Abgezischt im Mekong 🔺

Holaaa, kommen Sie näher. Keine Sorge. Heute gibt es keine weiteren Details zu meiner Verdauung, es gibt endlich wieder handfesten Gesprächsstoff! 😀 Das heiß erwartete Mekong Delta. Schon die Anreise war bühnenreif. 

Zum Auftakt wollt uns erstmal der Airport-Taxi-Fahrer übelst scamen und plötzlich nach dem Aussteigen deutlich mehr Kohle abgreifen als vereinbart. Taxometer sagt auf den Punkt 200.000, vor dem Einsteigen hieß es 200.000, also geben wir ihm 200.000 – und dennoch hüpft Nguyen wild um uns rum. „Nooooo, no good. One hour, busy, busy! Give Money! You no Go!“ Die Szene wird so schräg, dass die Polizisten am Bahnhof sich einmischen. Nach kurzem Check des Taxometers merken sie zum Glück, dass Nguyen nicht alle Latten am Zaun und nix gegen uns in der Hand hat. Trotz absoluter Sprachbarriere kriegen wir die Angelegenheit im Koop-Modus mit einem 40cent-Schein geregelt. Doch die Freude währte nur kurz.

Nguyen frisch überstanden, geht’s zum Busschalter. Da bekommen wir natürlich NICHT xD den Bus, den wir unbedingt mit drei Ausrufezeichen laut unserer Gastgeberin und Tourführerin nehmen sollen. Wir versuchen’s dreimal, aber die Frau am Schalter will uns einfach partout kein Futa-Bus-Ticket verkaufen. Ouh Mann! Ja dann gib her das andere Ticket da. Angeblich gleiche Abfahrtzeit, gleicher Ankunfts-Busbahnhof. Na gut, was willst machen. Was passiert? Wir finden uns 30 Minuten später in einem Bus voller jodelnder Vietnamesen wieder, dazu läuft ein Kung Fu Film mit zwei Tonspuren a 100db. 😂 Als wir dann noch dreimal anhielte und Verkäufer ganze Hemd-Pakete und die hässlichsten Halsketten, die ich jeeemals (@Kevin: auf einem Handtuch 😂) gesehen habe, an die Fahrgäste verschacherten, konnten wir nich mehr. Was ein Panoptikum xDD 

Nach 4,5h Fahrzeit (statt der versprochenen 3 natürlich) 😄 wurden wir völlig zerstört – wie könnte es anders sein – nicht von einem normalen Menschen in einem normalen Auto zu unserer Unterkunft gefahren, sondern von einem Jugendlichen mit disabledtem, komische Fragen stellendem Bruder in einem völlig heruntergekommenen Jeep. Noch schnell die zwielichtige Gasse, die zu schmal fürs Auto ist, passiert, stehen wir um kurz vor 12 vor einem fetten Gitter. Keine Klingel. Zaghaft wage ich mich ans Gitter. „Hello? … Xin Chaoooooo???“ 😂 Und nach 2, 3 Lockrufen tatsächlich eine Antwort aus dem Dunkeln. „Bon soir! Tu es Sarah?“ Oui oui Mama – und wie ich das bin. Hach schön ein Bett. Dann hieß es nur noch schnell schlafen, denn um 5 Uhr ging wieder der Wecker für unsere Tagestour mit Tochter Linh. 

Die war dann richtig cool drauf und stellte ihre Deutschskills erstmal mit Hinweis auf Thomas‘ Mini „Bierbauch“ aus Bavaia unter Beweis. Mal ne ganz charmante Asiatin. 😄 Nee war wirklich super und mega interessant, das Ganze mal von einer etwas politisch unkorrekten Sicht zu sehen. Linh besorgte den Jungs nämlich mal kurz Schlangen aufem Markt oder zeigte uns, wie Männer Hähne für illegale Kämpfe pflegen. Highlight für mich aber der Besuch bei einer stinknormalen Familie im Delta. Vor lauter Faszination und nettem Umgang hätt ich zwar fast mein Objektiv an die kleine verloren, aber nee nee. So schnell lass ich mir das nicht abluchsen. Schließlich lieferte uns der Mekong Haufenweise Motive an dem Tag. 



Nach ein bisschen Spaß auf Affenbrücken und dem Besuch eines schwimmenden Marktes haben wir es uns dann auch nicht nehmen lassen und abends gegen alle nö-haben-wir-grad-nich-Widerstände noch professionell zubereitete Schlange im „weltbekannten“ tripadvisor Lädchen probiert. 👌🏼😅

Tag zwei im Delta war dann auch schon mein Geburtstaaaag, juhu. Zeit fürn Frühstück blieb zwar nicht, trotzdem sind wir super rausgekommen und ohne Komplikationen zur nächsten Stadt gekommen. Gut, Hotel-Mama musste zwar kurz dem vorbeigefahrenen Taxi mit Scooter hinterherjagen. Und Ok, der local Bus roch wie ne riesige Suppenschüssel und unsere Sitzreihe löste sich irgendwann während der Fahrt. Aber ansonsten keine Probleme! DJ Thomekk und das offene Fenster machten die 2,5 h zur Kopfhörer-Geburtstags-Party 😆🙌🏼


Erstmal angekommen, haben wir uns dem ersten Englisch sprechenden Touri-Fänger ergeben und damit alles richtig gemacht. Ohne Gepäck gab’s die volle Tour im Schnelldurchlauf. Mit dabei: Bienenfarm (wo ich echt Todesängste durchstand und in eine Bienenkolonie reingefasst hab, um an Honig zu kommen), Kuscheln mit ner Python, Coconut Candy Farm, Ruderboot und eine verrückte Insel der Coconut-Mönch-Sekte xD Als Kirsche obendrauf gab’s ein lokales Leckerlie: den Elefantenohrfisch. 



Und als wär der Tag nich schon Bombe gewesen, ging’s abschließend abends noch in die Metropole nach Ho-Chi-Minh-City auf die Chill Skybar mit unseren Zürichern aus der Halong Bay. 😊 Tuut-Tuuut. 

Ein Gedanke zu „Abgezischt im Mekong 🔺

  1. Mein lieber Schatz..du und dein Thomy seit die Granaten überhaupt. Wir haben so viel Freude an euren Blogs. Es ist, als wär man dabei. Ich wusste..Schlange kommt. Aber egal. Wir wünschen Euch auch für Kambodscha und Ankor vat ganz viel Spaß . Pada 🌀🌀❣🤗😍

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