: Lief zwei Kreuzungen weiter wie geschmiert. 👌🏼 


In Kooperation mit unserer Thrifty-One-Man-Show Li noch schön n Overnight-Parking-Ticket für lau abgegriffen, conduirten wir stur stracks in den Sonnenuntergang. Erst mit unsrem Auto, dann mit einem dicken Segelkahn. Leider hat man uns vorab nicht informiert, dass 2,0 Promille auf dem Turn durchaus erwünscht sind. xD So hinterließen wir neben der komplett abspackenden Biker- und Justin-Bieber-Teenie-Gruppe nüchtern zeitweise einen etwas verwirrten Eindruck. Aber wurscht: Skyline im Dunkel, coole Musik… gibt auch hier n Daumen! 🙂 


Vorm Sandmännchen hopsten wir mit unseren Edge Walk Tickets noch mal gratis auf den CN Tower. Diesmal aber auf die normale Aussichtsplattform mit partiellem Glasboden. Im Dunkeln bekam dann Vadder in einer Luke auch noch sein Bild mit Wilson. Schön, schön, schön! Für heute steht der Algonquin Park auf dem Programm. Da freuen wir uns schon mega drauf. Noch Brote schmieren, duschen. Dann geht’s um 7 a.m.  auf große Tour. So long, reingehauen. :-*

How are you, Canada? 🇨🇦☺️

Jeee, da sind wir. In Toronto. Gut gestärkt nach einer Begrüßungs-Pizza und 8h Schlaf. Hatten zwei mega unkomplizierte Flüge – dank Vollgas-Pilot Nr. 1 haben wir trotz 30 Min Verspätung sogar unseren ursprünglich schon nur 1h-Umsteige-Connection-Flight mit links bekommen. Vadder, das Spielkind, hatte mit der technischen Ausrüstung bei Iceland Air richtig Spaß und gönnte sich erstmal Hateful 8. 😀 Ich mir den Ausblick über Grönland 😍.


Als größte Herausforderung stellte sich am Toronto-Flughafen die Beschaffung unseres Gepäcks heraus. Die Cabin-Crew hat irgendwas ins Mikro geknistert von wegen „no luggage-Transfer“. Die Stewardess sagt nur: „Jaja, frag das Bodenpersonal.“ Okay. Also ab zur ersten Asiatin in Gelb. Problem: Die verstand aber leider nur Nuggets… xDDD Jedes Mal, wenn ich nach luggage fragte, kam sie mit „Ah! Chicken Nuggets?“ um die Ecke. 😂 Egal, am Ende haben wir unsere drei Koffer schon noch gefunden. 

Und auch unseren neureichen Airbnb Host Myron haben wir nach ner halben Stunde an der Union Station finally entdeckt.  Sagt uns erstmal super praktisch, dass er n weißen Blazer anhat, anstatt zu verraten, in welchem Auto er sitzt. Das war wichtiger! xD Die hightech Smartphone Remote App zum Öffnen hat bei mir nicht funktioniert, aber jetzt haben wir n handfesten Schlüssel zu unserem schicken Ice Condo im 47. Stock. Mit direktem Blick auf unser morgiges Erklimmungsziel – den CN Tower. 🙂

Bier haben wir zwar an Tag eins nicht mehr um die Ecke besorgen können, weil’s das super korrekt nur im Liquor-Store gibt. Dafür wurd Alex beim Cola-Einkaufen bei seiner nächsten Small-Talk Erfahrung verwirrt. Er grübelt glaub ich immer noch, warum ihn jeder fragt, wie’s ihm geht, anstatt einfach „Hi“ zu sagen. 🤣 Die wollen doch eh keine richtige Antwort! 

Paradies mit polnischen Kartoffelpuffern 😂🙌🏼

Ach Leute, es ist soweit. Wir sitzen am Flughafen und müssen byebye sagen. Nach 4 Tagen Erholung pur auf Kambodschas Trauminsel Koh Rhong Samloem hat es sich ausgeurlaubt. Aber was für ein Finale. Besser hätten wir’s mit unserem Mini Polen 5er Bungalow Resort nicht treffen können. Thomas Nachname hat uns in Kombination mit der prompten  polnischen Kartoffelpuffer-Bestellung ab Minute eins einen Platz im Herzen der Betreiber gesichert, sodass wir nicht einen Finger krümmen mussten. Privater 1,50m Power-Gepäckträger? Check. Frühstücksservice bis auf die Veranda? Oh ja. Weiter rumsonnen, obwohl wir schon längst ausgecheckt und eigentlich das Resort gewechselt hatten? Läuft 😀 So ließ es sich wirklich leben.  



Neben feinster Faulenzerei musste aber natürlich auch auf der einsamen Insel ein bisschen Aktioni her. Daher gab’s stand up paddeling, Hill Climbing in Flip Flops und einen Ausflug zum zwielichtigen Fischerdorf on top. Absolutes Highlight: Schwimmen im Dunkeln mit leuchtendem Plankton. Zumindest betrunken fühl es sich an, als schwimme man durch die Galaxie, hatte Artur vorab groß angekündigt. Und er hat nich zu viel versprochen, auch nüchtern kam’s einem wie nicht von dieser Welt vor. Leider entpuppten sich meine gefühlt oscarreifen Unterwassenaufnahmen mit der fast GoPro als völlig schwarze, unbrauchbare Clips. Aber egal, wir waren ja dabei…


In Sihanoukville gönnten wir uns gestern am letzten Abend noch mal richtig – mit lächerlichem Luxus-Tuktuk mit Autoanbau, Pappa-Pippo-Thunfisch-Pizza und Inglorious Basterds auf einem Rooftop. Schön mit unseren letzten Cents und zwei draftbeer den Eintritt zum Openair Kino erschlichen. Wir Pfennigfüchse 💪🏼 xDD Heut morgen sind wir um halb 8 noch mal schnell ins Meer am Otres Beach gehüpft und haben uns gerade vom Taxi-Fahrer anhören müssen, wie toll doch Andreas von Voice of Germany 2014 sei. 😂 Er ist wohl ein großer youtube Fan. Sachen gibt’s am Ende der Welt. Da wir gerade aufgerufen werden, breche ich mal ab. Ich bemühe mich, wie üblich einen kleinen Statistikeintrag nachzuschieben, um den Trip anständig zu reflektieren. Jetzt aber ab ins Flugzeug, bis ganz bald :))

Kniet nieder vor dem Tuktuk und flieht vor den Chinesen

Hui, was waren das für drei unvergessliche Tage in Kambodscha. Schieben wir vorneweg mal kurz die Lowlights, um dann nur noch zu schwärmen und ein spektakuläres Bilderfeuerwerk abzubrennen. 😀 Pünktlich zur Anreise wurd Thomas richtig schlimm erwischt und verbrachte so den ersten Tag mit 39,6 Grad Fieber im Bett – in bester Gesellschaft von Vomex, Paracetamol und Co. Von wegen alles Roger in Kambodscha. Zum Glück saßen wir aber immerhin im mit Abstand tollsten Hotel unserer Reise fest und bekamen unser Sorgenkind in nur 24h wieder auf Normaltemperatur und Normalklobesuchtaktung. Dem Cracker führenden Bruchbuden-Supermarkt am Fluss sei Dank. 


Daher stand am nächsten Tag dem geplanten Tempelhopping nix mehr im Wege. Statt Fahrrad mieteten wir uns einen Tuktuk-Chauffeur für den ganzen Tag. An jeder Station packte der dann einfach seine Hängematte aus und snoozte ne Runde ab, während wir stundenlang erkundeten – auch ne Art Sein Geld zu verdienen. xD Hach das war toll, besonders auch das Tanken aus Colaflaschen. Ich vermiss unser Gefährt mit den liebevoll geschneiderten lila Sitzbezügen schon jetzt.. Die aufmüpfigen Affen eher nicht so. 🙈



Und da ich euch jetzt nicht mit Geschwafel langweilen will, weil das dem Sujet einfach nicht gerecht werden würde, lass ich ab jetzt nur noch die Bilder sprechen. Nur eines noch zur Info: Solltet ihr jemals nach Angkor Wat & Co. fahren, fahrt die Loops so antizyklisch, wie es nur geht. Durch diesen Move hatten wir nur 2 mal chinesische Reisegruppen in 48 Stunden an der Backe. Die sind völlig Gaga, kackend frech und wälzen dich eiskalt übern Haufen. Wenn wir das bei jeder Station erlebt hätten, wär ich glaub ich handgreiflich geworden und festgenommen worden. XD Aber jetzt wie gesagt, schaltet euern inneren Zen ein, holt Hut und Peitsche raus oder pflechtet euch einen Lara Croft Zopf und genießt die Aussicht. 

TA PROHM




ANGKOR WAT



BAYON


PRE RUP & EAST MEBON


NEAK PON



TA SOM


PRE KHAN


Abgezischt im Mekong 🔺

Holaaa, kommen Sie näher. Keine Sorge. Heute gibt es keine weiteren Details zu meiner Verdauung, es gibt endlich wieder handfesten Gesprächsstoff! 😀 Das heiß erwartete Mekong Delta. Schon die Anreise war bühnenreif. 

Zum Auftakt wollt uns erstmal der Airport-Taxi-Fahrer übelst scamen und plötzlich nach dem Aussteigen deutlich mehr Kohle abgreifen als vereinbart. Taxometer sagt auf den Punkt 200.000, vor dem Einsteigen hieß es 200.000, also geben wir ihm 200.000 – und dennoch hüpft Nguyen wild um uns rum. „Nooooo, no good. One hour, busy, busy! Give Money! You no Go!“ Die Szene wird so schräg, dass die Polizisten am Bahnhof sich einmischen. Nach kurzem Check des Taxometers merken sie zum Glück, dass Nguyen nicht alle Latten am Zaun und nix gegen uns in der Hand hat. Trotz absoluter Sprachbarriere kriegen wir die Angelegenheit im Koop-Modus mit einem 40cent-Schein geregelt. Doch die Freude währte nur kurz.

Nguyen frisch überstanden, geht’s zum Busschalter. Da bekommen wir natürlich NICHT xD den Bus, den wir unbedingt mit drei Ausrufezeichen laut unserer Gastgeberin und Tourführerin nehmen sollen. Wir versuchen’s dreimal, aber die Frau am Schalter will uns einfach partout kein Futa-Bus-Ticket verkaufen. Ouh Mann! Ja dann gib her das andere Ticket da. Angeblich gleiche Abfahrtzeit, gleicher Ankunfts-Busbahnhof. Na gut, was willst machen. Was passiert? Wir finden uns 30 Minuten später in einem Bus voller jodelnder Vietnamesen wieder, dazu läuft ein Kung Fu Film mit zwei Tonspuren a 100db. 😂 Als wir dann noch dreimal anhielte und Verkäufer ganze Hemd-Pakete und die hässlichsten Halsketten, die ich jeeemals (@Kevin: auf einem Handtuch 😂) gesehen habe, an die Fahrgäste verschacherten, konnten wir nich mehr. Was ein Panoptikum xDD 

Nach 4,5h Fahrzeit (statt der versprochenen 3 natürlich) 😄 wurden wir völlig zerstört – wie könnte es anders sein – nicht von einem normalen Menschen in einem normalen Auto zu unserer Unterkunft gefahren, sondern von einem Jugendlichen mit disabledtem, komische Fragen stellendem Bruder in einem völlig heruntergekommenen Jeep. Noch schnell die zwielichtige Gasse, die zu schmal fürs Auto ist, passiert, stehen wir um kurz vor 12 vor einem fetten Gitter. Keine Klingel. Zaghaft wage ich mich ans Gitter. „Hello? … Xin Chaoooooo???“ 😂 Und nach 2, 3 Lockrufen tatsächlich eine Antwort aus dem Dunkeln. „Bon soir! Tu es Sarah?“ Oui oui Mama – und wie ich das bin. Hach schön ein Bett. Dann hieß es nur noch schnell schlafen, denn um 5 Uhr ging wieder der Wecker für unsere Tagestour mit Tochter Linh. 

Die war dann richtig cool drauf und stellte ihre Deutschskills erstmal mit Hinweis auf Thomas‘ Mini „Bierbauch“ aus Bavaia unter Beweis. Mal ne ganz charmante Asiatin. 😄 Nee war wirklich super und mega interessant, das Ganze mal von einer etwas politisch unkorrekten Sicht zu sehen. Linh besorgte den Jungs nämlich mal kurz Schlangen aufem Markt oder zeigte uns, wie Männer Hähne für illegale Kämpfe pflegen. Highlight für mich aber der Besuch bei einer stinknormalen Familie im Delta. Vor lauter Faszination und nettem Umgang hätt ich zwar fast mein Objektiv an die kleine verloren, aber nee nee. So schnell lass ich mir das nicht abluchsen. Schließlich lieferte uns der Mekong Haufenweise Motive an dem Tag. 



Nach ein bisschen Spaß auf Affenbrücken und dem Besuch eines schwimmenden Marktes haben wir es uns dann auch nicht nehmen lassen und abends gegen alle nö-haben-wir-grad-nich-Widerstände noch professionell zubereitete Schlange im „weltbekannten“ tripadvisor Lädchen probiert. 👌🏼😅

Tag zwei im Delta war dann auch schon mein Geburtstaaaag, juhu. Zeit fürn Frühstück blieb zwar nicht, trotzdem sind wir super rausgekommen und ohne Komplikationen zur nächsten Stadt gekommen. Gut, Hotel-Mama musste zwar kurz dem vorbeigefahrenen Taxi mit Scooter hinterherjagen. Und Ok, der local Bus roch wie ne riesige Suppenschüssel und unsere Sitzreihe löste sich irgendwann während der Fahrt. Aber ansonsten keine Probleme! DJ Thomekk und das offene Fenster machten die 2,5 h zur Kopfhörer-Geburtstags-Party 😆🙌🏼


Erstmal angekommen, haben wir uns dem ersten Englisch sprechenden Touri-Fänger ergeben und damit alles richtig gemacht. Ohne Gepäck gab’s die volle Tour im Schnelldurchlauf. Mit dabei: Bienenfarm (wo ich echt Todesängste durchstand und in eine Bienenkolonie reingefasst hab, um an Honig zu kommen), Kuscheln mit ner Python, Coconut Candy Farm, Ruderboot und eine verrückte Insel der Coconut-Mönch-Sekte xD Als Kirsche obendrauf gab’s ein lokales Leckerlie: den Elefantenohrfisch. 



Und als wär der Tag nich schon Bombe gewesen, ging’s abschließend abends noch in die Metropole nach Ho-Chi-Minh-City auf die Chill Skybar mit unseren Zürichern aus der Halong Bay. 😊 Tuut-Tuuut.