Rrriiing – ausnahmsweise gab’s heut Mal wieder einen frühen Wecker. Mit Aussicht auf drei Stopps in den Everglades – eine unserer leichtesten Übungen. Drei Empanadas und eine Tanksfüllung später stehen wir schon vor Captain Bobby, unserem Airboat-Master. Blaue Latzhose, Zähne nahe der Anarchie, aber immer schön Vollgas und nen flotten Spruch für die aufgeregte Omi hinter uns auf den Lippen – wir hatten ihn sofort ins Herz geschlossen, den Bobby. 😀 Eine Stunde daddelten wir durch die Sümpfe. Mit im Angebot: Racoons, diverse exotische Vögel und natürlich auch ein Aligator. Neben den Rasereien durch die Wurzeltunnel der Bäume bleiben mein persönliches Highlight allerdings die super fancy Operator-Headsets. Die machten schon was her, erst recht bei Thomas in Kombi mit Sonnenbrille. 🙂
Im Anschluss ging’s auf eigene Faus weiter. Loop Road heißt das Schmuckstück, das uns die besten Einblicke des Tages beschert. Auf 26 Meilen Schotterpiste im Reservat liegt hier mal n Aligator auf der Straße, balzt da mal ein Vogel herum… sogar ne Schlange wird Zack, mal eben aus dem Auto geknipst. Auch wenns keine Python geworden ist und Thomas den Rest des Tages jeden Baum vergeblich abgesucht hat, ob er nich noch ne coolere findet, bis ihm die Aufen wehtaten. XD Echt 1a der Trip: besser sollte nur noch der Anhiga Trail sein, ein Weg über Wasserstege. Floppte kaum, dass wir ausgerechnet für den Trail 20 Dollar Nationalpark-Gebühr latzen mussten und der mal end abstank. Aber Wayne, der Rest war ja feinstes Amüsement. Auch dank Moskito-Spray-Resten aus Argentinien sind sogar noch alle Gliedmaßen dran.
Einen kleinen Nachtrag gibt’s noch zum Vortrag, da stand ja ursprünglich Miami South Beach auf dem Programm. Wir haben jedoch wieder so ne Schote gerissen, dass wir letztendlich erst bei Sonnenuntergang ankamen. 😀 Schuld ist: Chuck, unser Motel-Besitzer. Macht voll auf Homie, gibt uns einen Bomben-Tipp nach dem Motto „auf dem Weg nach Miami gibt’s den besten Strand überhaupt! Hier abfahren, da für 5 Dollar parken und dann n bissle runterlaufen, bis zum richtigen Beach.“ Jaaa… Haha. Wir wollten einfach nicht aufgeben und sind immer weitergelaufen, bis wir an dem glorreichen Beach waren: 3. Ganze. Stunden! XDd
Dass der Strand dann hässlicher war als ALLE zuvor und wir am Ende ein Taxi nehmen mussten, um unsere ablaufende Parkuhr im Norden zu verlängern und uns dann dort noch mal wenigstens für eine Stunde hinzulegen, das dann aber abbrachen, weil der Wind einem nur Sand in die Visage blies, wir anschließend mit dem Auto zum hässlichen Strand in den Süden fuhren und dort neben nackten Opis ne Runde kniffelten, sei an dieser Stelle für einen kleinen Schumzler kurz erwähnt. 😀 Aber wunderhübsche Privatstrände mit Luxus-Apartments haben wir auf dem Weg gesehen. Wenn man ein paar Meter zu weit neben dem Wasser lief, hatte man aufgrund der Schilder zwar Angst, dass man mit ner Schroti abgeknallt wird, aber hey! XDD YOLO
Doch auch das Überstanden wir mit einem dicken Gelächter im Nachhinein. Und das Art Deco Viertel am Ocean Drive ist ja eh viel hübscher im Dunkeln, sag ich mal als alter GTA Vice City Profi 😉 Sogar das berühmte Versace-Haus, auf dessen Treppen Gianni Versace 1997 ermordet wurde, haben wir noch gefunden. Es läuft also prächtig. Morgen heißt es, ab nach Key West!

Also das muss man Dir lassen : als Operator machst Du nen unschlagbaren Eindruck! Sieht super aus. Ich freu mich jetzt schon auf die USA Fotoshow. Viel Spaß bei den Seegurken in Key West und kommt nicht zu spät zur Sunset-Ceremony :-p Fühlt Euch gedrückt.