Irgendwo im Nirgendwo 🤷🏼‍♀️

Wir müssen mal kurz den Dia de los Muertos Teil skippen und zum abgefahreneren Part meines Oaxaca-Aufenthalts vorspulen. Ich sitz nämlich nach meinem erfolgreichen Mezcal-Tasting gut gelaunt mit ner Margarita in der Hand auf einer feinen Rooftop Bar und lasse grad den gestrigen Highlight-Tag Revue passieren. Da können jetzt nur alle gewinnen. XD

Nach den ganzen Menschenmassen hat sich Sarah nämlich gestern spontan entschlossen, den gefühlt letzten verfügbaren Mietwagen des Staats anzumieten, um bei bestem Wetter in die Wildnis zu fahren und die Highlights der Umgebung abzuklappern.

Ich also nach zähen Verhandlungen den Trucker-Arm aus dem Fenster, den klischeehaftesten Mariachi-Radiosender reingeknallt, den ich im Geknister des permanent-Funklochs finden konnt, und los. Mega. Richtig free willy.

Mein Hauptziel war eigentlich der/die/das Hierve el Agua. Eine Art versteinerter Wasserfall mit natürlichen Swimming Pools. Auf dem Weg dahin hab ich noch ein paar coole Orte mitgenommen. Das Highlight kam aber unvorhergesehen.

Ich seh im absoluten Niemalsland eine Barracke, die ihres gleichen sucht, sodass ich ne Vollbremsung mach und glatt den Rückwärtsgang einleg. Richtig runtergekommenes Anwesen mit Eseln und Wäsche im Vorhof. Dazu wie gemalt eine hochschwangere native Frau, barfuß. Frag ich, ob ich wohl ein Foto machen dürfte, is es schon passiert. Jackpot. XD Ich werd reingebeten und sitz schneller am Familientisch als ich gucken kann – neben Truthähnen und der gerade am Feuersteinofen Tortilla-herstellenden Omi. Hahahaha. Unfassbar. Saß ich da ne Stunde, durfte zusehen und bekam Abuelas Tortillas frisch vom heißen Stein sowie etwas vom eigens für den Tag der Toten geschlachteten Huhn in Premium-Sauce und und und.

Nach dieser Mega-Erfahrung ging’s über 1h Buckelpiste weiter zur eigentlich geplanten Hauptattraktion. Und da lass ich einfach mal die Bilder sprechen. Das war nämlich landschaftlich einfach nur fett.

Tule & Mitla

Hierve el Agua

Auch hier profitierte ich wieder von einer Begegnung der anderen Art. Hab nen rund 20-jährigen Mexikaner dabei „erwischt“, wie er heimlich von weitem n Foto von mir gemacht hat. 😂 Als ich dann laut „Holaaaa“ gerufen und groß gewunken hab, statt angepisst zu sein, hat die ganze Gruppe, mit der er unterwegs war komplett gelegen. Hab ihn dann rangerufen und n legales Selfie gemacht. 😄 Als Dank hat er dann noch völlig überfordert mit der Spiegelreflex die Fotos von mir am Fuß des Wasserfalls geschossen. Herrliche Szenen. XDDD

Weils in der blauen Stunde vom Licht her noch so viel nicer war, hab ich ein bisschen gebummelt. Unfallsmäßig deshalb schön direkt im Dunkeln gefahren, was ich eigentlich vermeiden wollt. Naja, Not macht erfinderisch. Direkt in den Antonia Rados Modus gewechselt. Na wie mach ich mich gretarnt als Beduine? 😂

Nee im Ernst. War alles chillig und nada problemas. Genau wie die ganze Zeit hier. Fühl mich super sicher und hatte nich eine doofe Situation. Anders als bei der Autorückgabe. Wollten se mir doch tatsächlich nen Vorschaden andrehen. Aber nich mit mir Amigo 😂☝🏼 Oma-Regel-Gen hat geklärt. 😄

Nach dem Abenteuer hab ich heut chillig gemacht mit entspannter Altstadt, Sonnen und Trinken. Ich sag nur freie Mezcal-Verkostung. 🙋🏼‍♀️ Jetzt gibts noch Margaritas auf der Rooftop Bar und dann das Taxi ins Hostel. Um 4:30 Uhr gehts Richtung Paziiifiiiik 😻☀️🌊

Ein Gedanke zu „Irgendwo im Nirgendwo 🤷🏼‍♀️

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