„Welcome to Fabulous Las Vegas“, sagte das legendäre Ortseingangschild höflich. Es sollte uns nicht enttäuschen. Sin Schweinebacke City! Welchen besseren Ort könnte es geben, um meinen 2 Wochen West-Coast-Roadtrip mit Lesly offzukicken?! Let’s gooooooooo – 15 Tage Vegas bis LA – Film ab bitte! ☝🏼

So it begins. Den letzten fetten SUV in Vollausstattung an der komplett geplünderten Autovermietung abgegriffen, fahren wir am Donnerstagnachmittag dicknäsig und politisch maximal unkorrekt am goldenen Trump Tower vor xD Sorry, aber wenn der 5-Sterne-Bunker die billigste Unterkunft auf deiner Reise ist, kann man ja vielleicht mal ein Toupet, äh Auge, zudrücken.
Wir bereuen nichts. Wir rollen aus und verlieben uns instant – nicht in den Portier, sondern ins gratis Valet Parking. Call us boogy! Aussteigen, Schlüssel abdrücken und sich einfach verpissen? Genau unser Scheiß! Ich lach noch ne Stunde über Lesly, die einfach nicht glauben kann, dass man EINFACH SO aussteigen kann. EINFACH SOOOO! Mein persönliches Highlight aber unser Klo auf dem Zimmer. Halt für die ganz wichtigen Geschäfte xDD


Eine Welcome-Runde Pool bei knackigen 44 Grad später machen wir uns auf Richtung Downtown – und entscheiden uns somit vorerst gegen das Asitum. Hochkultiviert und -motiviert geht’s zum Neon Museum Boneyard – einem Friedhof für alte original Schilder aus Vegas. Mostly aus den 40er Jahren.
Perfektes Setting für den Sonnenuntergang. Wir lieben den Retro-Vibe und drehen die Runde vierfach. Jedes Mal wird das Licht besser – und irgendwie ist keine Sau da. Direkter Volltreffer zum Einstieg also. Standard!









Kann man weniger von unserem ausgeklügeltem Plan behaupten, das Auto stehen zu lassen und die paar Minuten zum berühmten Fremont District zu laufen. Erstmal schön mit Leslys Rollllex und meiner Spiegelreflex durchs Pennerviertel gesteppt und von jedem Individuum wie n Alien angeguckt worden. Woopsie. Ok ok, zurück im Dunkeln dann lieber Uber sachste.
Gut angekommen, haut es uns völlig unvorbereitet aus den Socken. Wir biegen um die Ecke und sehen… DAS!
50 Millionen LEDs, eine 419 Meter lange Videoleinwand über uns – und ÜBERALL Menschen. Verrückte Menschen. Halbnackte Menschen. Also Frauen mit USA-Flaggen auf den Nippeln only und so. Dazu dröhnt „Shakira Shakira“ aus einem 600.000 Wattt State of the Art Soundsystem! Wir sind buff. Sowas hab ich noch nie gesehen.
Dreimal gehen wir die Fremont Street Experience, wie sie genannt wird, auf und ab. Und das ist sie wirklich.
Wir sind so überfordert und euphorisiert, dass wir glatt vergessen, dass wir mit Auto hinter dem Pennerviertel da sind und uns einen Fat Tuesday Tower hinter die Binse schrauben. „Jaja Mango Bacardi Mango klingt super“, „oh, in der Basis waren eig. auch schon drei Sorten Alkohol?“ Hupsi. Erst beim letzten Drittel guck ich Lesly plötzlich wie vom Blitz getroffen an. „Ej was machen wir hier? Wir müssen noch fahren und hier ist doch 0,0“ xDDDDD


Vor allem machen wir uns die ganze Zeit noch drüber lustig, dass das Ding einfach nicht leerer wird. Weil gefrorenes Zeug drin ist, füllt es sich permanent wieder auf 😀 Was ein Fail. Aber naja, gut. Wir sind ja jung, dynamisch und flexibel und haben eine Idee.
Wir bleiben länger als geplant, um „auszunüchtern“, kippen den 5. automatischen Refill (xDDD) weg und schreiten zur Tat. Wäre doch gelacht, wenn uns unser Ausflug ins Pennerviertel nicht noch nach vorne bringen würde.
Wir finden uns also wenig später in der Schlange eines komplett überrannten upgefucktem Mini-Taco-Stands wieder, der uns auf dem Hinweg aufgefallen war und gönnen uns nach 45 geruchsbelästigten Warteminuten absolut geil fettige und grandiose Quesadillas und Tacos auf den Tower-Klebemagen. Casa del sabor – best Tacos in town. Kann ja jetzt jeder behaupten, ist aber so.
45 Minuten warten wir – und gucken uns anschließend bei jedem Bissen glücklich an. That’s the life. Schicki micki Dinner am ersten Abend? Nich mit uns!


Und das Beste ist. Wir waren einfach noch nichtmal auf dem Strip, der Hauptattraktion von Vegas. Der Meile mit all den berühmten Hotels, Casinos, Clubs, Shows und Hochzeitskapellen. Also noch einiges im Petto diese Nacht.
Wasserstandsmeldung: Wir sind jetzt ca. 29 Stunden wach. Tut der Stimmung keinen Abbruch. Von Müdigkeit nach unserem Powernap im Sitzen in der Taco-Warteschlange keine Spur. Bring die Verlängerung on! Im shiny over the top Diamanten-Outfit versteht sich ☺️💎

Unsere Uber-Fahrerin findet’s gut – genau wie Tindern an der Ampel. xDDD Lesly und ich können nicht mehr. Eiskalt die Frau. Erzählt sie uns erstmal von ihrem letzten Hotten Fahrgast, den sie innerhalb von 30 Min harter Swipe-Akkordarbeit bei Tinder aufgespürt hat, weil sie live in Schockstarre war, als er sie nach ihrer Nummer gefragt hat. Hahahah, herrlich.
Top 2 Regeln für Vegas hat sie auch noch parat. „Stay hydrated“ und „that building you see right there and want to go to, forget it, it’s too far!“ Später wissen wir, was sie meint, als wir den kompletten Strip einmal rauf und runtergelaufen sind, 20.000 Schritte abgerissen haben und jeder kack Wasserautomat kaputt ist, der Supermarkt 50m lange Schlangen hat oder jede Form von Alkohol aber kein Aqua angeboten wird.
Aber ich schweife ab. Finally also – der Strip im Dunkeln. Pünktlich zur letzten Brunnen-Show tanzen wir am Bellagio an. Mega! Auch von Innen übrigens – mit einem eigenen König der Löwen Botanical Garden, abgefahrener Lobby und süßen Restaurants.




Das Casino haut uns eher nicht so vom Hocker. Aber wir machen ja ein bisschen Hopping. Mein Favorites: The Venetian und das Cosmopolitan mit dem The Chandelier. Name ist Programm 😉






Hier gibt’s fancy Drinks – unter anderem einen, wo du vorher eine Blüte kaust und dann deinen Mund und Kiefer nicht mehr spürst, um dir dann nur die Geschmacksnerven auf der Zunge zu fluten. Die Leute kommen aber auch auf Sachen immer.




Hintenraus darf an Tag eins natürlich auch der Klassiker nicht fehlen: das Caesars Palace. Absolute Pflicht für mich alten Filmhasen. Ein bisschen surreal ist das schon, dass wir hier jetzt stehen.
Da isser wieder, so ein Moment, wo du da stehst, kurz inne hältst und das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekommst. Das erste von vielen in diesem Urlaub, da bin ich mir sicher.
(Gleiches lässt sich übrigens auch über die Blasen unter meinen Füßen sagen, aber hey. Bisschen Verlust ist immer xD)
Nachdem du wahrscheinlich gleich am ersten Tisch eure komplette Reisekasse einfach mal auf Rot gesetzt hast, gehe ich davon aus, dass die Blinkies auf dem Top bestimmt auch alle echt sind!!?!!…;o) – Vegas Style halt ;o)