Keine 24h on the road und wir haben schon wieder den Vogel abgeschossen.
Nach einem geisteskranken Auftaktfrühstück mit Chilaquiles verdes (Frittierten Tortillas mit Chili Sauce, Zwiebeln, Radieschen und Spiegelei), Açai-Bowl und Bagel starteten wir mit einem Art Walk geschmeidig in den Tag. Hieß: Maya-Skulpturen, Graffiti-Kunst, abgefahrene Bäume und Alien-Landungshöhlen so weit das Auge reicht. Yucatánsches Dschungel-Feeling pur. Mit all diesen Farben 😍 Sehen wir mal von einer Pisel-Attacke von genmanipulierten Feuer-Ameisen ab, so weit so gut 😄
Als wir eine Rezeptionistin um 10:50 Uhr bitten, uns ein Taxi zu rufen, ahnen wir nicht, was wir anzetteln.
Was folgt, kommt nämlich mal wieder einer Saga gleich. Wir präsentieren: die Geschichte von Pedro und der bösen Cenote.
Geplant war eine 20 minütige Taxifahrt. Mehr nicht. Wir fragen unseren Fahrer (ihr ahnt es, Pedro), ob er eben schnell an einem Oxxo-Supermarkt halten kann, damit wir uns noch mexikanische SIM-Karten kaufen können, und uns dann zur Cenote Taak Be He fährt. Dem ultra Geheim-Tipp unseres Hotels.
Kein Problem, sacht er, der Pedro. Festpreis ist auch schon ausgemacht.
Erster Rückschlag schon am Supermarkt. Nach 15 Min warten an der Kasse (und einer lustigen Fachdiskussion über den Unterschied zwischen Venus Rasierern und Vino 😂😂😂) kommt raus: SIM Karten sind aus, nur aufladen möglich. Na super.
Pedro hoch engagiert. Dass wir nach dem zweiten geschlossenen Laden aufgeben wollen, um ihm nicht noch mehr Zeit zu stehlen für den Festpreis, sieht er gar nicht ein. „No no, ich kenne noch einen Mobilfunk-Laden, da fahren wir eben hin.“ Und Tatsache – nach einer weiteren Campingsession im Taxi sieht uns Pedro triumphierend wieder einsteigen.
Jetzt aber. Ab zur Cenote. Einer wahnsinnig schönen Höhle, gefüllt mit Wasser und einem Loch in der Decke, durch das Sonnenlicht einfällt.
Laut Google Maps easy über die Hauptstraße zu erreichen. Einmal abbiegen und das war’s. 4km.
Pedros Navi sowie ein einheimischer Tour Guide, den wir fragen, sagen was anderes. Und tatsächlich, auch laut dem Satelitenbild müssen wir stattdessen diesen kleinen asozialen Dschungel-Weg zu unserer Linken nehmen. Wenne uns fragst, sollten da nur Quads und SUVs verkehren, aber ok. Pedro scheint Bock auf ne Runde offroad zu haben mit seiner Klapperkarre.
Er wemmst durch die 1m tiefen Pfützen, als säßen wir in nem James Bond Amphibienfahrzeug xD Es scheppert bei Bodenwellen, dass sich die Balken biegen. Meine Fresse, hat der sich vll den Unterboden frisiert xDD Es tat uns SO leid. Wir die ganze Zeit nur so: „woah fuck, lo siento, lo siento. Tu coche!!“ 😅🙈
Und der Weg zieeeeht und zieht sich. Mehr als eine Stunde fahren wir jetzt schon durch den Dschungel in Nichts. Und das für diese paar Kröten. Da muss ein fetten Trinkgeld her, denken wir uns. Aber es wird noch viel geiler.
200 m vor nem Ziel ist nämlich plötzlich Ende. Alles zugewachsen xDDDd No. Fucking. Way. War dieser Dschungel-Armaggedon-Ride jetzt völlig umsonst?
Pedro will es nicht wahrhaben. Er parkt das Auto an jeder Bucht auf dem Rückweg und versucht, einen anderen Weg auf das Gelände zu finden. Stellt es euch vor. Rappelt dein Taxi-Fahrer plötzlich an Zäunen, Schlössern und rennt durch die Büsche 🤣🤣
Immer Handy wedelnd auf der Suche nach Empfang, um was rauszufinden. Der war aber genau so wenig existent wie die Cenote 🌝 Hat sich ja gelohnt mit den Prepaid-Karten… xD
Irgendwann geben wir auf. Aber Pedro fühlt sich berufen, uns nicht zurückzubringen, ohne eine coole Cenote gesehen zu haben. Also fährt er in jede weitere Abzweigung dieses verkackten Dschungelwegs, um eine aufzutreiben. Schön mit angelassenem Motor die Lage checken jedes Mal 😄
Und er wird fündig. Wir streifen also letzten Endes mit unserem Taxifahrer durch eine verlassene Cenote und machen gemeinsam Sightseeing. Herrlich, nie werd ich diesen Anblick vergessen 🤣
Über uns alles voller Affen in den Baumkronen. Nach ca 15 Minuten kommen wir zurück zum Auto, das natürlich immer noch läuft xDDDD Klassischer Pedro
Wir krönen unsere Tour, die den gleichen elendigen Weg zurückgeht, mit einer offiziellen geöffneten Cenote, die sogar ein Schild besitzt.
Mega Perle, die wir, bis auf ein paar Zipliner, die später dazu stoßen, für uns alleine haben.
Also geht‘s in Bikini ab ins glasklare, tiefblaue Wasser 🙃💙 Lianen, Fledermäuse – alles inklusive 🙌🏼 Aber schaut selbst 🙂

Zurück am Hotel angekommen, entlohnen wir Pedro stattlich und entschuldigen uns noch gefühlt 3.000 mal, dass wir sein Auto geschrottet und ihm 3,5 Stunden seiner Zeit gestohlen haben. Doch der fand‘s glaub ich einfach nur super 😂
Am Hotel-Pool lassen wir die Geschehnisse Revue passieren und kommen aus dem Smilen nicht mehr raus.
Pedro, dieser Traumpool. Was haben wir hier bitte wieder für einen Glücksgriff gemacht?!



























Pedros haben es NIE leicht…;) – scheinbar auch am anderen Ende der Welt. Hihi! 😉 Traumhaft! Alles wunderschön!
Pedro Beeeeeeeee 😄🙌🏼